Solarbatterie

Solarbatterien ermöglichen es, die erzeugte Solarenergie, die gerade nicht im Haushaltsstrom Verwendung findet, zwischenzuspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt zu nutzen. So kann auch abends und nachts Energie verbraucht werden, ohne komplett vom öffentlichen Netz abhängig zu sein. Vor dem Entschluss, eine Solarbatterie zu kaufen, lohnt es sich, präzise zu planen.
    Das Wichtigste in Kürze:
    • Solarbatterien ermöglichen es, erzeugte Solarenergie für eine spätere Verwendung zwischenzuspeichern, statt Überschuss direkt in das Netz einspeisen zu müssen. Somit erhöhen sie den Eigenverbrauch um einiges.
    • Die Größe der Solarbatterie sollte gut geplant sein. Eine zu kleine Batterie schöpft nicht das volle Potenzial einer Photovoltaikanlage aus, während eine zu große Batterie vermeidbare Kosten und eine kürzere Lebensdauer zur Folge hat.
    • Die Wirtschaftlichkeit hängt vor allem davon ab, wie gut Speichergröße, Photovoltaikanlage und Stromverbrauch zusammenpassen. Ein möglichst großer Speicher ist deshalb nicht automatisch die beste Lösung.
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    Was ist eine Solarbatterie?

    Eine Solarbatterie speichert die zuvor von der PV-Anlage generierte Energie, damit sie auch zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden kann. Ihre Rolle in einem PV-System ist somit die Bereitstellung der Energie aus sonnenreichen Perioden für sonnenarme Perioden. 

    Dadurch erhöht sie den Anteil des selbst genutzten Solarstroms und reduziert die Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz. Sie ermöglicht also eine gewisse Energieautarkie, bei der bis zu 80 % Unabhängigkeit vom Netz realistisch sind. Wenn eine Notstromversorgung integriert ist, können so auch netzweite Stromausfälle mit Licht und Kühlschrank überstanden werden.

    Solarbatterie

    Gut zu wissen: 

    Im Kontext wird auch häufig von einem Stromspeicher geredet. Eine Solarbatterie ist eine Art des allgemeinen Stromspeichers. Während die Solarbatterie jedoch spezifisch durch Photovoltaik erzeugte Energie speichert und demnach auf dieses System und dessen Wechselrichter optimiert ist, sind allgemeine Stromspeicher für verschiedene Arten des Stroms ausgelegt und können auch für Netzstrom oder Windkraft genutzt werden.

    Lohnt sich eine Solarbatterie in 2026?

    Eine Solarbatterie kann sich 2026 für viele Haushalte wirtschaftlich lohnen. Entscheidend ist jedoch nicht allein die Größe der Photovoltaikanlage, sondern vor allem, wie viel Solarstrom regelmäßig überschüssig erzeugt wird und zu welchen Tageszeiten im Haushalt Strom benötigt wird.

     

    Wann es sich lohnt:

    Besonders interessant ist ein Speicher, wenn tagsüber viel Solarstrom übrig bleibt, während der Stromverbrauch vor allem morgens, abends oder nachts entsteht. Der gespeicherte Solarstrom ersetzt dann Netzstrom, anstatt für eine vergleichsweise geringe Einspeisevergütung ins Netz abgegeben zu werden.

     

    Wann es sich nicht lohnt:

    Ein zu großer Speicher verschlechtert dagegen häufig die Wirtschaftlichkeit, weil ein Teil seiner Kapazität nur selten genutzt wird. Finanztip empfiehlt deshalb aktuell, für einen Batteriespeicher inklusive Installation möglichst nicht mehr als rund 600 Euro pro kWh Speicherkapazität zu zahlen. Bei diesem Preisniveau kann sich ein passend dimensionierter Speicher in günstigen Szenarien innerhalb von weniger als zehn Jahren amortisieren.  

     

    Für wen lohnt sich eine Solarbatterie besonders?

