Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Das Gebäudeenergiegesetz – kurz GEG – legt den Rahmen für die energetischen Mindestanforderungen an Neubauten, Bestandsgebäude und den Einsatz von erneuerbaren Energien zur Wärme- und Kälteversorgung fest.
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    Das Gebäudeenergiegesetz – kurz GEG – zielt auf einen sparsamen Energieverbrauch in Gebäuden. Zugleich unterstützt es den Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärme- und Energieversorgung. Das Gebäudeenergiegesetz ist ein zentraler Hebel, um klimaschädigende Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor zu reduzieren. Es ist ein wichtiges Instrument für den Klimaschutz.  

    Gebäudeenergiengesetz (GEG)

    Was ist das Gebäudeenergiegesetz?

    Der vollständige Name des  Gebäudeenergiegesetzes lautet „Gesetz zur Einsparung von Energie und Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden“. Das GEG gilt für alle beheizbaren oder klimatisierbaren Gebäude. Es legt den Rahmen für die energetischen Mindestanforderungen an Neubauten, Bestandsgebäude und den Einsatz von erneuerbaren Energien zur Wärme- und Kälteversorgung fest. Das GEG umfasst Vorgaben zu Heizungs- und Klimatechnik sowie zur Wärmedämmung und Kühlung von Gebäuden. 

    Das Gebäudeenergiegesetz findet Anwendung auf Bauvorhaben und ist die rechtliche Grundlage für Bauanträge, Bauanzeigen und Kenntnisgaben. Mit Kenntnisgaben bzw. Kenntnisgabeverfahren ist gemeint, dass anstelle einer behördlichen Genehmigung, ein Bauprojekt zur Kenntnis bei Behörden angezeigt wird. 

    Warum gibt es das Gebäudeenergiegesetz?

    Schätzungsweise rund 35 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf Gebäude. Dadurch verursacht der Gebäudesektor jährlich circa 120 Millionen Tonnen an Treibhausgasemissionen. Für das Erreichen der Klimaschutzziele in Deutschland müssen diese um mehr als 40 Prozent im Gebäudesektor zum Vergleichsjahr 1990 reduziert werden. 

    Als zentraler Stellhebel hierfür dient das Gebäudeenergiegesetz (GEG). Es trat am 1. November 2020 in Kraft und löste drei bis dahin geltende Regelwerke ab. Zu diesen gehörten die Energieeinsparverordnung (EnEV), das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG). Diese fasst das Gebäudeenergiegesetz nun in einem vereinheitlichten Regelwerk zusammen. Die anderen drei Gesetze traten damit außer Kraft. 

    Zum Teil wurden jedoch Regelungen aus den vorherigen Regelwerken in das neu gestaltete GEG übernommen. Das GEG ist insgesamt verständlicher und damit nachvollziehbarer. Es trägt zum Abbau von Bürokratie bei. Denn die alten Gesetze widersprachen sich teilweise und waren daher schwer in die Praxis überführbar. Das GEG erleichtert somit Bauplanern, Handwerkern und Gebäudeeigentümern die Umsetzung der rechtlichen Anforderungen. 

    Für welche Gebäude greift das Gebäudeenergiegesetz?

    Das Gebäudeenergiegesetz gilt laut Paragraf 2 GEG 2020 für Wohngebäude in privatem Eigentum, wie auch öffentliche Gebäude. Wesentliches Kriterium ist, dass es sich hierbei um beheizte und klimatisierte Gebäude handelt. Gebäude wie Stall- oder Lagerhallen, Gewächshäuser oder Gebäude, die zu Religionszwecken genutzt werden, fallen nicht unter das GEG. 

    Ebenso vom Gebäudeenergiegesetz ausgenommen sind Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen sowie Gebäude, deren Bausubstanz als erhaltenswert eingestuft ist. Hier darf von gesetzlich vorgeschriebenen Mindestanforderungen abgewichen werden, sofern davon das äußere Erscheinungsbild durch die Maßnahmen beeinflusst werden würde.

