CO₂-Kompensation für unsere Glas-Glas-Module

15.03.2022
Wir sind der erste Systemhersteller im Solarbereich, der seinen Kunden die Möglichkeit einer Kompensation der CO₂-Emissionen für Glas-Glas-Module bietet.

Es ist keine angenehme Wahrheit: Die Herstellung eines jeden technischen Produktes ist mit Treibhausgasemissionen verbunden. Das gilt gleichfalls für unsere Solarmodule, die Emissionen sparen sollen. Im Alltag tun sie das auch. Aber nicht in der Herstellung. Auch wenn wir an unserem Dresdner Standort 100 % Ökostrom verwenden, fallen an anderen Punkten der Lieferkette Emissionen an. Und diese lassen sich nicht komplett vermeiden.  

CO2 Kompensation Module
Klimawandel + Abhängigkeit

Das kann man dagegen tun:

Am besten spart man Energie und Emissionen, wo immer möglich. Denn was man an Emissionen nicht ausstößt, muss man am Ende nicht kompensieren. Das ist auch unser oberstes Ziel, doch die Herstellung eines Produktes verlangt immer den Einsatz von Energie, Rohstoffen und Vorprodukten. Sowohl bei uns als auch bei unseren Lieferanten. 

Vermeiden. Reduzieren. Kompensieren.

Um zu verstehen, an welcher Stelle im Herstellungsprozess Emissionen vermieden oder eingespart werden können, muss man den Prozess zuerst analysieren. Alles, was sich nicht vermeiden oder reduzieren lässt, kann kompensiert werden. 

Im Idealfall wäre auch einiges anders und wir würden uns nicht inmitten einer globalen Klimakrise befinden. Deswegen haben wir uns neben Zielen, die in der Zukunft liegen, auch welche gesetzt, die sich schnell umsetzen lassen. Und zwar mit der Kompensation der CO2-Emissionen der vorgelagerten Lieferkette für die Glas-Glas-Module. 

Wir sind aktiv. Unsere Kunden auch.

Uns ist bewusst, dass CO2-Kompensationen allein nicht ausreichen, um das globale Problem des Klimawandels zu lösen. Im Idealfall sollte jedes Unternehmen und jeder Mensch jedoch alles tun, um den eigenen ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Wir arbeiten daher ständig daran, den Ressourcenverbrauch bei der Herstellung unserer Glas-Glas-Module zu reduzieren.  

Mit der Kompensation der CO2-Emissionen aus der vorgelagerten Lieferkette können Nutzerinnen und Nutzer zudem dafür sorgen, dass ihre Solarmodule von Anfang an eine saubere Bilanz aufweisen. 

>70%
Zustimmung
In einer Umfrage haben wir ermittelt, dass über 70 % der Befragten bereit sind, einen Aufpreis für CO₂-Kompensation zu zahlen. Diese Tendenz begrüßen wir nicht nur, sondern nehmen sie als Auftrag, den CO₂-Fußabdruck der Produkte stetig zu verbessern.

So können unsere Kunden klimabewusst Handeln.

Solarwatt Urkunde CO₂-Kompensation für Glas-Glas-Module

So können unsere Kunden klimabewusst Handeln.

Für unsere Kunden ist es einfach, umweltbewusst zu handeln. Dafür müssen sie nur dem Installateur ihres Vertrauens mitteilen, dass sie die Emissionen für die Herstellung ihrer Module kompensieren wollen.  

Unsere Installateure kaufen dann von Solarwatt die Kompensation für die entsprechende Anzahl Module ein und erhalten eine für den Kunden personalisierte Urkunde

Dieses Kompensationsprojekt unterstützen wir aktuell.

Kenianisches Biogas-Programm 

Das kenianische Biogas-Programm stellt einzelnen Haushalten Biogasanlagen zur Verfügung. Diese bieten Haushalten mit Viehhaltung eine Möglichkeit, ihre Abhängigkeit von umweltschädlichem Brennholz und teuren fossilen Brennstoffen zu verringern. Das Kochen mit Biogas ist schnell und rauchfrei und verbessert die Gesundheit der Familie. Die restliche Gülle aus dem Biogasprozess ist ein ausgezeichneter organischer Dünger, der die Ernteerträge erhöht und somit den Familien ein zusätzliches Einkommen ermöglicht. 

Ein Hindernis für einige Familien sind die Kosten für die Anwendung der Biogastechnologie, daher hat das Programm Kredit-Partnerschaften mit Finanzinstituten initiiert. Durch die Zusammenarbeit mit ländlichen Mikrofinanzinstituten und Spargenossenschaften wird sichergestellt, dass die Käufer von Biogasanlagen die günstigsten Kreditkonditionen erhalten. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Emissionsgutschriften kommen direkt den Biogasnutzenden zugute, und zwar in Form von Kundendienstleistungen, Schulungen für Biogaserzeugende und anderen nützlichen Dienstleistungen.  

