Förderung von Stromspeichern

Stromspeicher sind eine sinnvolle Investition in die Zukunft. Mit ihnen lässt sich der Eigenverbrauch an Solarstrom erhöhen und damit der Zukauf von teurerem Netzstrom reduzieren. Für Stromspeicher gibt es mittlerweile verschiedenste Förderprogramme. Während die allgemeine PV-Förderung abnimmt, rücken die Speicher im Rahmen eines netzdienlichen Ausbaus der Photovoltaik immer mehr in den Fokus.

Inhaltsverzeichnis

KfW-Förderprogramm für Batteriespeicher

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Seit 2013 unterstützt die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Installation von Stromspeichern im Zusammenhang mit einer neuen PV-Anlage bzw. die Nachrüstung bei einer bestehenden PV-Anlage. Die Förderung für den Batteriespeicher umfasst ein zinsverbilligtes Darlehen und einem Tilgungszuschuss des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Bis Ende 2016 konnten so über 25.000 Speicher gefördert werden.

Das aktuelle Förderprogramm "Erneuerbare Energien - Speicher (275)" der KfW ist am 01.01.2017 in Kraft getreten und läuft noch bis zum 31.12.2018. Mit der Neuauflage wird das bereits Anfang Oktober 2016 ausgelaufene Programm mit veränderten Rahmenbedingungen weitergeführt. Besitzer von PV-Anlagen bis zu 30 Kilowattpeak (kWp) können die Förderung beantragen.

Was wird gefördert?

Die Förderung gilt für stationäre Stromspeicher und für deren Betrieb notwendige Komponenten wie Energiemanagementsysteme. Letztere haben die Aufgabe, die Einspeisung von überschüssigem Solarstrom entsprechend der Förderrichtlinien zu begrenzen (s. Punkt Rahmenbedingungen). Somit ist neben dem Stromspeicher MyReserve und den Installationskosten auch der SOLARWATT EnergyManager förderfähig. Auch das Komplettpaket Store in den unterschiedlichen Leistungsklassen kann über die KfW gefördert werden. Nicht gefördert werden hingegen Komponenten, die für den Betrieb einer Photovoltaikanlage notwendig sind. Dazu gehören u.a. PV-Module, Wechselrichter und das Gestell.

Die Kfw gewährt einen zinsgünstigen Kredit mit dem sich die Anschaffung eines förderfähigen Batteriespeichers zu 100 Prozent finanzieren lässt. Dazu kommt ein sogenannter Tilgungszuschuss für den Speicher, der nicht zurückgezahlt werden muss. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach dem Zeitpunkt der Beantragung.

Gewährt wird die Förderung zudem für die Nachrüstung von Photovoltaikanlagen, die nach dem 31.12.2012 in Betrieb genommen wurden. Voraussetzung für diese Förderung ist, dass die PV-Anlage mindestens sechs Monate Strom produziert.

Förderung von Neuinstallation und Nachrüstung

Die Nachrüstung bestehender PV-Anlagen mit Stromspeicher wird auch gefördert.

Je nachdem, ob ein Stromspeicher mehr oder weniger als 6 Monate nach Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage installiert wird, unterscheiden sich die Fördersätze.

Der Regelfördersatz von maximalen förderfähigen Kosten in Höhe von 2.000 EUR / kWp zur Berechnung des Tilgungszuschusses wird für Installationen gewährt, bei denen der Stromspeicher innerhalb von 6 Monaten nach Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage ebenfalls in Betrieb genommen wird. Liegt die Inbetriebnahme länger als 6 Monate zurück, gilt die Investition als Nachrüstung und der höhere Fördersatz von maximalen förderfähigen Kosten in Höhe von 2.200 EUR / kWp gilt.

Da sich die förderfähigen Kosten aus den spezifischen Investitionskosten und der Leistung der Photovoltaikanlage berechnen, können wir Ihnen an dieser Stelle keine exakten Daten nennen. Anhand des Formulars "Handreichung zur Ermittlung des Tilgungszuschusses" (600 000 2702) können Sie die Höhe Ihrer individuellen Förderung berechnen.

Bitte beachten Sie: Die Förderung muss vor der Anschaffung des Speichers beantragt werden.

Wer kann den Antrag stellen?

