Solarpanele für die Steckdose

Solarpanele für die Steckdose bieten auch Mieterinnen und Mietern die Möglichkeit, eigenen Solarstrom zu produzieren. Sie lassen sich an der Balkonbrüstung oder auf der Terrasse befestigen und speisen den Solarstrom in den Haushaltsstromkreis ein.
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    Solarpanele für die Steckdose: Mini-PV-Anlagen auch für Mieter

    Solarpanele für die Steckdose bieten Menschen, die keine große Photovoltaikanlage installieren können, trotzdem die Möglichkeit, eigenen Solarstrom zu erzeugen. Solche Solarpanele sind für den Anschluss an einen 230-V-Stromkreis geeignet und können unkompliziert im eigenen Haushalt genutzt werden. Sie dienen ausschließlich dem Eigenbedarf und werden beispielsweise auf der Terrasse oder an einer Balkonbrüstung platziert. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen.

    Wie funktionieren die Solarpanele für die Steckdose? 

    Fertige Solar-Sets für 230-V-Stromkreise werden unter den Namen „Balkonmodule“, „Mini-PV-Anlagen“ oder „Plug-and-Play-Solaranlagen“ verkauft. Sie eignen sich für die Anbringung an Balkonbrüstungen, auf Terrassen, auf kleineren Dachflächen vor dem Fenster, auf Garagendächern oder an Außenwänden. Ende 2021 waren in Deutschland bereits rund 190.000 Steckdosen-Solarpanele in Betrieb

    Der wesentliche Unterschied zwischen den typischen PV-Anlagen auf dem Hausdach und der praktischen „Photovoltaik mit Stecker“ besteht darin, dass Letztere bedeutend kleiner sind und entsprechend einen wesentlich geringeren Ertrag liefern. Sie bestehen meist aus einem oder zwei Standard-Solarmodulen. Eine Gesamtleistung von bis zu 600 Watt ist üblich. Trotz der verhältnismäßig geringen Leistung können Balkon-Anlagen einen (kleinen) Beitrag zur Energiewende leisten und die Stromkosten senken

    Ein weiterer Vorteil von Solarpanelen für die Steckdose besteht darin, dass sie auch von Laien angeschlossen und genutzt werden können. Eine Fachperson muss dafür nicht beauftragt werden. Die Module werden auch nicht fest installiert, d.h. bei einem Umzug können die Solarmodule einfach von der Steckdose getrennt und in der neuen Wohnung wieder eingesteckt werden. Die notwendige Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister (mehr dazu unten) kann der Betreiber selbst vornehmen. 

    Wichtiger Hinweis

    Auch wenn es möglich ist, mehr als zwei Solarmodule mit einem Wechselrichter zu verbinden, ist davon abzuraten. Werden mehr als 600 Watt zusätzlicher Leistung durch das Balkonkraftwerk zur Verfügung gestellt, kann es im ungünstigen Fall dazu kommen, dass die Ströme bei entsprechendem Verbrauch über 16 Ampere ansteigen, ohne, dass die Sicherung auslöst. Insbesondere bei älteren Elektroinstallationen besteht dann die Gefahr eines Kabelbrandes.

    Solar-Steckdosenmodule sind im Gegensatz zu Photovoltaikanlagen nicht dazu gedacht, Strom ins öffentliche Stromnetz einzuspeisen. Stattdessen wird der gewonnene Solarstrom direkt im hauseigenen Stromnetz verbraucht. Reicht der erzeugte Strom nicht aus, um den Bedarf zu decken – was aufgrund des geringen Ertrags der Regelfall ist – wird wie gewohnt zusätzlicher Haushaltsstrom aus dem Stromnetz bezogen. 

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    Aufbau der typischen 230-V-Solar-Sets

    Auch wenn umgangssprachlich von „Photovoltaikanlagen für die Steckdose“ die Rede ist, merkt die Verbraucherzentrale an, dass es sich dabei im technischen Sinn nicht um „Anlagen“ handelt, sondern eher um stromerzeugende Haushaltsgeräte. Solarpanele für die Steckdose sind typischerweise wie folgt aufgebaut:

    • Ein 230-V-Solar-Set besteht meist aus einem oder zwei Solarmodulen der Größe 1,00 × 170 cm. Ein Solarmodul wiegt ca. 20 Kilogramm und hat eine Nennleistung von ca. 280–350 Watt. Auch kleinere Solar-Steckdosenmodule sind erhältlich. Diese bewegen sich im Bereich 50 bis 150 Watt Nennleistung und eignen sich auch für die Anbringung an kleinen Balkonbrüstungen. 
    • Solarmodule erzeugen zunächst einmal Gleichstrom. Damit dieser aus den Solarzellen für die Steckdose im Haushalt nutzbar wird, benötigt man einen Wechselrichter, der den Solarstrom in Wechselstrom umwandelt. Dieser ist in die steckerfertigen Solarmodule bereits integriert. Über den Wechselrichter lässt sich auch ein Zuviel an Leistung abregeln.
    • Der Solarstrom wird über die Steckdose dem Haushaltsnetz zugeführt. Das geschieht über Kabel mit Steckverbindungen. Zum Einsatz kommt entweder der gewohnte Schutzkontaktstecker („Schuko-Stecker“) oder ein sogenannter Wieland-Stecker. Letzterer bietet erhöhte Sicherheit, setzt jedoch die Installation einer entsprechenden Steckdose voraus. So können die Solarpanele an einen 230-V-Stromkreis angeschlossen werden.
    • Auch Solarpanele mit Stecker müssen sicher montiert werden. Dazu werden die Sets mit entsprechendem Montagezubehör geliefert, oder das Material muss je nach Befestigungsort zugekauft werden. Keinesfalls darf auf die fachgerechte Montage verzichtet werden, da die Module auch auf dem Balkon oder der Terrasse starkem Wind ausgesetzt sind. 
    • Wie viel Strom die Solarpanele für die Steckdose erzeugen, ist nicht ohne Weiteres ersichtlich. Manche Komplettsets sind mit einer Messeinrichtung ausgestattet, auf die sich über eine App oder einen Smart Meter zugreifen lässt. Alternativ lässt sich ein Strommesser zwischen dem Solarpanel und der 230-V-Steckdose anbringen. 

