Photovoltaik Förderung

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    Die Anschaffung einer Photovoltaikanlage erfordert eine nicht unerhebliche Investition. Die Kosten liegen bei mehreren tausend Euro. Mit Solar-Förderung, der Einspeisevergütung oder einer effizienten steuerlichen Auslegung lässt sich aber viel Geld sparen und die Anlage innerhalb weniger Jahre zuverlässig refinanzieren. 

    Für die Installation von Photovoltaikanlagen auf Privathäusern stehen verschiedene Förderungen von Bund und Ländern zur Verfügung, die von der Einspeisevergütung über zinsgünstige Kredite bis hin zu Zuschüssen von Energieversorgern reichen. Die folgende Übersicht enthält die wichtigsten Programme zur Photovoltaik-Förderung. Manche Programme sind dabei mit konkreten Fördersummen ausgestattet, die bei großer Nachfrage erschöpft sein können. In diesem Falle wird dann das Programm eingestellt oder pausiert. Gelegentlich werden auch weitere Fördermittel eingestellt.

    Förderarten

    Förderarten

    Grundsätzlich gibt es zwei Arten der Förderung – die Investitionsförderung für die Anschaffung einer PV-Anlage und die „betriebliche“ Förderung in Form der Einspeisevergütung nach Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). 

    Den Antrag für Investitionsförderungen müssen Sie in der Regel bereits vor dem Kauf der PV-Anlage stellen. Die Einspeisevergütung erhalten Sie nach vorheriger Anmeldung Ihrer Anlage mit deren Inbetriebnahme

    Photovoltaik--Förderung
    Die richtige Förderung

    Die richtige Photovoltaik-Förderung finden: darauf kommt es an

    Bei der Suche nach einer geeigneten Förderung für Photovoltaik sind folgende Punkte zu beachten:

    • Soll eine neue PV-Anlage installiert oder eine bestehende erweitert werden?
    • Bei der Einspeisevergütung wird z.B. eine Erweiterung wie eine neue PV-Anlage gewertet. Die Förderung erfolgt dann nicht zum ursprünglichen, sondern zum aktuellen Tarif.
    • Wird die Anlage auf einem Firmengebäude oder einem Privathaus installiert?

    Nicht alle Programme stehen Privatpersonen und Unternehmen gleichermaßen offen. Die Auflistung auf dieser Seite beinhaltet Förderungen, die für private Betreiber von Photovoltaikanlagen bis 10 kWp nutzbar sind.

    Welcher Anlagentyp soll installiert werden/wurde bereits installiert?

    Inselanlagen, die nicht ans öffentliche Stromnetz angeschlossen sind, sind bei vielen Fördermaßnahmen ausgeschlossen.

    Betriebliche Förderung

    Einspeisevergütung

    Die bekannteste Photovoltaik-Förderung ist die Einspeisevergütung, deren Höhe und Dauer durch das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) geregelt wird. 

    Als Einspeisevergütung wird der Betrag bezeichnet, den die Netzbetreiber den Betreibern von Photovoltaikanlagen zahlen, wenn diese ihren überschüssigen Solarstrom in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Die staatlich garantierte Einspeisevergütung dient als Instrument der politischen Steuerung des Photovoltaikausbaus. Umso größer der Zubau an neuen Anlagen, umso stärker sinkt auch die Einspeisevergütung.

    Die Einspeisevergütung wird dem Betreiber der PV-Anlage als fester Vergütungssatz für einen Zeitraum von 20 Jahren gezahlt. Bestehende Anlagen sind von aktuellen Anpassungen also nicht betroffen. Die Höhe der Vergütung ist abhängig von dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Wurde eine Photovoltaikanlage bis August 2019 in Betrieb genommen, erhält der Betreiber bis August 2039 eine Einspeisevergütung in Höhe von 10,48 ct/kWh. Im April 2021 betrug dieser Satz nur noch 7,81 ct/kWh. Eine möglichst frühe Inbetriebnahme macht sich also bezahlt.

    Beispiel: 
    Anlage unter 10 kWp, Anmeldung Februar 2020 - 9,72 Cent/kWh bis Feb. 2040
    (s. Fördersätze für PV-Anlagen)

    FAQs Einspeisevergütung

    Wie lange wird die Vergütung gezahlt?

    Die Einspeisevergütung für selbst erzeugten Strom wird laut EEG 20 Jahre ab Zeitpunkt der Anmeldung der PV-Anlage gezahlt. 