Der Förderantrag kann von den folgenden Gruppen gestellt werden:

  • natürliche Personen
  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft aus dem In- und Ausland, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden
  • Unternehmen, an denen Kommunen, Kirchen und gemeinnützige Organisationen beteiligt sind
  • Freiberufler
  • gemeinnützige Antragsteller, die den mit der Solaranlage erzeugten Strom mindestens teilweise in das öffentliche Stromnetz einspeisen

Rahmenbedingungen förderfähiger Batteriespeicher

Die Voraussetzungen für die Förderfähigkeit von Speichern haben sich im Vergleich zum vorhergehenden Förderprogramm geändert. Gefördert werden Batteriespeicher für PV-Anlagen, die eine Leistung von max. 30 kWp aufweisen und seit dem 01.01.2013 in Betrieb genommen wurden.

Zudem besteht für die Photovoltaikanlagen eine Verpflichtung zur Leistungsbegrenzung. Gefördert werden also nur Speicher, die den Einspeise-Spitzen durch PV Anlagen (vor allem in der Mittagszeit) entgegenwirken und dadurch das Netz entlasten. Im neuen Förderprogramm ist eine Einspeisebegrenzung von 50 % der nominalen Anlagenleistung festgelegt. Das heißt, diese PV Anlagen dürfen nicht mehr als die Hälfte des produzierten Solarstroms in das Stromnetz einspeisen - gemessen wird am Netzanschlusspunkt. Im vorhergehenden Förderprogramm lag der Wert noch bei 60 %.
Die Solaranlage muss zudem mit einem Wechselrichter ausgestattet sein, der über eine offene Schnittstelle verfügt, die dem Netzbetreiber den Fernzugriff zur Steuerung ermöglicht. Des Weiteren wird die Offenlegung der verwendeten Schnittstellen und Protokolle des Batteriemanagementsystems (BMS) gefordert.

Eine weitere Neuerung im Vergleich zum Vorgängerprogramm ist, dass als Voraussetzung für die Förderung mindestens 10 Jahre Zeitwertersatzgarantie für die Batterien des Speichers gefordert werden. Das bedeutet, dass der Zeitwert defekter Batterien durch den Hersteller oder Verkäufer ersetzt wird. Defekt gelten Batterien, wenn ihre Kapazität 80 % der Nennkapazität unterschreitet. 

Zusätzliche Förderungsvoraussetzung ist der Nachweis der fachgerechten Installation durch geschulte Fachkräfte (gemäß VDE-AR-E 2510-2, „Stationäre elektrische Energiespeichersysteme vorgesehen zum Anschluss an das Niederspannungsnetz“) sowie die schriftliche Erklärung des Herstellers, dass alle geforderten Rahmenbedingungen eingehalten wurden. Zudem muss der Speicher mindestens fünf Jahre zweckentsprechend betrieben werden.

Zusammenfassung der wichtigsten Rahmenbedingungen:

  • PV-Anlagengröße max. 30 kWp
  • Inbetriebnahme der Anlage seit dem 01.01.2013
  • Wirkleistungsbegrenzung der Anlage auf 50 % am Netzeinspeisepunkt
  • Wechselrichter mit offener Schnittstelle für Netzbetreiber und zur Netzsteuerung
  • Offenlegung verwendeter Schnittstellen und Protokolle des BMS
  • 10 Jahre Zeitwertersatzgarantie für Batteriemodule
  • Nachweis fachgerechter Installation gemäß VDE-AR-E 2510-2
  • Herstellererklärung zur Einhaltung Rahmenbedingungen der KfW Förderung 2017

Die Anforderungen des KfW-Speicherprogramms werden durch SOLARWATT selbstverständlich eingehalten. Um z.B. die Wirkleistung zu begrenzen, bietet SOLARWATT   die statische Abregelung am Wechselrichter oder die dynamische Abregelung über den EnergyManager an. Mittels regelmäßiger Zertifizierungsschulungen befähigt SOLARWATT die Installateure zur sicheren und fachgerechten Inbetriebnahme der Speicher.