     

    SituationEinschätzung
    Regelmäßiger PV-Überschuss am Tag✓ spricht für einen Speicher
    Hoher Verbrauch morgens und abends✓ spricht für einen Speicher
    Hoher Eigenverbrauch und größere Unabhängigkeit gewünscht✓ spricht für einen Speicher
    Speicherpreis bis etwa 600 €/kWh inklusive Installation✓ Wirtschaftlichkeit eher erreichbar
    Kaum PV-Überschuss vorhanden✗ Speicher häufig weniger sinnvoll
    Stromverbrauch überwiegend während der Sonnenstunden✗ Speicherbedarf geringer
    Speicher deutlich größer als Verbrauch und PV-Ertrag erfordern✗ wirtschaftlich meist ungünstig

     

    Ein Batteriespeicher eignet sich besonders für Haushalte, die:

    • regelmäßig Solarstromüberschüsse erzeugen,
    • einen hohen Stromverbrauch am Abend oder in der Nacht haben,
    • ihren Eigenverbrauch erhöhen möchten,
    • Wärmepumpe oder Wallbox nutzen oder künftig planen,
    • langfristig unabhängiger vom Stromnetz werden möchten.

    Solarbatterie, größere PV-Anlage oder Stromverbrauch verschieben?

    Eine Solarbatterie erzeugt selbst keinen zusätzlichen Strom. Sie verschiebt lediglich bereits erzeugte Solarenergie in eine andere Tageszeit. Deshalb sollte vor der Anschaffung geprüft werden, ob ein Speicher tatsächlich die wirtschaftlichste nächste Investition ist.

    Ist noch geeignete Dachfläche vorhanden und produziert die bestehende Photovoltaikanlage nur geringe Überschüsse, kann zunächst eine größere PV-Anlage sinnvoller sein. 

    Werden dagegen regelmäßig Überschüsse ins Netz eingespeist, während morgens oder abends viel Netzstrom benötigt wird, spricht mehr für einen Batteriespeicher.

    Auch der Stromverbrauch selbst lässt sich teilweise verschieben. Waschmaschine, Geschirrspüler, Wärmepumpe oder Elektroauto können durch ein Energiemanagement bevorzugt dann betrieben werden, wenn gerade viel Solarstrom verfügbar ist.

     Dadurch steigt der Eigenverbrauch bereits ohne zusätzlichen Speicher beziehungsweise ein kleinerer Speicher kann ausreichen.

    Faustregel: Erst Solarstrom möglichst direkt nutzen, anschließend den verbleibenden Überschuss sinnvoll speichern. Ein möglichst großer Batteriespeicher ist nicht automatisch die wirtschaftlichste Lösung.

    Genau deshalb sollte eine Solarbatterie nicht isoliert geplant werden. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Photovoltaikanlage, Speicher, Stromverbrauch und Energiemanagement. 

    Ein abgestimmtes Gesamtsystem kann den Solarstrom zuerst direkt nutzen und nur tatsächlich überschüssige Energie im Batteriespeicher zwischenspeichern.

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    Solarbatterie mit Wärmepumpe und Wallbox kombinieren

    Eine Solarbatterie kann besonders sinnvoll mit großen Stromverbrauchern wie Wärmepumpe und Wallbox kombiniert werden. Entscheidend ist allerdings, wann diese Verbraucher Strom benötigen.

    Wird ein Elektroauto überwiegend tagsüber geladen, kann der Solarstrom direkt von der PV-Anlage in das Fahrzeug fließen. Eine zusätzliche Zwischenspeicherung verursacht dabei nur weitere Umwandlungsverluste. Wird das Fahrzeug dagegen häufig erst am Abend oder nachts geladen, kann eine Solarbatterie den tagsüber erzeugten Solarstrom für diesen Zeitpunkt bereitstellen.

    Ähnliches gilt für Wärmepumpen. Ein intelligentes Energiemanagement kann den Betrieb teilweise in Zeiten mit hohem PV-Ertrag verschieben. Dadurch steigt der Eigenverbrauch, ohne dass zwingend ein besonders großer Batteriespeicher notwendig ist.

    Systembild bestehend aus SOLARWATT Battery vision, SOLARWATT Charger vision und STIEBEL ELTRON Wärmepumpe

    Praxis-Tipp:

    Ein Home-Energy-Management-System wie das von Solarwatt kann PV-Anlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe und Wallbox gemeinsam steuern. Dadurch lassen sich große Verbraucher bevorzugt in Zeiten mit hohem Solarertrag betreiben und Speicherladung sowie Direktverbrauch besser aufeinander abstimmen.

    Welche Batterietechnologie ist heute die beste Wahl?