    Das GEG gilt für alle Sanierungsmaßnahmen in Gebäuden. Jedoch besteht eine Bagatellgrenze, wenn weniger als 10 Prozent der Baufläche davon betroffen sind. In dem Fall kommt das GEG nicht zur Anwendung. Bei umfangreichen Sanierungsmaßnahmen muss hingegen der Wärmeschutz berücksichtigt werden und unter Umständen eine Dämmung erfolgen.

    Was regelt das Gebäudeenergiegesetz?

    Das Gebäudeenergiegesetz ist die gesetzliche Grundlage, wenn es um den Neubau von Gebäuden oder Sanierungen geht. Neben den energetischen Mindestanforderungen und Energiestandards in Gebäuden, enthält es Vorgaben zum Heizungsaustausch oder zum Energieausweis. Das GEG soll den wachsenden Erfordernissen beim Klimaschutz und der Energieeffizienz nachkommen und bezieht es sich auf das Klimaschutzprogramm 2030 des Bundes. 

    Gleichzeitig soll es dafür sorgen, dass Wohnraum und auch das Bauen bezahlbar bleiben. Es vereint daher den Anspruch an Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit in sich. Das GEG setzt auf nationaler Ebene europäische Vorgaben der EU-Gebäuderichtlinie (Richtlinie 2010/31/EU des Europäischen Parlaments und Rates) zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden um. Es bestimmt die energetischen Anforderungen an das Gebäude. 

    Berechnungsgrundlagen des GEG

    Laut GEG dürfen beispielsweise bestimmte Werte für den Jahresprimärenergiebedarf nicht überschritten werden. Die zentrale Kenngröße gibt an, wie viel Energie für das Heizen, Lüften, Kühlen und die Warmwasserbereitung im Jahr benötigt wird. Über den Jahresprimärenergiebedarf lässt sich ermitteln, welche Umweltauswirkungen Gebäude haben. Die Kennzahl umfasst alle Prozesse der Energiebereitstellung vom Rohstoffabbau über den Transport bis hin zur Nutzung im Gebäude. 

    Alternativ zum Primärenergiebedarf lässt sich auch die Menge zulässiger Treibhausgasemissionen berechnen. Allerdings ist dies die weniger gebräuchliche Methode. Ebenso dürfen laut GEG bestimmte Werte beim Wärmeverlust der Gebäudehülle nicht überschritten werden. Ist dies der Fall, muss gegebenenfalls nachgerüstet werden. Zu den entsprechenden Maßnahmen gehören beispielsweise das Dämmen der Gebäudehülle oder der obersten Geschossdecke.

    Das Gebäudeenergiegesetz zielt zudem auf den Einsatz energieeffizienter Anlagentechnik bei Heizungen, Lüftungen, Kühl- und Warmwasseranlagen. Dazu zählen auch das Ausstatten von Heizungsanlagen mit Raumtemperaturreglern oder das Auswechseln von Anlageteilen, wie veralteter Heizkessel.  

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    Welche Änderungen gibt es im GEG?

    Zahlreiche Regelungen wurden aus den ursprünglichen Gesetzen übernommen. So wurden beispielsweise aus der Energieeinsparverordnung (EnEV) die energetischen Anforderungen an Neubauten und an den Gebäudebestand eins zu eins übertragen. Damit fanden keine höheren Anforderungen für den Wärmeschutz Eingang ins GEG und die gesetzlichen Vorgaben bei einer Sanierung oder beim Dämmen blieben unverändert. Jedoch können ab 2023 die geltenden Regelungen auf den Prüfstand gestellt werden. Das kann höhere energetische Anforderungen an Neubauten und bestehende Gebäude zur Folge haben. Neuregelungen im GEG betreffen vor allem:  

    • den Austausch von Heizungsanlagen 
    • den Einsatz erneuerbarer Energien
    • das Erbringen von Nachweisverfahren
    • das Ausstellen von Energieausweisen
    • das Erbringen einer Erfüllungserklärung 
    • die Pflicht zur Inanspruchnahme von Energieberatungen
    • die Regelung von Förderungen
    • die Novellierung des GEG 

    Was sich hinter den Neuerungen des GEG verbirgt, haben wir in den folgenden Absätzen für Sie zusammengefasst.       