    Wie hoch ist die Einspeisevergütung?

    Der exakte Betrag hängt von Anmeldedatum und Größe der Solaranlage ab (bis 10, 40, 100 kWp). Der einmal festgelegte Betrag wird über die gesamten 20 Jahre gezahlt.

    Eigenverbrauch

    Eigenverbrauch als indirekte Einnahmequelle

    Da der Strompreis mit derzeit ca. 30 ct/kWh im Vergleich zur Einspeisevergütung mehr als dreimal so hoch ist, lohnt sich ein möglichst hoher Eigenverbrauch des selbsterzeugten Solarstroms. Je mehr Solarstrom selbst verbraucht wird, desto weniger Netzstrom wird benötigt. Dadurch sinken die Energiekosten und die Anlagenbetreiber sparen deutlich. Vor allem bei Kleinanlagen ist eine hohe Eigenverbrauchsquote interessant - der Eigenverbrauch im privaten Sektor wurde bislang nicht mit finanziellen Abgaben belegt. Nur Betreiber größerer PV-Anlagen (über 30 kWp) müssen auf eigenverbrauchten Strom zusätzlich eine EEG-Umlage entrichten.

    Zu beachten ist, dass Betreiber von Photovoltaikanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz verpflichtet sind, die Stammdaten ihrer Anlage über das PV-Meldeportal in das sogenannte „Marktstammdatenregister“ einzutragen. Ohne diesen Eintrag entfällt der Anspruch auf Auszahlung der finanziellen Förderung nach EEG.

    Förderung einer Photovoltaikanlage
    Günstige Kredite

    Photovoltaik-Förderung durch die KfW Bank

    Das bundesweite Programm zur Photovoltaikförderung wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) abgewickelt. Um eine PV-Anlage durch die KfW fördern zu lassen, muss die Anlage die Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes erfüllen. Das bedeutet zum Beispiel, dass eine Einspeisung des Solarstromes in das öffentliche Netz gewährleistet ist. Eine weitere wichtige Voraussetzung für die Förderung ist, dass das Gebäude auf dem die Anlage installiert werden soll, nicht zu Zwecken der Stromerzeugung errichtet wurde. Für Wohnhäuser trifft dies grundsätzlich zu.

    Die KfW-Bank hat zur Förderung von Photovoltaikanlagen das Programm Erneuerbare Energie - Standard (270) aufgelegt. Damit werden neben dem Anlagenkauf auch die Installationskosten und die Erweiterung von bestehenden Anlagen gefördert - das Programm gilt somit für Neu- und Bestandsanlagen auf Dächern, an Fassaden und auf Freiflächen. Das Programm 274 („Erneuerbare Energien – Standard – Photovoltaik“), speziell aufgelegt für Photovoltaikanlagen, wurde inzwischen in das Förderprogramm 270 integriert. 

    Die Förderprogramme der KfW richten sich an Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen. Mit der Bank können Laufzeiten von 5, 10, 15 oder 20 Jahren sowie tilgungsfreie Anlaufjahre vereinbart werden. Die genauen Konditionen orientieren sich an Bonität und Sicherheiten der Antragsteller, für deren Ermittlung die Hausbank zuständig ist. Mit dieser wird der eigentliche Kreditvertrag abgeschlossen.

    Finanzierungen der Photovoltaikanlage zu attraktiven Konditionen werden übrigens nicht nur von der KfW angeboten. Auch Kreditinstitute wie die Umweltbank oder die Hausbank können konsultiert werden. Die Konditionen für den Solarkredit sollten jedoch im Detail mit denen des KfW-Kredits verglichen werden!

    Wirkleistungsbegrenzung

    Wirkleistungsbegrenzung

    Laut EEG dürfen PV-Anlagen, die nicht über eine Mess- und Regelfunktion (Smart Meter) angeschlossen sind, nur 70 Prozent ihrer Nennleistung in das Netz einspeisen („Wirkleistungsbegrenzung“). Bei Inanspruchnahme der KfW-Förderung dürfen nur noch 50 Prozent der Nennleistung eingespeist werden. Hier lohnt es sich besonders, über die Erhöhung des Eigenverbrauchs zum Beispiel durch Anschaffung eines Stromspeichers nachzudenken. Gern unterstützen wir Sie aber auch bei der Installation eines smarten Zählers.