Für die Beantragung der KfW-Speicherförderung benötigen Sie die folgenden Dokumente:

  • Herstellererklärung KfW Speicherförderung für MyReserve
  • Installations- und Inbetriebnahmeanleitung SOLARWATT MyReserve (Enthält das im Merkblatt nach 6b geforderte Sicherheitskonzept und ist im Lieferumfang zum Speicher enthalten bzw. von Ihrem, durch SOLARWATT zertifizierten Installateur online abrufbar im SOLARWATT Pro Bereich.)
  • Schnittstellenbeschreibung zur Fernparametrierung des PV-Wechselrichters

Alle weiteren notwendigen Formulare finden Sie auf der KfW-Homepage.

Berechnung der Förderhöhe

Was Sie zur KfW-Speicherförderung wissen sollten:

  • Förderfähig sind die Kosten für den Batteriespeicher in Verbindung mit Photovoltaikanlagen.
  • Der günstige KfW-Kredit kann bis zu 100% der Investitionskosten für Speicher und PV-Anlage beantragt werden.
  • Der Kreditbetrag wird zu 100% ausgezahlt und kann wahlweise komplett oder in Teilbeträgen abgerufen werden.
  • Der Tilgungszuschuss reduziert die zurückzuzahlende Kreditsumme für das Speichersystem.

Ermittlung der spezifischen förderfähigen Kosten und des Tilgungszuschusses bei Neuinvestition in PV-Anlage und Speicher

Der Tilgungszuschuss, d.h. der Anteil des Kredites, der nicht zurückgezahlt werden muss, wird in drei Schritten berechnet.

I. Ermittlung der Kosten für den Batteriespeicher

Gesamte Nettoinvestitionskosten für PV-Anlage und Speicher (ohne Mehrwertsteuer, inklusive Installationskosten) 
- Kosten der Photovoltaikanlage (Pauschale 1.600 Euro / kWp installierter Leistung)
= Kosten des Speichers


II. Ermittlung der spezifischen förderfähigen Kosten des Speichers

Kosten des Speichers
: installierte Leistung der PV-Anlage
= spezifische förderfähige Kosten in Euro/kWp


Achtung:
Liegen die spezifischen förderfähigen Kosten über 2.000 Euro/kWp, muss dieser Maximalbetrag in der weiteren Rechnung verwendet werden. Ergeben sich also z.B. aus obiger Berechnung spezifische förderfähige Kosten in Höhe von 2.100 Euro/kWp, wird mit 2.000 Euro/kWp weitergerechnet. 

 

III. Ermittlung des Tilgungszuschusses 

Die Höhe des Tilgungszuschusses ergibt sich aus:

spezifische förderfähige Kosten 
x kWp der Photovoltaikanlage 
x aktueller Anteil Tilgungszuschuss (in Prozent, s. nachstehende Tabelle)
= Tilgungszuschuss in Euro


Ermittlung der spezifischen förderfähigen Kosten und des Tilgungszuschusses bei der Nachrüstung einer PV-Anlage mit einem Speicher

Für die Ermittlung des Tilgungszuschusses für den Batteriespeicher sind im Falle einer Nachrüstung nur zwei Rechenschritte notwendig: 

I. Ermittlung der spezifischen förderfähigen Kosten des Speichers

Gesamte Nettoinvestitionskosten für den Batteriespeicher (ohne Mehrwertsteuer, inklusive Installationskosten) 
: installierte Leistung der Photovoltaikanlage 
= spezifische förderfähige Kosten des Speichers

Achtung: Liegen die spezifischen förderfähigen Kosten über 2.000 Euro/kWp bei einer Nachrüstung innerhalb von sechs Monaten nach Inbetriebnahme der PV-Anlage bzw. über 2.200 Euro bei einer Nachrüstung nach mehr als sechs Monaten, wird die Fördersumme hier gekappt. D.h. für die weitere Berechnung sind die 2.000 bzw. 2.200 Euro/kWp in die nachstehende Formel einzutragen. 

II. Ermittlung des Tilgungszuschusses 

spezifische förderfähige Kosten des Speichers 
x installierte Leistung der PV-Anlage 
x aktueller Anteil Tilgungszuschuss (in Prozent, s. nachstehende Tabelle)
= Tilgungszuschuss in Euro

Schnelles Handeln lohnt sich - Staffelung der Förderhöhen

Das Förderprogramm hat zum Ziel, die Markt- und Technologieentwicklung von Batteriespeichersystemen zu unterstützen. Die Höhe des Tilgungszuschusses wurde zeitlich gestaffelt; eine möglichst zeitige Beantragung sollte sich für die Kreditnehmer lohnen. Für das Jahr 2018 liegt der Zuschuss aber immerhin noch bei 10% der förderfähigen Kosten.

