Photovoltaik: Reinigung und Wartung

Photovoltaikanlagen sind zum größten Teil selbstreinigend, dennoch kann die professionelle oder eigenhändige Reinigung sinnvoll sein. Um Kosten zu sparen, lassen sich Reinigung und Wartung verbinden. Ein Überblick über Kosten und Notwendigkeit.
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    Photovoltaik Reinigung

    Photovoltaik: Reinigung, Wartung und Unterstützung durch Firmen

    Die Photovoltaikanlage zu reinigen und zu warten, ist mit Kosten verbunden. Es liegt daher im Interesse der Betreiber, diese Kosten so gering wie möglich zu halten. Andererseits kann eine mangelnde Wartung oder Reinigung der Photovoltaik zu verminderten Erträgen oder sogar Schäden an der Anlage führen. Eine genaue Abwägung von Aufwand und Nutzen ist daher sinnvoll. Dieser Ratgeber unterstützt Sie darin. 

    Photovoltaikanlage reinigen: Nutzen und Notwendigkeit

    Photovoltaikmodule sind in der Regel zum großen Teil selbstreinigend: Aufgrund der Neigung der Module spülen Regen und Schnee den Schmutz ab, sodass eine intensivere Reinigung der PV-Anlage nur selten notwendig wird. Jedoch sind die Solarmodule über ihre gesamte Lebensdauer – immerhin mindestens 20 Jahre – der Natur und Umwelteinflüssen ausgesetzt. Auf den Modulen absetzen können sich zum Beispiel:

    • Staub und Rückstände von Abgasen
    • Laub und Baumnadeln
    • Pollen und Blüten
    • Vogelkot
    • Rückstände von Regen und Schnee

    Während Laub und Schnee bei einem empfohlenen Neigungswinkel von 30 bis 35 Grad nur selten liegen bleiben, können gerade Luftverschmutzung oder Vogelkot die Reinigung der PV-Anlage nötig machen. Insbesondere zwischen Glas und Rahmen setzt sich Schmutz ab, auch Moos kann sich hier bilden. Führen Sie keine regelmäßige Solarreinigung aus, vermindert sich dadurch möglicherweise der Wirkungsgrad der Solarmodule. Schließlich gelangt durch die Schmutzschicht weniger Sonnenlicht an die Module. 

    Ob eine regelmäßige Reinigung der Photovoltaikanlage tatsächlich verlässlich zu höheren Erträgen führt, wird derzeit noch erforscht. Zwar konnte eine Studie zeigen, dass durch die Reinigung Mehrerträge erwirtschaftet wurden ‒ diese Studie bezog sich jedoch auf sehr große PV-Anlagen, sodass die Ergebnisse nicht zwingend auf kleine PV-Anlagen auf Wohnhäusern übertragbar sind. Die PV-Anlage zu reinigen kann sinnvoll sein, wenn

    • man selbst eine Verminderung der Erträge festgestellt hat,
    • der Neigungswinkel der Module gering ist (z. B. bei einer PV-Anlage auf einem Flachdach),
    • die Anlage sich unweit von Bäumen mit klebrigen Pollen oder Blüten befindet (z. B. Birke, Ahorn, Linde),
    • stärkere und hartnäckige Verschmutzungen (etwa durch Vogelkot) bekannt sind oder
    • wenn die Anlage in der Nähe eines landwirtschaftlichen Betriebs oder einer Bahntrasse installiert ist, da hier stärkere Verschmutzungen durch Fettablagerungen oder Roststaub zu erwarten sind.
    Photovoltaik Reinigung von Schnee
    Schnee beeinträchtigt den Ertrag und sollte nach Möglichkeit vollständig entfernt werden

    PV-Module reinigen: Das sollten Sie beachten

    Bevor Sie eine Photovoltaikanlage selbst reinigen, empfiehlt es sich, gründlich die Betriebsanleitung zu lesen. Eventuell geben die Hersteller dort Hinweise und es wurden beispielsweise bestimmte Reinigungsmittel ausgeschlossen, weil diese die Solarmodule beschädigen können. Informieren Sie sich in jedem Fall auch, ob die Gefahr eines Garantieverlusts besteht, wenn Sie die PV-Anlage selbst reinigen. In diesem Fall ist es sinnvoller, Firmen mit der Reinigung der Photovoltaikanlage zu beauftragen, die dann die Haftung für Schäden übernehmen. 

    Grundsätzlich können Sie die Solarmodule selbst reinigen, indem Sie klares Wasser und einen weichen Schwamm oder eine Glasbürste verwenden. Leitungswasser kommt infrage, wenn es kalkarm ist, besser geeignet ist entmineralisiertes Wasser oder Regenwasser aus der eigenen Regentonne. Schwamm und Bürste dürfen das Glas nicht zerkratzen – hier gibt es Materialien speziell für die Reinigung von Solaranlagen zu kaufen. Scharfe oder ätzende Reinigungsmittel sollten Sie nicht verwenden. Eine milde Seife schadet bei der Reinigung von Photovoltaikanlagen aber nicht. 

