Wallbox-Förderung

Mit einer Wallbox kann das Elektroauto kostengünstig und umweltfreundlich daheim aufgeladen werden. Die Anschaffung der Geräte wird auf vielfältige Weise gefördert.
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    Förderung durch KfW, Bundesländer und Kommunen

    Die Zahl der in Deutschland zugelassenen Elektro-Autos wächst schnell, doch der Ausbau der Ladeinfrastruktur kommt nur schleppend nach. Während ca. 250.000 Ladepunkte für eine flächendeckende Versorgung benötigt werden, sind an öffentlichen Ladesäulen Stand August 2021 nur knapp 40.000 Ladepunkte verfügbar. Kein Wunder also, dass die Nutzer von Elektroautos auf die Selbstversorgung setzen: Vier von fünf Ladevorgängen finden aktuell in der heimischen Garage statt. 

    Wozu wird eine Wallbox benötigt?

    Rein theoretisch lässt sich ein Elektro-Auto auch an der heimischen Steckdose aufladen, doch sprechen zwei wesentliche Gründe dagegen: 

    • Bei 220 V Netzspannung ist die Ladezeit sehr hoch
    • Die für den Ladevorgang notwendigen hohen Ströme überlasten die Hausinstallation.  

    Zudem ist das Laden an der Steckdose nicht sehr effizient. Probleme, die sich durch die Installation einer Wallbox lösen lassen. Für die Anschaffung der Geräte gab und gibt es verschiedene Zuschüsse 

    • über das KfW-Programm 440 (ausgelaufen)
    • über länderspezifische Programme 

    Für den Aufbau einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge gibt es darüber hinaus bundesweite und lokale Programme. 

    Wallbox Förderung sichern

    KfW-Programm 440 – Förderung privater Ladestationen (ausgelaufen)

    Im November 2020 stellte das Bundesverkehrsministerium (BMVI) die ersten 200 Millionen Euro für das Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung. Innerhalb eines Jahres wurde der Zuschuss auf insgesamt 800 Millionen Euro aufgestockt. Bis zum Auslaufen der Maßnahme im November 2021 gingen mehr als 600.000 Anträge ein.  

    Beantragt werden konnte ein Zuschuss von 900 Euro pro Ladepunkt, der Antrag bei der KfW war vor Bestellung der Ladestation zu stellen. Die Fördersumme wurde nach Einreichung der Rechnungen für Kauf und Installation ausgezahlt.  

    Den Zuschuss erhielten ausschließlich Ladestation mit einer Ladeleistung von 11 kW. Für höhere Ladeleistungen wurde eine Abregelung auf diesen Wert gefordert (Ab 12 kW sind Ladestationen genehmigungspflichtig. Aber auch darunter müssen sie beim Netzbetreiber angemeldet werden). Außer der Ladestation selbst konnten alle mit der Installation verbundenen notwendigen Arbeiten gefördert werden, wie die Modernisierung der Hauselektrik und der Telekommunikationsanbindung der Ladestation, Erdarbeiten und Maßnahmen am Netzanschluss. 

    Eine Voraussetzung für den Erhalt der Förderung bestand darin, dass die Ladestation über die Schnittstelle für eine intelligente Steuerung wie den SOLARWATT Manager verfügt. Diese Steuerung sollte es ermöglichen, die Ladeleistung zu begrenzen und den Ladevorgang zeitlich zu verschieben. 

    Außerdem gehörte es zu den Bedingungen des KfW-Programms 440, dass der Ladestrom zu 100% aus erneuerbaren Energien stammt. Nutzer konnten diese Bedingungen erfüllen, indem sie die Wallbox mit selbst erzeugtem Strom aus erneuerbaren Quellen speisten oder Ökostrom von einem Anbieter bezogen.  

    Wie bereits erwähnt, ist das Förderprogramm Ende 2021 ausgelaufen. Ob es fortgesetzt wird, ist noch unklar. Darüber müsse die neue Bundesregierung entscheiden, heißt es aus dem Verkehrsministerium. Laufende Anträge sind von dem Stopp nicht betroffen. 

