Photovoltaik Eigenverbrauch

PV-Anlagen sind für Hausbesitzer am wirtschaftlichsten, wenn möglichst viel Solarstrom im eigenen Haushalt genutzt wird. Erfahren Sie hier mehr darüber, wie Sie Ihren Eigenverbrauch steigern können und wie Sie die Steuern dafür korrekt berechnen.
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    Photovoltaik Eigenverbrauch

    Photovoltaik für den Eigenverbrauch: Kosten und Steuern senken

    Mit dem kontinuierlichen Absinken bzw. dem im Vergleich zum Strompreis niedrigen Niveau der Einspeisevergütung ist es für Privatpersonen finanziell immer weniger attraktiv geworden, selbst gewonnenen Solarstrom ins öffentliche Stromnetz einzuspeisen. Stattdessen rentiert sich Photovoltaik vor allem für den Eigenverbrauch. Günstigere Stromspeicher und aktuelle Steuererleichterungen helfen, den Eigenverbrauch der PV-Anlage zu steigern und zugleich die anfallenden Kosten zu senken.

    Der Wandel von der Einspeisung zur PV-Anlage für den Eigenverbrauch

    Die Vergütung für eingespeisten Strom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz wurde ursprünglich geschaffen, um den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland zu unterstützen und zu fördern. Tatsächlich ist der Ausbau seitdem stark vorangeschritten, was mit einem steten Absinken der Einspeisevergütung einherging. Von einem Höchstwert von fast 60 Cent pro Kilowattstunde (kWh) ist sie mittlerweile auf unter 8 Cent pro kWh gesunken. 

    Das bedeutet, dass sich die Investition in eine Photovoltaikanlage mithilfe der Einspeisevergütung derzeit nicht decken lässt. Jedoch ist es möglich, durch Eigenverbrauch von Strom aus der Photovoltaikanlage die eigenen Stromkosten so zu senken, dass die Anlage sich Dank der Kostendifferenz rentiert. Bei 5,81 bis 11,01 Cent pro kWh Solarstrom gegenüber durchschnittlich 32,87 Cent pro kWh für regulären Haushaltsstrom (Durchschnitt im Jahr 2021) beträgt die Ersparnis 20 und mehr Cent pro kWh – Tendenz vermutlich steigend. Fazit: Je intensiver die PV-Anlage für den Eigenverbrauch genutzt wird, desto lohnenswerter. 

    Aktuell erreichen die meisten Haushalte bei der Nutzung von Photovoltaik nur einen Eigenverbrauch von etwa 25–35 %. Die PV-Anlage komplett für den Eigenverbrauch ohne Einspeisung zu nutzen, scheint auf den ersten Blick also kaum machbar. Das liegt vor allem daran, dass eine Photovoltaikanlage hauptsächlich dann Strom produziert, wenn er nicht unbedingt gebraucht wird, nämlich tagsüber während der sonnigen Mittagsstunden. Zu der Zeit also, zu der die Hausbewohner meist auf Arbeit oder in der Schule oder Universität sind. Tatsächlich können Anlagenbetreiber jedoch viel tun, um mehr Solarstrom für den Eigenverbrauch zu verwenden.

    Solarwatt Battery flex
    Mit der Battery flex von Solarwatt lässt sich der Eigenverbrauch deutlich steigern

    Photovoltaik zum Eigenverbrauch: großes Optimierungspotenzial

    Es sind im Wesentlichen drei große Stellschrauben, an denen sich drehen lässt, um Photovoltaik für den Eigenverbrauch zu optimieren:

    • die Zuschaltung weiterer Verbraucher
    • intelligentes Energiemanagement
    • die Nutzung eines Stromspeichers

    Gerade während der Mittagsstunden produziert die Photovoltaikanlage in vielen Haushalten mehr Strom, als für den Eigenverbrauch genutzt werden kann. Der restliche Strom wird dann ins Stromnetz eingespeist und mit der geringen Einspeisevergütung meist nicht wirtschaftlich vergütet. Idealerweise werden also während dieser Zeit weitere Verbraucher zugeschaltet, die viel Strom benötigen – etwa die Waschmaschine, ein Wäschetrockner, der Geschirrspüler oder auch eine Wallbox zum Laden des Elektroautos.

    Jedoch sind gerade berufstätige Menschen während der Mittagszeit meist gar nicht zu Hause und schon gar nicht in der Lage, konstant die Stromverteilung zu überwachen. Hier helfen intelligente Energiemanagementsysteme wie der SOLARWATT Manager flex, den Eigenverbrauch der PV-Anlage zu steigern: Sie schalten Geräte dann zu, wenn ein Überschuss an Strom vorhanden ist, und minimieren so den Strom, der eingespeist werden muss. 

    Nicht zuletzt wird die Nutzung von Photovoltaik für den Eigenverbrauch deutlich effizienter, wenn der Solarstrom auch in den Abend- und Nachtstunden genutzt werden kann. Das wird durch einen Stromspeicher wie die SOLARWATT Battery flex möglich. Durch den geschickten Einsatz eines Speichers lassen sich so bis zu 80 % des Solarstroms für den Eigenverbrauch nutzen. Erfahren Sie in einem ausführlichen Artikel, wie Sie Photovoltaik für den Eigenverbrauch weiter optimieren können.