    Für moderne Heimspeicher haben sich heute vor allem Lithium-Ionen-Batterien durchgesetzt. Besonders verbreitet sind Lithium-Eisenphosphat-Akkus, kurz LFP. Sie kombinieren eine hohe Zyklenfestigkeit mit guter Sicherheit und hoher nutzbarer Kapazität.

     

    TechnologieVorteileEinordnung
    Lithium-Ionen / LFPhohe Effizienz, lange Lebensdauer, hohe EntladetiefeStandard für moderne Heimspeicher
    Blei / Gelgünstigere Anschaffungheute hauptsächlich Spezial- und Altsysteme
    Andere Technologienteilweise hohe Sicherheit oder Zyklenfestigkeitim privaten Heimspeicher derzeit Nischenlösungen

     

    Fazit: Für neue Photovoltaikanlagen im Einfamilienhaus sind in erster Linie die Qualität des Lithium-Speichers und des Gesamtsystems relevant, nicht die Auswahl zwischen zahlreichen Batterietechnologien.

    Welche technischen Kennwerte sind beim Kauf wirklich wichtig?

    Beim Vergleich und Kauf von Solarbatterien sind nicht möglichst viele technische Daten entscheidend. Für die Auswahl eines geeigneten Heimspeichers sind vor allem fünf Eigenschaften entscheidend:

    1. Speicherkapazität
    2. Speicherleistung und Wirkungsgrad 
    3. Entladetiefe 
    4. Batteriemanagementsystem
    5. Systemkompatibilität

    Die Speicherkapazität gibt an, wie viel Energie eine Solarbatterie aufnehmen kann, und wird in Kilowattstunden (kWh) angegeben. Zu unterscheiden ist zwischen nominaler und nutzbarer Kapazität.

    Die nominale Kapazität beschreibt die gesamte technisch vorhandene Speichermenge. Die nutzbare Kapazität gibt dagegen an, wie viel davon im täglichen Betrieb tatsächlich zur Verfügung steht. Für den Vergleich verschiedener Batteriespeicher ist deshalb vor allem die nutzbare Kapazität entscheidend.

    Ein größerer Speicher ist nicht automatisch besser. Wird die vorhandene Kapazität nur selten vollständig genutzt, steigen die Investitionskosten, ohne dass Eigenverbrauch und Autarkie entsprechend zunehmen.

    Neben der Kapazität ist auch die Leistung des Speichers in Kilowatt (kW) wichtig. Sie bestimmt, wie viel elektrische Leistung die Batterie gleichzeitig abgeben kann.

    Eine hohe Speicherkapazität bedeutet nicht automatisch, dass gleichzeitig beliebig viele große Verbraucher versorgt werden können. Sollen beispielsweise Wärmepumpe, Haushaltsgeräte oder Wallbox gleichzeitig Strom aus der Solarbatterie beziehen, müssen Speicherleistung und Wechselrichter entsprechend ausgelegt sein.

     

    Merksatz:

    • kWh beschreibt, wie viel Energie gespeichert werden kann.
    • kW beschreibt, wie viel Leistung gleichzeitig bereitgestellt werden kann.

    Die Entladetiefe (Depth of Discharge, DoD) gibt an, welcher Anteil der Batteriekapazität entnommen werden kann. Der Ladezustand (State of Charge, SoC) beschreibt dagegen, wie voll die Batterie aktuell ist.

    Moderne Batteriespeicher steuern diese Werte automatisch über ihr Batteriemanagementsystem. Dadurch wird verhindert, dass die Batterie regelmäßig vollständig entladen oder überladen wird, was ihre Lebensdauer beeinträchtigen könnte.

    Für den Vergleich verschiedener Solarbatterien ist daher weniger entscheidend, ob eine Batterie theoretisch 10 kWh Kapazität besitzt, sondern wie viel davon dauerhaft nutzbar ist.

    Beim Laden und Entladen einer Solarbatterie entstehen Energieverluste. Der sogenannte Round-Trip-Wirkungsgrad beschreibt, welcher Anteil der eingespeicherten Energie nach Speicherung und erneuter Abgabe tatsächlich genutzt werden kann.

    Bei modernen Lithium-Batteriespeichern liegt dieser Wert häufig über 90 Prozent. Allerdings sollte beim Produktvergleich möglichst der Wirkungsgrad des gesamten Speichersystems betrachtet werden, da auch Wechselrichter und weitere Komponenten Verluste verursachen können.

    Ein höherer Systemwirkungsgrad bedeutet, dass mehr des erzeugten Solarstroms später tatsächlich im Haushalt genutzt werden kann.