    Kosten und Nutzen von Solarpanelen mit Stecker

    Während auch Solarpanele für die Steckdose einen Beitrag zur Energiewende leisten können, ist ihr Einsatz nur dort sinnvoll, wo die Standortbedingungen günstig sind. Idealerweise werden sie in südöstlicher bis südwestlicher Richtung angebracht und bleiben frei von Verschattungen. Solche Verschattungen können durch umstehende Gebäude, aber auch durch andere Balkone, durch Bäume oder Laternenmasten verursacht werden. 

    Unter günstigen Bedingungen kann ein Stecker-Solarmodul mit einer Leistung von 380 Watt rund 280 Kilowattstunden (kWh) Solarstrom im Jahr erzeugen. Für die verhältnismäßig geringe Leistung ist vor allem die nicht-ideale Neigung von 90° verantwortlich. Bei einem Strompreis von 32,87 Cent pro kWh (Durchschnitt im Jahr 2021) bedeuten 280 kWh eine jährliche Ersparnis von etwa 92 €. Zieht man nun in Betracht, dass ein Solarpanel für die Steckdose derzeit zwischen 300 und 600 € kostet, amortisiert sich die Anschaffung nach etwa 3–7 Jahren. Die Solarmodule haben jedoch eine Lebensdauer von 20 Jahren und mehr, sodass sich der Kauf lohnen kann. Der Standort ist allerdings entscheidend. 

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    Förderung und Anmeldung von Solar-Steckdosenmodulen

    In Deutschland sind bundesweite Förderungen für Photovoltaikanlagen zugänglich. Für die viel kleineren Solarpanele für die Steckdose ist das nicht der Fall. Jedoch bieten einige Bundesländer und Kommunen Fördermöglichkeiten an, sodass sich eine individuelle Recherche lohnt. Dabei ist zu beachten, welche Voraussetzungen für die Förderungen gelten. Bisweilen muss etwa die Installation der Anlage durch eine Fachperson überprüft werden, was den Anschaffungspreis und damit die Amortisationszeit in die Höhe treibt. 

    Die Anmeldung der Steckdosenmodule ist einfach und kann vom Betreiber selbst durchgeführt werden. Zum einen muss der Betrieb eines Steckdosen-Solarpanels dem Netzbetreiber gemeldet werden. Wichtig ist dabei auch die Übermittlung des Datenblatts zum Wechselrichter, der mit einer Konformitätserklärung laut VDE AR 4105 ausgestattet sein muss, da sonst der Anschluss ans Stromnetz nicht zulässig ist. Außerdem braucht der Netzbetreiber das Datum der Inbetriebnahme, die Modell- und Seriennummer sowie die genaue Bezeichnung der Anlage.

    Selbst 230-V-Solarpanele müssen, auch wenn sie keinen Strom ins öffentliche Stromnetz einspeisen, der Bundesnetzagentur gemeldet werden. Ähnlich wie bei der Anmeldung von Photovoltaikanlagen geschieht das mithilfe des Marktstammdatenregisters. Der Anmeldeprozess ist unkompliziert und kann online durchgeführt werden. 

    Was gibt es beim Kauf eines Solarpanels für die Steckdose zu beachten?

    Bevor ein Solarpanel mit Stecker gekauft und angebracht wird, muss der Vermieter oder die Hausgenossenschaft eine Genehmigung erteilen. Diese kann jedoch nicht ohne Weiteres verweigert werden, sodass es sich dabei eher um eine Formsache handelt. Entgegenstehen könnte der Anbringung aber beispielsweise ein eventueller Denkmalschutz des Gebäudes. 

    Wenn das Solarpanel an einen 230-V-Stromkreis angeschlossen wird, ist möglicherweise ein Austausch des Stromzählers notwendig. Herkömmliche Stromzähler mit Drehscheibe könnten sonst rückwärts laufen, wenn Strom in das Haushaltsstromnetz eingespeist wird. Um den Austausch kümmert sich der Netzbetreiber, der dafür auch keine Kosten in Rechnung stellen darf. Lediglich die jährliche Nutzungsgebühr für den Stromzähler kann um die zulässigen 20 € pro Jahr steigen. Alternativ kommen intelligente Energiemanagementsysteme infrage. 

    Nicht zuletzt sollten Betreiber auf sichere und geprüfte Solarpanele für die Steckdose setzen. Einen Standard dafür hat die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie geschaffen: Der DGS-Sicherheitsstandard 0001:2019-10 garantiert, dass die steckerfertigen Solarmodule ebenso sicher betrieben werden können wie die größeren Photovoltaikanlagen. 

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