Antragszeitraum
Anteil der förderfähigen Kosten
01.07.2017 bis 30.09.2017 16 %
01.10.2017 bis 31.12.2017 13 %
01.01.2018 bis 31.12.2018 10 %

Berechnung am Beispiel eines SOLARWATT-Pakets

Unsere Beispielanlage (Leistung 3,3 kWp) kostet inklusive Installation und ohne Mehrwertsteuer 10.150 €. In diesen Gesamt-Nettoinvestitionskosten (ohne MwSt.) sind die Solarmodule, der Stromspeicher MyReserve, ein Wechselrichter, der EnergyManager sowie das Gestellsystem inbegriffen.

I. Ermittlung der Kosten des Speichers

10.050 Euro Nettoinvestitionskosten
- 3,3 kWp x 1.600 Euro/kWp (5.280 €) (Leistung der PV-Anlage x Pauschalpreis)

= 4.870 Euro

II. Ermittlung der spezifischen förderfähigen Kosten des Speichers

4.870 Euro (berechnete Kosten des Speichers)
: 3,3 kWp (Leistung der PV-Anlage)

= 1.476 €/kWp  

Prüfung: 
Die spezifischen förderfähigen Kosten liegen unterhalb des Maximalwertes von 2.000 Euro/kWp. Der ermittelte Wert wird für die weitere Berechnung übernommen. 

III. Ermittlung des Tilgungszuschusses 

1.476 €/kWp (spezifische förderfähige Kosten)
x 3,3 kWp (Leistung der PV-Anlage)
x 10% (Anteil Tilgungszuschuss)
= 487 €

Für das Paket ergeben sich spezifische förderfähige Kosten in Höhe von 1.476 €/kWp. Für die Beispielanlage wird bei Beantragung im Jahr 2018 ein Tilgungszuschuss von 487 € auf die Gesamtkreditsumme gewährt.

 

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Lohnt sich die KfW-Förderung?

Eine allgemeingültige Antwort auf die Frage, ob sich die Förderung lohnt, ist schwierig. Für den KfW Kredit sprechen die 100-prozentige Finanzierbarkeit der Investition, die günstigen Zinsraten und der Tilgungszuschuss, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Auch die tilgungsfreie Anlaufzeit (je nach Laufzeit bis zu drei Jahre) und die konstanten Monatsraten bei fester Zinsbindung machen den Kredit attraktiv.

Fazit zur KfW-Förderung

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Ob sich die KfW-Förderung lohnt, hängt wesentlich vom gewährten Sollzins ab. Diesen weist die KfW Bank je nach gewünschter Laufzeit, Zinsbindung und tilgungsfreier Zeit zu. Der konkrete Zins ist von der Bonität des Darlehensnehmers und der werthaltigen Besicherung des Kredites abhängig. Bei einer Laufzeit von fünf Jahren, einem Jahr tilgungsfreier Anlaufzeit und einer Zinsbindung von ebenfalls fünf Jahren liegt der Sollzins in Gruppe B (sehr gute Bonität) bei 1,5 %, in Gruppe D (gute Bonität) hingegen bereits bei 2,3 %. Beträgt die Kreditsumme z.B. 5.000 EUR kostet der Kredit den Kreditnehmer in Gruppe D etwa 140 € mehr Zinsen als in Gruppe B.

Die KfW Bank vergibt die Kredite nicht unmittelbar an den Darlehensnehmer, sondern ausschließlich über externe Kreditinstitute wie z.B. die Hausbank des Antragsstellers. Diese Kreditinstitute müssen für die Bonität des Kreditnehmers haften und tragen somit das Risiko. Manche Banken scheuen aufgrund mangelnder Erfahrung mit der Finanzierung von Batteriesystemen oder aufgrund des hohen Bearbeitungsaufwandes für relativ niedrige Summen die Kreditvergabe. Hier ist es sinnvoll, sich an mehrere Kreditinstitute zu wenden.