    Das Batteriemanagementsystem (BMS) überwacht unter anderem Zellspannungen, Temperatur sowie Lade- und Entladevorgänge. Es schützt die Batterie vor Überladung, Tiefentladung und ungünstigen Betriebszuständen.

    Bei modernen Heimspeichern wird das BMS häufig durch ein Energiemanagementsystem ergänzt. Dieses kann beispielsweise PV-Erzeugung, Stromverbrauch, Wärmepumpe und Wallbox berücksichtigen und die Solarbatterie entsprechend steuern.

    Damit wird zunehmend nicht nur die Batterie selbst, sondern die Qualität des gesamten Energiesystems zum wichtigen Kaufkriterium.

     

    Für Hausbesitzer bedeutet das: 

    Beim Kauf sollte nicht nur die Batterie betrachtet werden. Auch Wechselrichter, Energiemanagement, Erweiterbarkeit sowie die Einbindung zukünftiger Verbraucher wie Wärmepumpe oder Wallbox sollten zur Kaufentscheidung gehören.

    Bei der Nachrüstung einer Solarbatterie müssen Speicher, Wechselrichter und Energiemanagement miteinander kompatibel sein. Außerdem sollte geprüft werden, ob eine AC- oder DC-gekoppelte Lösung sinnvoller ist. DC-Systeme eignen sich häufig für neue PV-Anlagen, während AC-gekoppelte Speicher flexibler nachgerüstet werden können.

     

    Vor der Installation sollte geprüft werden:

    • Passt der Speicher zum vorhandenen Wechselrichter?
    • Ist AC- oder DC-Kopplung sinnvoll?
    • Gibt es ausreichend Platz und Schutztechnik?
    • Ist der Speicher mit dem Energiemanagement kompatibel?

    Wie lange hält eine Solarbatterie wirklich?

    Ein Ladezyklus beschreibt das vollständige Laden und Entladen einer Batterie. Auch mehrere Teilzyklen summieren sich zu einem vollständigen Zyklus.

    Moderne Lithium-Ionen-Speicher erreichen je nach Technologie und Hersteller mehrere tausend Ladezyklen und werden häufig auf eine Lebensdauer von etwa 10 bis 15 Jahren ausgelegt. Mit zunehmendem Alter nimmt die nutzbare Kapazität allmählich ab. Deshalb sind bei der Kaufentscheidung neben der angegebenen Zyklenzahl auch Garantiebedingungen und die garantierte Restkapazität wichtig.

    Gut zu wissen: Selbstentladung spielt bei modernen Lithium-Heimspeichern nur eine geringe Rolle. Wichtiger für die Lebensdauer sind Temperatur, Ladezustand und Batteriemanagement.

    Was beeinflusst die Lebensdauer?

    • dauerhaft hohe Temperaturen
    • häufige Tiefentladungen
    • schlechte Batteriesteuerung
    • ungeeigneter Aufstellort

    Moderne Batteriespeicher schützen sich über das Batteriemanagementsystem weitgehend selbst vor diesen Einflüssen.

    Hohe Temperaturen können die Alterung eines Batteriespeichers beschleunigen, während starke Kälte die nutzbare Kapazität und Ladeleistung reduzieren kann. Der Speicher sollte deshalb an einem trockenen, gut belüfteten und vor extremen Temperaturen geschützten Ort installiert werden.

    Keller oder Hauswirtschaftsraum sind häufig geeignet, sofern sie trocken sind. Garagen und Dachböden können je nach Temperaturentwicklung problematischer sein. Entscheidend sind jedoch immer die vom Hersteller vorgegebenen Umgebungsbedingungen.

    Tipp: Der Aufstellort sollte bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Ein ungeeigneter Standort kann Effizienz und Lebensdauer beeinträchtigen.

    Welche Solarbatteriegröße ist die richtige für mich?

    Die passende Speichergröße hängt vor allem vom Zusammenspiel aus Stromverbrauch, Größe der Photovoltaikanlage und dem täglichen Verbrauchsverhalten ab. Ziel ist kein möglichst großer Speicher, sondern eine Kapazität, die regelmäßig genutzt werden kann.