    Wichtig: Sie sollten eine PV-Anlage nur selbst reinigen, wenn das gefahrlos möglich ist, etwa weil die Anlage sich auf dem Boden befindet oder auf einem Flachdach installiert ist. Möglicherweise können Sie die Anlage auch durch ein Dachfenster mit Teleskopstange und Gartenschlauch erreichen. Die Reinigung von einer Leiter aus ist ohne professionelle Absicherung für Laien sehr gefährlich. Auch sollte bedacht werden, dass die Anlage beschädigt sein kann, wodurch das Risiko eines Stromschlags besteht. 

    Firmen für die Reinigung der Photovoltaikanlage beauftragen

    Sind die Solarmodule hartnäckig verschmutzt oder ist die Anlage nicht sicher zu erreichen, sollten Sie die PV-Anlage unbedingt professionell reinigen lassen. Eine auf Photovoltaik spezialisierte Reinigungsfirma trifft die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen, reinigt die Anlage schonend und professionell. Darüber hinaus verfügt sie über eine Versicherung und übernimmt im Fall der Fälle auch die Haftung. Wie weit diese Haftung geht und welche Schäden versichert sind, sollten Sie aber vorab explizit abklären.

    Natürlich sollten die Preise für die Reinigung Ihrer Photovoltaikanlage nicht so hoch ausfallen, dass deren Wirtschaftlichkeit nicht mehr gewährleistet ist. Derzeit liegen die Kosten bei etwa 1 bis 2,50 Euro pro Quadratmeter. Für eine Anlage mit 50 Quadratmeter Fläche könnten die Kosten für die PV-Reinigung also etwa 90 Euro betragen. Idealerweise überwachen Sie als Betreiber bzw. Betreiberin den erzielten Ertrag der Anlage zum Beispiel über ein Energiemanagementsystem regelmäßig selbst. So können Sie abwägen, ob die professionelle Reinigung der Solarmodule günstiger ausfällt als eventuelle Ertragseinbußen. 

    Tipp

    Wenn Sie die Preise für eine Reinigung der Photovoltaikanlage durch eine Firma kalkulieren, vergessen Sie nicht, auch die Kosten zu berücksichtigen, die für die eigenhändige Reinigung anfallen würden – etwa für Reinigungsmittel, eine Teleskopstange, eventuelle Sicherheitsvorkehrungen etc. 

    In aller Regel muss eine Reinigungsfirma für Photovoltaik nicht jährlich aktiv werden. Eine Reinigung alle zwei Jahre ist meist ausreichend, sofern die Anlage nicht besonderen Verschmutzungen ausgesetzt ist. Bisweilen lassen sich die Preise für die Reinigung senken, wenn diese mit der regelmäßigen Wartung verknüpft und von derselben Firma durchgeführt wird.

    Wartung der Photovoltaikanlage: Notwendigkeit und Kosten

    PV-Anlagen sind in der Regel wartungsarm, da z.B. keine beweglichen Teile verbaut sind. Dennoch ist die regelmäßige Wartung der Photovoltaikanlage wichtig, um deren Funktionsfähigkeit über die lange Lebensdauer von etwa 20 Jahren und mehr zu gewährleisten. Auch Versicherungen und Garantieansprüche können davon abhängen. Eine allgemeine Vorschrift für die Wartung einer PV-Anlage besteht allerdings nicht. 

    Die Wartung einer Photovoltaikanlage umfasst beispielsweise:

    • die Prüfung auf technische Defekte
    • die Untersuchung auf sichtbare Beschädigungen, z. B. durch Tierbisse oder Witterungsschäden an den Modulen oder Kabeln
    • die Beseitigung von besonders starken Verschmutzungen
    • die Prüfung von Zähler- und Verteilerkästen, Steckverbindungen, Wechselrichtern etc.
    • die Überprüfung der Befestigung am Dach oder der Dachdurchdringung
    • die Installation von Software oder Systemupdates
    • die Überprüfung eines eventuell vorhandenen Stromspeichers

    Die Wartung von Photovoltaikanlagen wird etwa alle 2–4 Jahre empfohlen. Darüber hinaus sollten Betreiber eine PV-Anlage überprüfen und gegebenenfalls warten lassen, wenn nicht erklärbare Ertragseinbußen auftreten. Die Kosten für die Wartung einer PV-Anlage liegen bei etwa 150–250 Euro jährlich. Reduzieren lassen sich diese Kosten eventuell, wenn sich mehrere Nachbarn zusammenschließen und alle Anlagen am selben Tag überprüfen lassen. Auch Wartungsverträge bieten bisweilen günstigere Konditionen an. Nicht zuletzt lassen sich Services wie Wartung und Reinigung kombinieren – bisweilen mit Preisnachlässen.

    Tipp

    Planen Sie die Wartung Ihrer Solaranlage am besten für das Ende des Winters ein. So können eventuelle Schäden behoben werden, bevor die ertragreichsten Monate beginnen. 

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