Wer den Kredit beantragt, sollte im Auge behalten, dass dieser innerhalb von 12 Monaten nach Zusage abgerufen werden muss. Bereits nach einem Monat und zwei Arbeitstagen ohne Abruf fällt pro Monat eine sogenannte Bereitstellungsprovision von 0,25% der Restschuld an. Eine Sondertilgung ist nur gegen eine Vorfälligkeitsentschädigung, d.h. eine entsprechende Gebühr, möglich. 

Vor der Beantragung der KfW-Förderung sollten sich Sie deshalb aus den genannten Gründen genau beraten lassen, welche Konditionen Sie erhalten und sich fragen, ob  Sie den Kredit zeitnah nutzen können.

Tipp: Stromspeicher nutzen, der ohne Förderung wirtschaftlich ist

In die Entscheidung für oder gegen eine Förderung fließen viele Faktoren ein, die für Laien häufig nur schwer durchschaubar sind. Sie können es sich aber auch einfach machen und sich für einen Speicher wie den SOLARWATT MyReserve entscheiden, der ohne Förderung wirtschaftlich arbeitet!
Ein typischer Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresstrombedarf von 4.000 kWh/Jahr kann die Stromrechnung mit unserem Paket „Store“ halbieren. Das rechnet sich - gerade im Hinblick auf die 30-jährige Garantie der SOLARWATT Photovoltaikmodule und einer erwarteten Lebensdauer des MyReserve Speichers von 15 Jahren.

Länderspezifische Förderungen für Batteriespeicher

Der Fokus der Photovoltaik-Förderung von Bund und Ländern liegt immer stärker auf der "netzdienlichen Integration" von Photovoltaik-Anlagen in das öffentliche Stromnetz. Während ursprünglich die massive Einspeisung von Solarstrom ins öffentliche Netz durch eine hohe Einspeisevergütung gefördert wurde, liegt heute das Interesse in einer kontrollierten Einspeisung von Solarstrom und der Stabilisierung der Netze durch die dezentralen Speicher. Aus diesem Grund hat sich auch die Förderung in diese Richtung verschoben. Von den Bundesländern werden deshalb aktuell vor allem Programme zur Speicherförderung angeboten.

Speicherförderung des Freistaats Sachsen

Die Speicherförderung der Sächsischen Aufbaubank SAB läuft, geknüpft an unterschiedliche Voraussetzungen, seit 2013. In dieser Zeit wurden bereits einige hundert Stromspeicher in Sachsen installiert. Das aktuelle Modellvorhaben richtet sich mit verstärkter Förderung an Interessenten, die einen Ladepunkt für Elektrofahrzeuge errichten. Die Förderung verfolgt den Zweck, innovative Energietechniken im privaten, öffentlichen und gewerblichen Bereich einzuführen.

Förderfähig sind die Nettoausgaben für den Stromspeicher und die Ladestation einschließlich der Nettokosten für Installation bzw. Errichtung. Der Fördersatz kann bis zu 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben betragen. Für Modellvorhaben beträgt die maximale Fördersumme 50.000 EUR, für konventionelle Speicher liegt sie bei 40.000 EUR. Gefördert werden Investitionen in Anlagen zur Speicherung elektrischer Energie, wie der Stromspeicher MyReserve, Investitionen in Mess- und Steuereinrichtungen, wie der SOLARWATT EnergyManager sowie Ingenieur- und Planungsleistungen. Letztere sind auf maximal 10 % der gesamten förderfähigen Investitionssumme begrenzt.

Voraussetzung für die Förderung des Stromspeichers ist, dass er dauerhaft mit einer Photovoltaikanlage und dem öffentlichen Netz verbunden ist. Die Nutzkapazität muss mindestens 2 kWh betragen und die PV-Anlage darf nicht mehr als 50% ihrer Nennleistung ins Netz einspeisen (Wirkleistungsbegrenzung). Diese Rahmenbedingung der Speicherförderung wird durch SOLARWATT mit der statischen Abregelung am Wechselrichter sowie durch die dynamische Abregelung über den EnergyManager erfüllt.

Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier. Das Merkblatt können Sie hier herunterladen.