    Darauf kommt es an:

     

    SituationEmpfehlung
    Viel Stromverbrauch am Abend oder in der Nachteher größerer Speicher sinnvoll
    Hoher Direktverbrauch tagsüberkleinerer Speicher reicht häufig aus
    Große PV-Anlage mit regelmäßigem Überschussgrößerer Speicher kann sinnvoll sein
    Wenig überschüssiger SolarstromSpeicher eher kleiner wählen

     

    Wichtig: Ein größerer Speicher erhöht nicht automatisch die Wirtschaftlichkeit. Ziel ist ein Speicher, der möglichst häufig vollständig geladen und wieder entladen wird.

    Praxisbeispiel: Ein Haushalt verbraucht 5.000 kWh Strom pro Jahr und besitzt eine PV-Anlage mit 7 kWp.

    • Nach dem Stromverbrauch: maximal 7,5 kWh
    • Nach der PV-Leistung: maximal 10,5 kWh
    • Entscheidend ist der niedrigere Wert

    Als Orientierung wäre damit ein Speicher von bis zu etwa 7,5 kWh nutzbarer Kapazität sinnvoll.  

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    Wie verändert eine Solarbatterie meinen Eigenverbrauch?

    Wie stark eine Solarbatterie Eigenverbrauch und Autarkie erhöht, hängt von PV-Leistung, Speichergröße und Verbrauchsprofil ab. Ein konkretes Beispiel zeigt die Größenordnung:

     

     Ohne Speicher*Mit 5-kWh-Speicher*
    Jahresstromverbrauch4.000 kWh4.000 kWh
    PV-Anlage5 kWp5 kWp
    Autarkiegrad32,3 %62,8 %
    eigener Solarstrom zur Versorgung1.292 kWh2.512 kWh
    Speicherverlustekeineca. 183 kWh
    jährliche Gesamtersparnisca. 670 €ca. 1.000 €

    *Die Beispielrechnung basiert auf einem Strompreis von 30 ct/kWh, einer Einspeisevergütung von 7,78 ct/kWh, 1.000 kWh PV-Ertrag pro kWp und einem Systemwirkungsgrad des Speichers von 85 %. Die tatsächlichen Werte können je nach Anlage und Verbrauchsprofil deutlich abweichen.  

     

    Was bedeutet das konkret?

    In diesem Beispiel reduziert der Speicher den Netzbezug deutlich und erhöht die jährliche Ersparnis um rund 327 Euro. Nach zehn Jahren summiert sich dieser zusätzliche Vorteil auf etwa 3.270 Euro.

    Ohne Batteriespeicher wird überschüssiger Solarstrom häufig mittags ins Netz eingespeist, obwohl der größte Strombedarf oft erst am Abend entsteht. Ein Speicher verschiebt diese Energie in die Abend- und Nachtstunden und erhöht dadurch den Eigenverbrauch sowie den Autarkiegrad.

    Je größer der zeitliche Abstand zwischen Solarstromerzeugung und Stromverbrauch ist, desto stärker kann ein Batteriespeicher seinen Nutzen ausspielen.

    Was kosten gute Solarbatterien?

    Die Preise hängen unter anderem von Speicherkapazität, Hersteller und Installationsaufwand ab. Kleine Heimspeicher beginnen häufig bei rund 4.000 Euro inklusive Installation, größere Systeme können deutlich darüber liegen. 

    Gut zu wissen: In den letzten Jahren sind die Preise für Solarbatterien deutlich gefallen. Das liegt zum einen an gesteigerter Nachfrage, zum anderen an besserer Zelltechnologie. Insgesamt ist Lithium zwar teurer in der Anschaffung, aber pro nutzbarer kWh über die Lebensdauer günstiger.

    Die Amortisationszeit beschreibt den Zeitraum, bis das ursprünglich investierte Geld wieder durch Einsparungen durch den Betrieb der Batterie ausgeglichen ist. Diese Zeitspanne hängt stark davon ab, wie teuer der Netzstrom ist, der durch die Nutzung von Solarenergie nicht bezogen wurde. Da sich dieser Preis häufig ändert, ist es schwer, eine allgemeine Rechnung zu machen.