    Förderung von Batteriespeichern

    Für mehrere Jahre wurden auch Batteriespeicher für Photovoltaikanlagen über die KfW gefördert (Programm 275), auch im Rahmen einer Nachrüstung. Das Programm wurde jedoch zum Ende 2018 eingestellt. Alternativ ist eine noch immer eine Förderung der Stromspeicher über das Programm 270 oder über die Förderprogramme einzelner Bundesländer möglich.

    KfW-Förderung von privaten Ladestationen

    Seit November 2020 bietet die KfW-Bank auch eine Förderung privater Ladestationen für Elektroautos an. Pro Ladepunkt wird hier ein Zuschuss von 900 Euro ausgereicht. Gefördert werden allerdings ausschließlich Ladestation mit einer Ladeleistung von 11 kW. Höhere Ladeleistungen müssen auf diesen Wert abgeregelt werden. Neben der Ladestation selbst sind alle mit der Installation verbundenen notwendigen Arbeiten förderfähig, wie zum Beispiel die Modernisierung der Hauselektrik und der Telekommunikationsanbindung der Ladestation, Erdarbeiten und Maßnahmen am Netzanschluss. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Ladestation über die Schnittstelle für eine intelligente Steuerung wie den SOLARWATT Manager verfügt, die die Ladeleistung begrenzen und den Ladevorgang zeitlich verschieben kann.

    Regionale Förderung

    Photovoltaik-Förderung durch die Bundesländer

    Neben der bundesweiten Förderung über die KfW-Bank bieten auch einige Bundesländer Förderprogramme für Photovoltaikanlagen an. Zu den möglichen Förderungen gehören Zuschüsse, Anschaffungshilfen, Übernahme von Erstberatungskosten und zinsverbilligten Darlehen. 

    In jüngster Zeit hat sich der Schwerpunkt der Förderung hin zu Energiespeichern (mehr zur Förderung hier) und Ladesäulen für die Elektromobilität verschoben. Auch wird vermehrt der Ersatz fossiler Brennstoffe durch regenerative Energien wie Solarstrom für das ressourcenschonende und CO₂-neutrale Heizen gefördert. Aktuell spielt das Thema Mieterstrom eine zunehmend wichtige Rolle.

    Aktuelle Programme

    Baden-Württemberg
    • Förderprogramm „Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher“
    • Förderung von stationären, netzdienlichen Batteriespeichern in Verbindung mit einer neu zu errichtenden, an das Verteilnetz angeschlossenen Photovoltaikanlage. Die Höhe der Förderung beträgt 200 Euro je kWh.

    Aufgrund der hohen Nachfrage sind die Fördermittel leider erschöpft. Es können deshalb keine neuen Anträge mehr gestellt werden. 

    Bayern
    • PV-Speicherprogramm im bayrischen 10.000 Häuser Programm
    • Nach Kapazität des Speichers gestaffelte Förderung ab 500 € in Zusammenhang mit der Neuerrichtung einer PV-Anlage
    • Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge bei Einbindung in das Energiemanagement des Batteriespeichers.
    Berlin
    • Stromspeicher-Förderprogramm Berlin (EnergiespeicherPLUS)  
    • Förderung von Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher mit 300 € je Kilowattstunde nutzbarer Kapazität. Bonus von 300 €, wenn Speicher bzw. das Energiemanagementsystem über eine prognosebasierte Betriebsstrategie verfügen.
    Nordrhein-Westfalen
    • Programm für Rationelle Energieverwendung, Regenerative Energien und Energiesparen (progres.nrw)
    • 150 Euro je kWh Förderung für stationäre elektrische Batteriespeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden PV-Anlage, keine Nachrüstung
    • Daneben Förderung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge
    Rheinland-Pfalz
    • Förderprogramm zur Energieeffizienz des Ministeriums für Umwelt
    • Solar-Speicher-Programm für Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher, keine Nachrüstung
    • Abwicklung über Energieagentur Rheinland-Pfalz, Förderung als nicht zurückzahlbarer Zuschuss
    Thüringen
    • Förderprogramm „Solar Invest“ über Thüringer Aufbaubank
    • Förderung von Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher

    Die Mittel für das Thüringer Photovoltaik-Förderprogramm „Solar Invest“ sind für 2021 bereits ausgeschöpft. Eine Fortsetzung des Programms im Jahr 2022 wird angestrebt.

    Für das ILB-Förderprogramm 1000-Speicher in Brandenburg können derzeit leider keine Anträge gestellt werden. 

    Die Mittel für das Klimaschutzprogramm von Schleswig-Holstein sind ebenso erschöpft, wie die Mittel für die Förderung in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. In Sachsen ist jedoch eine Fortsetzung „vorbehaltlich zur Verfügung stehender Haushaltsmittel" im II. Quartal 2021 geplant.