    Achtung: Photovoltaik für den Eigenverbrauch ist nicht gleich Autarkie

    Selbst wenn es Betreibern gelingt, die installierte Photovoltaik zu 100 % für den Eigenverbrauch zu nutzen, bedeutet das nicht zwingend eine autarke Stromversorgung. Um vollständig unabhängig vom öffentlichen Stromnetz zu werden, kann je nach Stromverbrauch eine deutlich größere PV-Anlage notwendig sein. Diese wird dann in der Regel nicht vollständig für den Eigenverbrauch genutzt, weil sie mehr Strom produziert, als im Haushalt verbraucht werden kann. Der Anspruch einer vollständigen Autarkie lässt sich also im Allgemeinen nur durch deutlich höhere Investitionskosten realisieren, allerdings zulasten der Wirtschaftlichkeit der Anlage. Hinzu kommt, dass größere PV-Anlagen auch mehr Platz benötigen ‒ oftmals der limitierende Faktor für die Auslegung.

    Welche Steuern fallen bei Photovoltaikanlagen für den Eigenverbrauch an?

    Für Betreiber kleiner PV-Anlagen auf Hausdächern fällt in der Regel die Umsatzsteuer an. Bei PV-Anlagen wird die Steuer auch auf den Eigenverbrauch fällig, der als Betriebsentnahme gewertet wird. Umgehen lässt sich diese Steuer für PV-Anlagen zum Eigenverbrauch mithilfe der Kleinunternehmerregelung, die allerdings auch Nachteile mit sich bringt. So können Sie die für Kauf und Installation der PV-Anlage gezahlte Umsatzsteuer nicht verrechnen. 

    Beispiel: Umsatzsteuer für Photovoltaik zum Eigenverbrauch berechnen

    Wer umsatzsteuerpflichtig ist, darf für sämtliche Anschaffungskosten in Bezug auf die Photovoltaikanlage die Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend machen, was sich durchaus lohnen kann. Andererseits muss dann auch auf den Eigenverbrauch aus der PV-Anlage eine Steuer in Höhe von 19 % gezahlt werden. Das Finanzamt spricht hier von einer „Entnahme aus dem Betriebsvermögen zu privaten Zwecken“. 

    Um die Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch berechnen zu können, muss dieser zunächst ermittelt werden. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

    1. Pauschale Ermittlung der Steuer auf den Eigenverbrauch der PV-Anlage

    Die pauschale Ermittlung ermöglicht es, den Eigenverbrauch einer PV-Anlage unkompliziert zu versteuern, denn in diesem Verfahren wird jede Kilowattstunde, die zum Eigenverbrauch genutzt wurde, einfach mit einem Preis von 20 Cent angesetzt. Wer also 1.200 kWh Strom aus der Photovoltaikanlage selbst verbraucht hat, muss 1.200 kWh × 0,20 € = 240 € versteuern. 

    Die Umsatzsteuer liegt bei 19 %. Es fallen also 240 € × 0,19 € = 45,60 € Umsatzsteuer an.

    2. Berechnung der Umsatzsteuer auf Grundlage des Wiederbeschaffungswerts

    Als Rechengrundlage zur Ermittlung der zu zahlenden Umsatzsteuer dient in diesem Verfahren der durchschnittliche Einkaufspreis für Strom. Im Jahr 2021 waren das 32,87 Cent pro kWh. Abzüglich der 19 % Umsatzsteuer beträgt der Nettopreis für Haushaltsstrom somit 27,62 Cent pro kWh. Betreiber mit 1.200 kWh Eigenverbrauch aus der PV-Anlage müssen versteuern:

    1.200 kWh × 27,62 Cent = 331,44 € 

    Die Umsatzsteuer für diesen Betrag liegt bei 331,44 € × 0,19 € = 62,97 €

    Es ist also im Einzelfall zu prüfen, welches Verfahren für die Berechnung der Steuer bei Photovoltaik für den Eigenverbrauch günstiger ist. 

    Eine weitere Möglichkeit, den PV-Eigenverbrauch gar nicht versteuern zu müssen, ist der Betrieb der Anlage als Inselanlage, also ohne Anschluss an das öffentliche Stromnetz. Zu beachten ist aber auch, dass dadurch jede Möglichkeit entfällt, die Einspeisevergütung auf überschüssigen Strom zu erhalten. 

    Mehr zum Thema Photovoltaik und Steuern erfahren Sie im Ratgeber-Teil. Dort erhalten Sie auch Informationen zur Einkommenssteuer, die Sie theoretisch zahlen müssen, wenn mithilfe einer PV-Anlage ein Gewinn erzielt wird. 

    Im Prinzip kann der Betrieb von Photovoltaikanlagen auch die Pflicht einer Gewerbeanmeldung und die Zahlung von Gewerbesteuer nach sich ziehen. Das ist aber erst ab einem Gewinn von 24.500 Euro im Jahr der Fall und daher für die meisten privaten Anlagenbetreiber nicht relevant.

    Tipp: Das Thema Eigenverbrauch und Steuern in Bezug auf Photovoltaik ist komplex. Nutzen Sie den Steuerservice von SOLARWATT, um hier Klarheit und Rechtssicherheit zu erhalten. 

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