    Ladeinfrastruktur vor Ort (Förderung durch BMVI)

    Alternativ zum KfW-Programm 440 können Privatpersonen auch das Förderprogramm „Ladeinfrastruktur vor Ort“ des BMVI nutzen, allerdings nur, wenn die Wallbox öffentlich zugänglich ist. Gefördert mit bis zu 80 % werden die erstmalige Beschaffung und Montage von Ladepunkten sowie den Netzanschluss bis zu einer Ladeleistung von maximal 50 kW. 

    Der Antrag wird bei der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) eingereicht, Ansprechpartner für technische Fragen ist die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie NOW GmbH. Um den Maximalbetrag der Förderung zu erhalten, muss die öffentliche Zugänglichkeit der Ladestation rund um die Uhr gewährleistet sein. Ist die öffentliche Zugänglichkeit eingeschränkt, reduziert sich die mögliche Förderung entsprechend.  

    Landesweite und regionale Wallbox-Förderung 

    Welche weiteren Programme gibt es für Privatpersonen?

    Wer sich auf Landesebene nach einer Wallbox-Förderung umschaut, wird feststellen, dass es hier momentan nur noch wenige Möglichkeiten gibt, Zuschüsse für die Ladestation im eigenen Heim zu erhalten. Mehr Glück haben Interessenten da häufig auf kommunaler Ebene. Aktuelle Programme richten sich häufig an kleine und mittelständische Unternehmen, für die der Aufbau einer öffentlichen bzw. nicht-öffentlichen Ladeinfrastruktur erleichtert werden soll.  

    (Die hier aufgelisteten Programme erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)

     

    Derzeit gibt es nur in Baden-Württemberg eine echte Förderung privater Wallboxen in Form des BW-e-Solar-Gutscheins. Seit Dezember 2021 wird damit die Anschaffung einer Wallbox mit bis zu 500 Euro bezuschusst, wenn diese in Kombination mit Photovoltaik-Anlage zum Laden eines vollelektrischen Fahrzeuges angeschafft wird. Das erstzugelassene Elektroauto darf zudem höchstens eine Motorleistung von 160 kW haben. Die Förderung der Wallbox ist nur möglich, wenn diese über 500 € kostet und die Ladestation mindestens drei Jahre lang betrieben wird.  

    Ursprünglich wurden in Bayern Wallboxen über das 10.000 Häuser-Programm mitgefördert. Diese Möglichkeit entfiel mit der KfW-Förderung nach Programm 440. Eine Wiederaufnahme der Förderung von Wallboxen über das PV-Speicher-Programm ist nicht vorgesehen. Dafür stellen Städte, Kommunen und einige Energieversorger Zuschüsse für private Ladestationen zur Verfügung, so zum Beispiel in München, Dachau oder Nürnberg. 

    Angebote für die Förderung privater Wallboxen machen in Brandenburg vor allem Energieversorger wie die EMB Energie Mark Brandenburg GmbH (200 Euro „Mobilbonus“) oder die Stadtwerke Brandenburg

    In Hessen existieren einige kleinere kommunale Programme zur Wallbox-Förderung, so zum Beispiel in Marburg-Biedenkopf (200 Euro bis Ende 2021), Darmstadt (100 Euro) und Limburg an der Lahn (300 Euro).  

    In Mecklenburg-Vorpommern bieten Kommunen Fördermöglichkeiten an, so die Landeshauptstadt Schwerin über ihre Stadtwerke.

    In Nordrhein-Westfahlen wurde im April 2022 ein Programm für "Emissionsfrei Mobilität" innerhalb des Förderprogrammes progres.nrw aufgelegt. Dieses hat die Förderung der Ladeinfrastruktur im privaten Rahmen (ab vier Wohneinheiten) und für Unternehmen zum Ziel. Gefördert werden 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bis maximal 15.000 Euro. Für Gemeinden, Gemeindeverbände und Zweckverbände liegt die Förderung bei 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bis maximal 24.000 Euro.