     

    FaktorWirkung auf die Wirtschaftlichkeit
    Hoher Strompreisverbessert die Wirtschaftlichkeit
    Hohe Eigenverbrauchsquoteverkürzt die Amortisationszeit
    Niedrige Einspeisevergütungmacht Speicherung attraktiver
    Zu großer Speicherverschlechtert die Wirtschaftlichkeit

     

    Ohne Batterie haben PV-Anlagen-Besitzer mehr Einspeisungen in das Netz und weniger Eigenverbrauch. Mit Versorgerbatterie steigt der Eigenverbrauch deutlich an, jedoch sollte vorher gründlich überschlagen werden, ob die Ersparnisse durch den Eigenverbrauch die ursprüngliche Investition in die Batterie ausgleichen und idealerweise übertrifft.

    Eine bundesweite direkte Zuschussförderung ausschließlich für private Batteriespeicher gibt es derzeit nicht. Über das KfW-Programm 270 können Photovoltaikanlagen einschließlich Batteriespeicher jedoch grundsätzlich finanziert werden. 

    Zusätzlich gibt es teilweise Förderprogramme von Bundesländern, Kommunen oder Energieversorgern. Diese unterscheiden sich regional und können sich kurzfristig ändern. Förderbedingungen sollten deshalb vor dem Kauf geprüft werden.

    Welche Solarbatterie ist die beste?

    Die beste Solarbatterie ist nicht zwangsläufig der Speicher mit der höchsten Kapazität oder den besten Einzelwerten. Entscheidend ist, wie gut Batterie, Photovoltaikanlage, Wechselrichter, Energiemanagement und Stromverbrauch zusammenpassen.

     

    Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

     

    Wenn Ihnen wichtig ist…Dann sollten Sie besonders auf … achten
    möglichst hohe Wirtschaftlichkeitpassende Speichergröße
    hohe Unabhängigkeitgrößere Speicherkapazität
    Wärmepumpe geplantgutes Energiemanagement
    Wallbox geplantSystemkompatibilität
    NotstromErsatzstromfunktion
    spätere Erweiterungmodularen Speicher

    Zukunftsausblick und Marktentwicklung

    Vermutlich werden die Preise für Lithium-Ionen-Batterien bis 2030 weiter sinken. Dies ist vor allem auf die technologischen Verbesserungen und die erhöhte Nachfrage und damit größere Produktionsmengen zurückzuführen. Jedoch sind Preissprünge aufgrund von Rohstoffpreisen nicht ausgeschlossen. 

    Nach einem ursprünglichen Boom des Marktes für Heimspeicher ist das Wachstum etwas verlangsamt, aber es findet noch immer Wachstum statt. Da die dezentrale Stromspeicherung als Schlüsseltechnologie zur Netzstabilisierung in Deutschland angesehen wird, kann davon ausgegangen werden, dass zumindest politisch Interesse daran besteht, den Markt auch weiterhin zu fördern.

    Fazit

    Eine Solarbatterie kann den Eigenverbrauch deutlich erhöhen und die Abhängigkeit vom Stromnetz reduzieren. Ob sie sich wirtschaftlich lohnt, hängt jedoch weniger von einer möglichst großen Speicherkapazität als von einer passenden Dimensionierung und dem Zusammenspiel mit der Photovoltaikanlage ab.

    Wer Speicher, Energiemanagement, Wallbox und Wärmepumpe als Gesamtsystem plant, schafft die Grundlage für eine langfristig effiziente und wirtschaftliche Energieversorgung.

    Damit Ihr Speicher genau zu Ihnen und Ihrem Vorhaben passt.

    FAQ: Solarbatterie

    Eine Solarbatterie ermöglicht es, überschüssigen Solarstrom zwischenzuspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt zu nutzen. Der Eigenverbrauch wird so erhöht und es muss nicht so viel Strom in das Netz eingespeist werden.

    Über den Tag hinweg wird jegliche erzeugte Energie, die nicht direkt im Haushaltsstrom Verwendung findet, in der Solarbatterie gespeichert, bis deren Kapazität erreicht ist. 

    Diese selbst generierte Solarenergie kann dann nachts oder bei sehr hohem Stromverbrauch auf einmal angezapft werden. Sie ermöglicht es Nutzern, unabhängiger vom Stromnetz zu sein, bis hin zu autark.

    Besonders lohnenswert ist eine Solarbatterie für alle, die besonders viel Strom außerhalb der Zeit der größten Sonneneinstrahlung verwenden.

    Wer also beispielsweise hauptsächlich morgens und abends vor und nach der Arbeit oder auch in der Nacht viel Energie verbraucht, profitiert von einem Solarspeicher. Auf diesem Weg muss kein oder weniger Strom aus dem Netz bezogen werden.