    Heizungsanlagen 

    Neu geregelt wurden Einbau und Betrieb von Heizungsanlagen. Das GEG sieht ab 2026 ein Verbot für den Einbau und Betrieb von Öl- oder Kohlekesseln vor. Es gibt jedoch Ausnahmen, wenn beispielsweise bei einer auf Öl oder Kohle basierenden Wärmeversorgung ein gewisser Anteil über erneuerbare Energien gedeckt wird. Ausnahmen bestehen ebenso für Eigentümer, die vor 2002 ihr Haus bezogen haben und es keine Möglichkeiten für einen Austausch der Heizung oder den Einsatz erneuerbarer Energien gibt.

    Erneuerbare Energien

    Für Neubauvorhaben von Wohn- und Nichtwohngebäuden ist der Einsatz von erneuerbaren Energien zu einem bestimmten Prozentsatz für die Wärmeversorgung vorgesehen. Der Anteil berechnet sich nach der gewählten Technologie und kann daher unterschiedlich hoch ausfallen. Ebenso sind Gebäude in öffentlicher Hand mit einer erneuerbaren Energieversorgung auszustatten, wenn diese grundlegend renoviert werden. 

    Der Gesetzgeber sieht die Nutzung von Solarthermie, Wärmepumpen, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK), Brennstoffzellenheizung sowie den Einsatz von Fern- und Abwärme vor. Ebenso zulässig sind die Nutzung von Biogas, Biomethan oder biogenen Flüssiggasen in Brennwertkesseln oder über Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. 

    Der Vorgabe zur Nutzung von erneuerbarer Energie kann auch durch gebäudenah erzeugten erneuerbaren Strom nachgekommen werden. Entscheidend hierbei ist, dass mindestens 15 Prozent des grünen Stroms in die Wärme- bzw. Kälteversorgung fließen.    

    Nachweisverfahren

    Ein neu im Gebäudeenergiegesetz eingeführtes Nachweisverfahren für neue Wohngebäude entlastet Bauherren und Planer. Durch das „Modellgebäudeverfahren“ müssen diese nicht länger eigene Berechnungsnachweise erbringen.  Der Nachweis nach dem Modellgebäudeverfahren erfolgt durch einen Vergleich mit ähnlichen Gebäuden mit den gleichen typischen Merkmalen. Für mehrere Gebäude können Nachweise im Quartier erfolgen. Diese Option besteht bis Ende 2025. 

    Energieausweise 

    Das Gebäudeenergiegesetz macht strengere Vorgaben für das Ausstellen von Energieausweisen und legt Sorgfaltspflichten für Aussteller fest. Diese sind verpflichtet, Berechnungen durch Dritte sowie Angaben von Eigentümern zu prüfen. Bei bestehenden Zweifeln an den gemachten Angaben, dürfen diese nicht in den Ausweis übernommen werden. Bei Verstößen drohen Bußgelder. Zudem sind in den Energieausweis die CO2-Emissionen von Gebäuden anzugeben. Aussteller von Energieausweisen sind Handwerker und staatlich anerkannte Techniker mit einer entsprechenden Zusatzqualifikation. Diese können sowohl für Wohn- wie auch für Nichtwohngebäude Energieausweise ausstellen. Die vorher geltende Unterscheidung zwischen den Gebäudetypen entfällt. Ebenso neu eingeführt wurde die Pflicht zur Vorlage und Übergabe eines Energieausweises an Makler.

    Erfüllungserklärung 

    Neu im GEG ist auch die Vorgabe einer „Erfüllungserklärung“. Sie gilt für Neubauten und bei bestimmten Maßnahmen an Bestandsgebäuden und dient Behörden als Nachweis, dass die Anforderungen des GEG erfüllt wurden. Während der Energieausweis vornehmlich für den Markt als Kommunikationsinstrument gedacht ist, dient die Erfüllungserklärung als Dokument zur Vorlage bei Behörden. 