Auswirkungen und Nutzen des Projekts (bis März 2020):

 

  • 14.950 rauchfreie Küchen
  • 103.440 direkt begünstigte Personen
  • 365.200 Tonnen CO2 eingespart
  • 223.000 Tonnen Holz eingespart
  • 13.700 Menschen, die anfallende Gülle nutzen
  • 31 Gründungen von Privatunternehmen
  • 107 Vollzeitstellen plus ungelernte Teilzeit-Tagelöhner

Unsere CO₂-Kompensation.

So sind wir dabei vorgegangen.

Um den CO₂-Fußabdruck unseres Glas-Glas-Moduls zu ermitteln, haben wir all seine Komponenten unter die Lupe genommen. Das Modul besteht aus: 

  • Solarzelle 
  • Rahmen  
  • Glas 
  • Einbettungsmaterial 
  • Verbinder  
  • Anschlusstechnik 

Und natürlich trägt auch die Modulfertigung in Dresden zur Ökobilanz bei. Da wir aber zu 100 % mit Ökostrom produzieren, fällt diese kaum ins Gewicht.

Grundlage für die Berechnung sind international anerkannte Normen wie ISO 14067* und das Greenhouse Gas Protocol (GHG). In unsere Untersuchungen fließen sowohl Primärdaten ein, also die Daten unserer Zulieferer, als auch Sekundärdaten aus führenden Datenbanken.

Das Ergebnis ist der CO₂-Fußabdruck in Tonnen CO₂-Äquivalente (t CO2e) eines Solarmoduls. Dieser Wert bildet die Basis für den nächsten Schritt der Ermittlung des konkreten Kompensationsbetrages in Geld, mit welchem Solarwatt Zertifikate von hochwertigen Klima- und Entwicklungsprojekten kauft.

*ISO 14067 definiert Anforderungen und Leitlinien für die Quantifizierung des Carbon Footprint von Produkten. Das Ziel ist die Quantifizierung von emittierten THG-Mengen im Zusammenhang mit den Lebenswegabschnitten eines Produkts, beginnend bei der Ressourcengewinnung und Rohstoffbeschaffung über die Phasen der Produktion, der Nutzung bis zum Lebensende des Produkts."

Quelle: https://www.tuvsud.com/de-de/branchen/energie/erneuerbare-energien/energiezertifizierung/carbon-footprint-verifizierung

So wählen wir Kompensationsprojekte aus.

Grundsätzlich ist es so: Verursachte Emissionen können an beliebigen Orten der Erde kompensiert werden. Es geht darum, einen Ausgleich in der globalen Atmosphäre zu erreichen.  

Für unseren Auswahlprozess haben wir auf folgende Kriterien besonderen Wert gelegt: 

1. Der Qualitätsstandard

Hier haben wir uns für Klimaprojekte der Gold Standard Foundation entschieden. Dieser wurde vom WWF und über 40 weiteren NGOs entwickelt und folgt besonders strengen und ganzheitlichen Leitlinien. Projekte von Gold Standard gehören zu den hochwertigsten Klima- und Entwicklungsprojekten und tragen nachweislich zur Reduktion von CO2-Emissionen und zu einer nachhaltigen Entwicklung bei

2. Der Projekttyp

Bei der Art des Projektes haben wir uns auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz fokussiert, da diese einen dauerhaften Beitrag zur Reduktion von CO₂-Emissionen leisten. 

3. Der Standort

Obwohl Emissionen an beliebigen Standorten der Welt kompensiert werden können, haben die Kompensationsprojekte dennoch unterschiedlich große Auswirkungen. Und diese sind in Entwicklungsländern bedeutend größer: Der Wirtschaftsstandort wird gestärkt und wir unterstützen mit unserer Kompensation weitere UN-Nachhaltigkeitsziele wie z. B. Armutsbekämpfung und Zugang zu sauberer Energie

4. Erfüllung von UN-Nachhaltigkeitszielen 

Wir achten darauf, dass die von uns ausgewählten Produkte neben ökologischen auch ökonomische und soziale Umstände verbessern und somit weitere UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) erfüllen. Dabei geht es um Zusatznutzen, wie beispielsweise die Bekämpfung von Armut, den Zugang zu sauberer Energie, menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum und weitere SDGs

5. Der Preis

Die CO₂-Kompensation von Solarwatt orientiert sich am CO₂-Preis des nationalen Emissionshandel 2021 und bewegt sich im Preiskorridor von 20 - 28 € pro Tonne CO₂-Äquivalent

Vorreiter beim Klimaschutz.

Wir sind weltweit der erste Systemhersteller im Solarbereich, der seinen Kunden die Möglichkeit einer Kompensation der CO₂-Emissionen der vorgelagerten Lieferkette für Glas-Glas-Module bietet.