    Daneben gibt es für Privathaushalte eine Förderung oder einen Bonus von Stadtwerken, wenn sie eine Ladestation installieren, so in Solingen, Düsseldorf oder Wuppertal.   

    Auf der Website energieagentur.rlp.de findet sich aber eine Übersicht über die Förderung der Elektromobilität durch Energieversorger und Kommunen in Rheinland-Pfalz. Mit dabei sind auch Förderungen für den Erwerb einer Wallbox.  

    In Sachsen förderte die Sächsische Aufbaubank SAB im Rahmen der „Förderrichtlinie Speicher“ die Errichtung dezentraler Stromspeicher (inkl. Quartierspeicher und Nachrüstsätze) , die mit Strom aus Photovoltaikanlagen betrieben werden. Das galt auch in Verbindung mit der ortsfesten Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Die Ladepunkte der Ladestation mussten dafür mit dem Stromspeicher verknüpft sein. Seit Mai 2021 können über das Programm aufgrund ausgeschöpfter Haushaltsmittel keine Förderungen beantragt werden, für 2022 stehen neue Mittel in Aussicht. 

    In Schleswig-Holstein fördert der Kreis Plön die Errichtung von öffentlich zugänglicher Normalladeinfrastruktur (bis einschließlich 22 Kilowatt). Es ist ausschließlich der Kauf von Ladeinfrastruktur förderfähig. Der Kreis Segeberg unterstützt die Anschaffung und Errichtung von öffentlich zugänglichen Ladestationen in Höhe von 75% der zuwendungsfähigen Ausgaben und Kosten.   

    Lohnt sich der Kauf einer Wallbox ohne Förderung?

    Die Kosten für eine private Wallbox liegen zwischen 500 und 2.500 Euro, hinzu kommt noch die Installation, die auch 1.000 Euro und mehr kosten kann. Ist die Wallbox einmal installiert, kommt es darauf an, woher der Strom für die Ladevorgänge kommt. Am günstigsten ist eigener Strom vom Dach. Pro gefahrenen 100 Kilometern schlägt die Ladung dann mit ca. 1,50 € zu Buche. Bei Netzstrom können es bis zu 4,50 € sein. Beim Tanken an öffentlichen Ladestationen liegt der Preis zwischen 5 und 6 Euro.  

    Anders ausgedrückt: Wer eigenen PV-Strom tankt, für den rentiert sich die Investition in eine Wallbox recht schnell, auch weil sich so der Eigenverbrauch erhöhen lässt. Wer mit Netzstrom lädt, der muss mit einer wesentlich längeren Amortisationszeit rechnen, die durch eine Förderung spürbar verkürzt werden kann. Selbstverständlich hat auch die Anzahl der gefahrenen Kilometer einen Einfluss darauf, wie viel Geld sich durch das Laden an der eigenen Wallbox gegenüber dem Laden an einer öffentlichen Ladestation sparen lässt. Wer viel fährt, spart mehr. Letztendlich ist das Hauptargument für eine Wallbox in der eigenen Garage jedoch die Unabhängigkeit von öffentlichen Ladesäulen, undurchsichtigen Tarifen oder unpassenden Ladekabeln.  

    Förderung einer privaten Wallbox

    Weitere Fördermöglichkeiten

    Neben der Förderung für die Wallbox im privaten Haushalt gibt es Programme zur Förderung öffentlicher und nicht-öffentlicher Ladestruktur.  Die wichtigsten sind das bereits erwähnte Programm "Ladeinfrastruktur vor Ort", das BMVI-Programm "Öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland " sowie zwei KfW-Programme. 

    Das KfW-Programm 441 nimmt die nicht-öffentliche Ladeinfrastruktur für Mitarbeiterparkplätze, für Elektrofahrzeuge betrieblicher oder kommunaler Flotten sowie für Dienstfahrzeuge in den Fokus. Das KfW-Programm 439 fördert mit 900 Euro pro Ladepunkt Ladestationen an Stellplätzen, die nur für Beschäftigte der Kommunen zugänglich sind. 

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