    Energieberatungen

    Beim Kauf eines Ein- oder Zweifamilienhauses sind laut Gebäudeenergiegesetz Energieberatungen verpflichtend. Wird eine Sanierung durchgeführt, besteht laut Paragraph 48 und 80 GEG die Pflicht zu einer kostenlosen Energieberatung. Insbesondere bei umfangreichen Sanierungsarbeiten an der Außenhülle des Hauses, für die energetische Berechnungen nötig sind, greifen die Paragrafen.

    Handwerker müssen in ihren Angeboten auf die Beratungspflicht hinweisen. Sobald Käufern von Ein- und Zweifamilienhäusern der Energieausweis vorliegt, sollten sie eine Energieberatung in Anspruch nehmen. Die Beratung führen Personen durch, die Energieausweise ausstellen dürfen. Das sind beispielsweise Energieberater oder regionale Energieagenturen. 

    Förderungen

    Im Gebäudeenergiegesetz sind Förderungen fest verankert. Sie adressieren zum einen den Einsatz erneuerbarer Energien. Zum anderen sind sie auf die Sanierung von Gebäuden ausgerichtet, um den Energieverbrauch zu reduzieren.  So fördert der Staat beispielsweise bis zu 45 Prozent der Investitionen in klimafreundliche Heizungen. Alternativ können auch steuerliche Vergünstigungen, auf drei Jahre verteilt, geltend gemacht werden.

    Novellierung 

    Für 2023 ist eine Überprüfung des Gebäudeenergiegesetzes vorgesehen. Der Bund entscheidet, inwieweit Nachbesserungen nötig sind. So können beispielsweise die Anforderungen an Klimaschutz und Energieeffizienz erhöht werden. Der Gesetzgeber kann ebenso höhere Forderungen in Bezug auf den Einsatz erneuerbarer Energien vornehmen.  

    Im Folgenden geben wir Ihnen weitergehende Informationen zum Gebäudeenergiegesetz an die Hand. Sie erfahren Wissenswertes:

    • zur Fachunternehmererklärung
    • zur Austauschpflicht für alte Heizungen 
    • zu Bußgeldern
    • zu Elementen des Gebäudeenergiegesetzes
    Gebaeudeenergiengesetz

    Informationen zur Fachunternehmererklärung

    Paragraf 96 GEG 2020 regelt das Ausstellen einer Fachunternehmererklärung. Wurde ein Fachunternehmen für eine Sanierungsmaßnahme beauftragt, so bestätigt das Unternehmen dem Eigentümer nach Abschluss der Maßnahme, die Vorgaben des GEG eingehalten zu haben. Unternehmen sind verpflichtet, eine solche Erklärung dem Eigentümer auszustellen, wenn zum Beispiel die Gebäudehülle saniert wurde. 

    Das betrifft Arbeiten an der Fassade, den Austausch von Türen oder Fenstern, Dämmmaßnahmen im Keller und an der Kellerdecke, am Dach oder Dachboden. Die Abgabe einer Erklärung ist ebenfalls Pflicht, wenn eine neue Heizung installiert wurde, Umwälz- oder Zirkulationspumpen eingebaut oder ausgetauscht wurden. Auch bei Dämmmaßnahmen an Warmwasserleitungen oder Wärmeverteilungsleitungen sowie bei Klima- und Lüftungsanlagen ist dem Eigentümer eine Fachunternehmererklärung auszuhändigen. Stellt der beauftragte Handwerksbetrieb keine Erklärung aus, kann dies Bußgelder für die Fachbetriebe zur Folge haben. Eigentümer sind ebenfalls verpflichtet, die Erklärung auf Verlangen bei Behörden vorzulegen. Bei nicht Vorlegen drohen ebenfalls Bußgelder. 

    Eigentümer wiederum sind angehalten, die Fachunternehmererklärung für einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren aufzubewahren. Sie dient dem Nachweis gegenüber Behörden und als Nachweis für Förderungen. Das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fordern die Erklärung zur Auszahlung von Fördergeldern ein. Sie dient zudem als Beleg dafür, welche Bauteile verbaut worden sind. Die Angaben fließen in den Energieausweis zur Erhebung des energetischen Standards ein.