    Stromspeicher Förderung

    Regionale Förderprogramme

    Betreiber privater Solaranlagen können auch von regionalen Förderprogrammen profitieren. Da bei Programmen zur Photovoltaik-Förderung eine große Fluktuation herrscht, empfiehlt sich für Interessenten vor der Anschaffung einer Anlage immer ein Blick in die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Zudem kann sich die Konsultation bei einem Energieberater oder die Nachfrage bei der Gemeinde lohnen.

    Steuer

    Indirekte Förderung durch steuerliche Abschreibung

    Mit der Einspeisung Ihres Solarstromes ins öffentliche Netz werden Sie theoretisch zu einem gewerblichen Stromproduzenten und müssen auf Einspeisevergütung und Eigenbedarf bzw. Eigenverbrauch eine Umsatzsteuer zahlen. Diese Pflicht entfällt im Rahmen der sogenannten Kleinunternehmerregelung, wenn Ihre jährlichen Einnahmen (Umsatz) 22.000 Euro nicht übersteigen. Doch es kann sich lohnen, auf diese steuerliche Regelung, an die Sie fünf Jahre gebunden sind, zu verzichten und auf Regelbesteuerung zu optieren. Als Betreiber privater Photovoltaikanlagen können Sie dann die Kosten für Anschaffung, Wartung und Reparatur von PV-Anlagen, Kosten, die sich aus der Installation ergeben (z.B. notwendige Dachumbauten) sowie Betriebskosten steuerlich geltend machen. Auch bekommen Sie die gezahlte Umsatzsteuer auf Wartung und Reparatur zurück.

    Die steuerliche Optimierung ist allerdings mit einigem Aufwand verbunden. So verlangt das Finanzamt regelmäßige Umsatzsteuervoranmeldungen. Als Betreiber der Photovoltaikanlage müssen Sie dem Netzbetreiber die Umsatzsteuer für die Einspeisevergütung in Rechnung stellen und die entsprechenden Beträge an das Finanzamt weiterleiten. Für den Betrieb der Photovoltaikanlage ist zudem eine Gewinn- und Verlustrechnung aufzustellen. Gewinne müssen versteuert werden (Einkommenssteuer), Verluste wirken steuermindernd.

    Effizienzhaus-Förderung

    Alternative zur direkten Photovoltaik-Förderung

    Bei einem Hausneubau und bei Sanierungen lässt sich durch geeignete Baumaßnahmen der Energiebedarf des Hauses senken. Maßstab ist hier der KfW-Effizienzhaus-Standard, der einen niedrigen Primärenergiebedarf mit einer guten Wärmedämmung (niedriger Transmissionswärmeverlust) verbindet. Werden die Energiespar-Standards eingehalten, bietet die KfW einen Kredit für die Baumaßnahmen.

    Die Photovoltaik selbst ist in diesem Rahmen nicht förderfähig, allerdings trägt sie zum niedrigen Primärenergiebedarf des KfW-Effizienzhauses bei. Je mehr Solarstrom in die Gebäudetechnik fließt, also für Lüftung, Heizung und Kühlung aufgewandt wird, umso größer ist der Beitrag der Photovoltaik dazu, dass die Anforderungen erfüllt werden. Im Moment werden im Zusammenhang mit KfW-Effizienzhäusern allerdings bevorzugt Solarthermieanlagen installiert, weil diese einen Beitrag zur Wärmegewinnung leisten. Im Zuge der Sektorenkopplung wird sich das aber ändern.

    Eine Kombination der Förderung für Energiesparhäuser mit dem Programm 270 zur Photovoltaikförderung ist möglich.

    Photovoltaik-Förderung nutzen
    Österreich

    Photovoltaikförderung in Österreich

    Die bundesweite OeMAG-Tarifförderung für PV-Anlagen an oder auf einem Gebäude kombiniert einen einmaligen Investitionszuschuss mit einem Fördertarif analog zur deutschen Einspeisevergütung.

    Die OeMAG-Investitionsförderung greift für neu errichtete Photovoltaik-Anlagen mit Netzanschluss. Per Einmalzuschuss werden (bei Anlagen bis 100 kWp) maximal 250 Euro/kWp, höchstens jedoch 30% der Investitionskosten gefördert. Förderfähig sind die Module und das Trägergerüst, die Montage, Verrohrung, Armaturen, Steuer-, Mess- und Regeleinrichtungen sowie Gutachten inklusive der erforderlichen Vorleistungen und Versuche. Die Beantragung der Förderung muss über das Onlinesystem der OeMag erfolgen.