    Abhängig von der PV-Anlage, der Speichergröße und dem eigenen Verbrauchsverhalten variieren die Angaben natürlich. Jedoch kann grob gesagt werden, dass ohne Solarbatterie nur etwa 20 bis 40 % des generierten Solarstroms genutzt werden können. Mit Solarspeicher steigt dies auf 60 bis 80 %.

    Die passende Speichergröße hängt von Jahresstromverbrauch, PV-Anlage und Verbrauchsprofil ab. Ein möglichst großer Speicher ist nicht automatisch wirtschaftlicher. Entscheidend ist, dass die vorhandene Kapazität regelmäßig genutzt wird.

    Die reinen Anschaffungskosten liegen bei kleinen Lithium-Ionen-Speichern bis 6 kWh meist bei 4.000 bis 6.000 €. Bei größeren Solarbatterien bis 15 kWh ist mit 6.000 bis 15.000 € zu rechnen. 

    Da die Installation jedoch auch noch mit eingeplant werden muss, ist eine Spanne von 10.000 bis 20.000 € realistisch.

    Der heutige Standard der Solarbatterien sind Lithium-Ionen-Batterien. Diese haben eine Lebensdauer von etwa 10 bis 15 Jahren. Ältere, kaum noch verwendete Bleibatterien haben eine deutlich kürzere Lebensdauer.

    Notstrom oder Ersatzstrom ist eine Option bei der Verwendung einer Solarbatterie, jedoch ist es kein automatisches Feature. Bei Installation müssen ein spezieller Wechselrichter und ein zusätzlicher Schaltkreis verlegt werden.

    Ja, Wallboxen und Wärmepumpen werden sehr häufig mit einer Solarbatterie verbunden, da beides viel Energie benötigt. Dies ist besonders sinnvoll für Verbraucher, die ihr E-Auto nachts laden möchten. 

    Die beste Solarbatterie gibt es nicht. Entscheidend ist, dass Speicher, PV-Anlage, Wechselrichter und Energiemanagement optimal zusammenarbeiten.

    Auch in diesem Fall werden Lithium-Ionen-Akkus den Bleiakkus vorgezogen, da sie langlebiger und effizienter sind. Besonders wichtig bei einer Inselanlage mit Akku ist eine Batterie, die robust und zyklensicher ist. Zudem muss sie auch tiefe Entladungen gut verkraften.

    Besonders wichtig bei  einer Solarbatterie für das Wohnmobil ist, dass sie ein geringes Gewicht hat. Zudem braucht sie viele Ladezyklen und unempfindliche Elektronik, da das häufige Fahren für einige Erschütterungen und Bewegung sorgen kann.

    Das hängt von der Batterie-Ladegeschwindigkeit und der Spannung ab. Die PV-Leistung sollte zur gewünschten Ladezeit und zum Tagesverbrauch passen. 12 V entsprechen etwa 2,4 kWh, 24 V etwa 4,8 kWh und 48 V etwa 9,6 kWh.

    Die Standard-Lithium-Ionen-Batterien gelten heute als wartungsfrei. Sie müssen gut installiert werden von fachkundigen Personen, und sie sollten konstantem Monitoring unterliegen, aber eine regelmäßige Wartung wie bei den älteren Bleibatterien ist nicht angedacht.

    Eine Batterie hat eine Ladegrenze. Diese kann auf der Kapazität der Batterie selbst beruhen, oder durch das Energiemanagementsystem bestimmt sein. Jeder zusätzlich erzeugte Strom wird direkt im Haushalt verwendet oder bei Nichtbedarf in das Netz eingespeist.

    Tiefenentladung ist ein Zustand, den es möglichst zu vermeiden gilt. Batterien haben üblicherweise einen Mindestladezustand, der möglichst nicht unterschritten werden sollte. 

    Geschieht dies, wird von einer Tiefenentladung gesprochen. Diese ist schädlich für die Lebensdauer und wird (wenn richtig installiert) vom Managementsystem verhindert.

    Damit eine Solarbatterie als kaputt gilt, muss sie nicht komplett unerregbar sein. Sobald die Kapazität so weit gemindert ist, dass der Nutzen nicht mehr wirtschaftlich ist, was häufig bei 60 bis 70 % der ursprünglichen Kapazität liegt, sollte über das Ersetzen der Batterie nachgedacht werden.