 

Förderprogramm für Stromspeicher in Baden-Württemberg  

Die Anschaffung von Photovoltaik-Speichern wird bis Ende 2019 in Baden-Württemberg mit einem eigenen Förderprogramm unterstützt. Das Volumen beträgt gut zwei Millionen Euro. Damit soll sich die Investition in umweltfreundlichen Solarstrom für die Verbraucher wieder stärker lohnen. Ziel der Solaroffensive der Landesregierung ist der weitere Ausbau des Photovoltaiksektors im privaten aber auch im gewerblichen Bereich. Anträge können bei der L-Bank, der Förderbank des Landes, gestellt werden.

Gefördert werden netzdienliche Batteriespeicher in Verbindung mit einer neuen Photovoltaik-Anlage. Das Verhältnis von Nennleistung der Photovoltaikanlage zur nutzbaren Speicherkapazität muss dabei mindestens 1,2 kWP/1 kWh betragen. 

Bis zu einer Nennleistung der Photovoltaikanlage von 30 Kilowatt („Heimspeicher“) gibt es einen Zuschuss von 300 Euro pro Kilowattstunde. Die maximale Förderung beträgt 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten, pro Vorhaben ist eine Förderhöhe von 7500 EUR möglich, mindestens aber 600 Euro. Liegt die Leistung der PV-Anlage darüber („Gewerbespeicher“), werden 400 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität gefördert, die Maximalforderung beläuft sich auf 60.000 Euro, mindestens aber auf 7.500 Euro.

Ab Januar 2019 sinkt die Förderung auf 200 bzw. 300 Euro pro Kilowattstunde und eine Maximalförderung von 5.000 bzw. 45.000 Euro.  

Prognosebasierte Batteriemanagementsysteme werden zusätzlich mit einem Bonus unterstützt. Das gilt auch für MyReserve mit unserem intelligenten Batteriemanagement. Aktuell kann der Speicher mit einer Gesamtkapazität von bis zu 60 kWh installiert werden.

Voraussetzung für die Förderung ist ein Eigenverbrauch von 50 % bzw. 40 % des produzierten Solarstroms. Bei kleinen Batteriesystemen ist eine Kombination mit der KfW-Förderung möglich.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Förderung von Stromspeichern in Brandenburg

Ende Juli 2018 hat die brandenburgische Landesregierung ihr Programm „1.000 Speicher“ aufgelegt, mit dem private Investitionen in Stromspeicher unterstützt werden. Ziel der Förderung ist es, den Eigenverbrauch an Solarstrom zu erhöhen und so das Strometz des Landes zu entlasten. Grundlegende Voraussetzungen für die Förderung sind, dass der Speicher in bestehendem oder neu errichteten Wohneigentum in Brandenburg installiert wird, eine Kapazität von 2 kWh oder mehr aufweist sowie dass der Zuwendungsbetrag 2.500 Euro überschreitet. Der MyReserve von SOLARWATT erfüllt alle diese Kriterien.

Die Förderung muss vor dem Kauf über das Kundenportal der ILB oder schriftlich beantragt und bewilligt werden. Der Antragsteller zahlt die volle Summe, die per Rechnung und Kontoauszug zu belegen ist. Nach Prüfung erstattet die ILB 50 Prozent der Kosten für Kauf, Lieferung und Installation bis maximal 7.000 Euro. Das Förderprogramm läuft bis zum 31.12.2022.

Weitere Stromspeicherförderungen

Im Rahmen des 10.000 Häuser-Programmes unterstützt Bayern die „netzdienliche Photovoltaik“. Im Programmteil „EnergieSystemHaus“ werden Energiespeicherung und Einspeisekappung mit Energiemanagementsystem mit einem Technik-Bonus von 1.300 bis 3.300 € gefördert. Ebenfalls förderfähig in Bayern sind Investitionen in die Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen.

Im Rahmen des Solar-Invest-Programmes fördert Thüringen „stationäre Energiespeichersysteme, die der Speicherung von Strom aus Photovoltaik dienen (Batteriespeicher)“. Der Zuschuss für Energiespeicher kann bis zu 25 % betragen, die Gesamtausgaben für das Vorhaben müssen aber über 5.000 Euro liegen (Bagatellgrenze).

Die Links zu den Herstellererklärungen finden Sie auf unserer Seite Photovoltaik-Förderung.