    Es gibt laut GEG jedoch keine Vorgaben zum Ausstellen der Bescheinigung. Die Erklärung kann daher formlos erfolgen. Fachverbände, Landesbauministerien oder Bauämter stellen Vorlagen oder Formulare zum Ausfüllen kostenfrei zur Verfügung. Die BAFA versendet beispielsweise zusammen mit dem Zuwendungsbescheid ein Formular für die Fachunternehmererklärung.

    Informationen zur Austauschpflicht für alte Heizungen

    Die Austauschpflicht alter Heizungen regelt Paragraf 72 GEG 2020. Dieser besagt, dass Gas- und Ölheizungen, die vor dem 1. Januar 1991 verbaut worden sind, nicht länger betrieben werden dürfen. Dies betrifft alte Heizkessel, wie sogenannte Standardkessel und Konstant-Temperaturkessel. 

    Für Gas- und Ölheizungen, die nach diesem Zeitpunkt aufgestellt wurden oder in Betrieb gegangen sind, besteht eine Wechselpflicht nach Ablauf von 30 Jahren. Allerdings gibt es Ausnahmen. So gilt eine Wechselpflicht nicht bei Niedertemperaturkesseln und Brennwertkesseln mit besonders hohem Wirkungsgrad. 

    Auch Eigentümer, die seit 2002 ein Einfamilien- oder Zweifamilienhaus bewohnen, sind von der Austauschpflicht ausgenommen. Die Pflicht zum Heizungswechsel trifft vor allem Eigentümer, die ein Ein- oder Zweifamilienhaus neu erwerben. Sie müssen den Heizungswechsel innerhalb von zwei Jahren vornehmen. Ebenfalls gelten Ausnahmen für Heizungen mit einer Nennleistung unter vier Kilowatt oder über 400 Kilowatt.

    Informationen zu Bußgeldern

    In Paragraf 108 GEG 2020 sind die Bußgeldvorschriften geregelt. Eine Missachtung der Regelungen des Gebäudeenergiegesetzes stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Eigentümer müssen mit Bußgeldern zwischen 5.000 und 50.000 Euro rechnen. Am höchsten fallen Bußgelder aus, wenn die Vorgaben zur Dämmung oder die Austauschpflichten von Heizungen nicht beachtet werden. Wird ein Energieausweis bei Vermietung, Verkauf oder Verpachtung nicht zeitnah übergeben, sind Bußgelder in Höhe von 10.000 Euro möglich. 

    Ebenso können Bußgelder anfallen, wenn Daten nicht korrekt sind oder Vorgaben zur Inspektion von Klimaanlagen nicht erfüllt werden. Fachbetrieben und Handwerksunternehmen drohen bei Nichtausstellen einer Fachunternehmererklärung Bußgelder in Höhe von bis zu 5.000 Euro.

    Elemente des Gebäudeenergiegesetzes

    Das Gebäudeenergiegesetz ist nach rechtsförmlichen Vorgaben erstellt. Es unterteilt sich in folgende Gliederungselementen: 

    • Teil 1: Allgemeiner Teil 
    • Teil 2: Anforderungen an zu errichtende Gebäude 
    • Teil 3: Bestehende Gebäude
    • Teil 4: Anlagen der Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie der Warmwasserversorgung
    • Teil 5: Energieausweise
    • Teil 6: Finanzielle Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien für die Erzeugung von Wärme und Kälte und von Energieeffizienzmaßnahmen
    • Teil 7: Vollzug
    • Teil 8: Besondere Gebäude, Bußgeldvorschriften, Anschluss- und Benutzungszwang
    • Teil 9: Übergangsvorschriften

    Weitere Details zu den einzelnen Gliederungselementen hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung auf seinem Info-Portal Energieeinsparung zum Gebäudeenergiegesetz hinterlegt.  Ebenso informiert sie die Verbraucherzentrale über die Regelungen im neuen Gebäudeenergiegesetz.

    Die Regelungen des Gebäudeenergiegesetzes finden Sie unter Gesetze im Internet  oder im Bundesgesetzblatt zum Nachlesen.

    Weitere Informationen zum Gebäudeenergiegesetz hält das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen parat. Hier finden Sie eine Kurzfassung der Inhalte.