    Soll auch der Speicher gefördert werden, muss das Verhältnis von installierter Leistung der Photovoltaikanlage zu nutzbarer Kapazität des Stromspeichers mindestens 0,5 kWh/kWp betragen. Dies gilt auch für Erweiterungen des Stromspeichers. Die maximal förderbare Speicherkapazität beträgt 50 kWh je Anlage. Der Zuschuss liegt bei 200 Euro pro kWh bzw. maximal 30 % der Investitionskosten.

    Für das Jahr 2021 sind die Kontingente sowohl für die Tarifförderung als auch für die Investitionsförderung der OeMAG bereits erschöpft.

    Zur Verfügung stehen noch Mittel im Förderprogramm des Klimafonds Investitionsförderung für PV-Anlagen bis 50 kWp. Gefördert werden bis Ende 2022 oder zur Ausschöpfung der Mittel neu installierte, im Netzparallelbetrieb geführte Photovoltaik-Anlagen. Die Förderungspauschalen werden in Form eines einmaligen Investitionskostenzuschusses ausbezahlt. Für Antragstellung ab 22.12.2020 gelten folgende Förderpauschalen.

    • 250 Euro/kWp für 0 bis 10 kWp
    • 200 Euro/kWp für jedes weitere kWp zwischen > 10–20 kWp
    • 150 Euro/kWp für jedes weitere kWp > 20 kWp bis 50 kWp

    Für gebäudeintegrierte Photovoltaik-Anlagen (GIPV) gibt es einen Bonus in der Höhe von zusätzlich 100 Euro/kWp.

    Neben der bundesweiten Förderung bieten einzelne Bundesländer länderspezifische Programme für Privatpersonen an. Eine Übersicht findet sich auf der Webseite pvaustria.at.

    Schweiz

    Photovoltaikförderung in der Schweiz

    Basis der Photovoltaik-Förderung in der Schweiz ist die Einmalvergütung. Für Photovoltaikanlagen unter 100 kWp (KLEIV) besteht diese aus einem Grundbeitrag und einem Leistungsbetrag. 

    Der Grundbetrag unterliegt seit seiner Einführung einer Degression, seit April 2020 beträgt seine Höhe noch 1.000 Franken. Auch der Leistungsbetrag sinkt kontinuierlich, für Anlagen unter 30 kWp liegt er bei 340 Franken pro Wp. Für gebäudeintegrierte PV-Anlagen liegen die Beträge etwas höher: 1.100 Franken und 380 Franken pro Wp. Für das Jahr 2021 wurden die Mittel für die Einmalvergütung deutlich aufgestockt. Auch wird durch die Einrichtung eines Online-Kundenportal die Beantragung der Einmalvergütung vereinfacht. Zum 1. Juli 2021 soll zudem die Plangenehmigungspflicht für Energieerzeugungsanlagen, die mit einem Niederspannungsverteilnetz verbunden sind, aufgehoben werden. Photovoltaik-Anlagen können dann einfacher, günstiger und schneller realisiert werden.

    Die Förderung der Anlage kann erst nach erfolgter Inbetriebnahme bei der Pronovo AG beantragt werden. Pronovo, eine Tochtergesellschaft der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid, ist zuständig für die Abwicklung der Förderprogramme für erneuerbare Energien des Bundes.

    Zur Einmalförderung kommt eine Vergütung pro Kilowattstunde, ähnlich der Einspeisevergütung in Deutschland. Von 2009 bis 2018 gab es dafür das im Energiegesetz (EnG) verankerte Förderinstrument der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV). Produzenten von Strom aus Erneuerbaren Energien erhielten danach eine garantierte Vergütung für ins Netz eingespeisten Strom. Mit der Neugestaltung des EnG wurde die KEV in das Einspeisevergütungssystem (EVS) mit Direktvermarktung umgewandelt.

    Die Förderung nach EVS besteht aus drei Komponenten, dem Marktpreis, einer Einspeiseprämie, die sich am Referenz-Marktpreis orientiert, und einem technologiespezifischen Bewirtschaftungsentgelt, das den Aufwand für die Vermarktung decken soll.

    Neben den staatlichen Zuschüssen gibt es auch Photovoltaik-Förderungen von  einigen wenigen Kantonen und Gemeinden.