Was kostet eine 10 kWp PV-Anlage mit Speicher?

Vor der Anschaffung einer 10 kWp Photovoltaikanlage mit Speicher ist es wichtig einzuschätzen, ob diese Investition wirtschaftlich ist. Verbraucht der Haushalt genug Energie, dass sich eine solche Anlage rentiert? Ist genug Fläche zur Installation vorhanden? Oder wird sogar eine leistungsstärkere Anlage benötigt?

Das Wichtigste in Kürze

  • Was eine 10 kWp PV-Anlage mit Speicher kostet hängt stark von Speichergröße, Komponenten und Montageaufwand ab
  • Entscheidende Kostenfaktoren sind u. a. Modulqualität, Wechselrichter und regionale Installationspreise
  • Die Anlage dient zur Steigerung des Eigenverbrauchs und zur Reduzierung des Netzstrombezugs
  • Wirtschaftlichkeit verbessert sich durch hohen Eigenverbrauch und sinkende Stromkosten
  • Amortisation erfolgt über die eingesparten Energiekosten über mehrere Jahre
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Kostenfaktoren

Bei einer Komplettanlage mit Batteriespeicher ist mit Anschaffungskosten von etwa 20.000 bis 35.000 € zu rechnen. Diese Preisspanne ergibt sich aus einigen Variablen:

 

FaktorEinfluss auf den Preis
Speichergröße (kWh)Größerer Speicher = deutlich höherer Preis
Modulqualität (Marke, Wirkungsgrad)Premium-Module = teurer, aber mehr Ertrag pro Fläche
Wechselrichter (String, Hybrid)Hybrid-Wechselrichter mit Speicheranbindung = teurer
Montageaufwand (Dachart, Höhe)Steiles Ziegeldach, Gerüst, schwierige Zugänglichkeit = höherer Aufwand
LeistungsumfangMontage, Anmeldung, Elektroarbeiten, Netzanschluss oft enthalten oder nicht
Regionale UnterschiedeLohnkosten, Installateurpreise pro Bundesland variieren

 

Aktuell lässt sich beobachten, dass 10 kWp Anlagen im Komplettset im Preis über die Jahre gesunken sind. Gründe dafür sind unter anderem eine höhere Nachfrage und damit einhergehend ein höherer Wettbewerb zwischen Anbietern.

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Beispielrechnung für eine 10 kWp PV-Anlage mit Speicher

Um die möglichen Kosten einer PV-Anlage mit 10 kWp zu ermitteln, sollte zunächst unterschieden werden, ob es sich um ein System handelt, das möglichst kostengünstig gehalten wird, oder ob der Preis zugunsten einiger Merkmale in die Höhe steigen darf. 

Einige Unterschiede zwischen Budget-Optionen und hochwertigen Premium Anlagen können folgende sein:

 

MerkmalEinstiegspaket (Budget)Premium-Komplettpaket
Gesamtkostenca. 20.000 €ca. 35.000 €
ModulqualitätStandard (Mono)Premium (TOPCon, hoher Wirkungsgrad)
WechselrichterStandard-StringHybrid mit Smart-Home-Steuerung
Speicher (kWh)10 kWh, Standard15 kWh, Premium, längere Garantie
Garantie Modul12–15 Jahre25 Jahre Leistungsgarantie
Garantie Speicher5–10 Jahre10–15 Jahre, höhere Zyklenfestigkeit
Montage & ServiceBasisErweitert, inkl. Wartung, Monitoring
Eigenverbrauch (%)35–40 %50–65 %
Ertrag pro Jahr (kWh)~9.000 kWh~9.500–10.500 kWh

 

Hier ist ein Beispiel, wie sich für einen 10 kW Speicher der Preis zusammensetzen könnte:

 

KostenblockUntere Grenze (€)*Obere Grenze (€)*Beschreibung
Module (10 kWp)6.0009.00020 × 500 Wp, Standard vs. Premium (TOPCon, hoher Wirkungsgrad)
Wechselrichter1.5003.000String-Wechselrichter (10 kW) vs. Hybrid-Wechselrichter mit Smart-Features
Batteriespeicher (10–15 kWh)5.00012.000Einfacher Lithium-Ionen vs. Premium Speicher (längere Garantie, höhere Kapazität)
Montagesystem + Verkabelung1.2002.000Standard-Gestell vs. Premium-Montage, optimierte Kabelwege
Elektroinstallation + Netzanschluss1.8003.000Basis-Elektroarbeiten vs. Smart Meter, erweiterte Elektrik
Montage + Projektierung4.5006.000Fachbetrieb: Montage, Elektriker, Planung
Gesamt20.000 €35.000 €Realistische Spanne ~20.000–35.000 €

*Hinweis: Alle Preisangaben sind unverbindliche Richtwerte und können je nach Anbieter, Komponentenwahl, Installationsaufwand und regionalen Gegebenheiten variieren.

Günstiger Einstiegspreis bedeutet nicht ein günstigeres Endprodukt!

Beim Einholen von Angeboten ist wichtig zu beachten, dass dieselben Komponenten berechnet werden. Einige Anbieter mögen auf den ersten Blick preiswerter erscheinen, allerdings müssen einige Leistungen eventuell zusätzlich erworben werden, sodass im Endeffekt der Preis weitaus teurer sein kann.

Leistungen, die häufig nicht bei allen Anbietern im Preis enthalten sind:

  • Gerüst
  • Zählerschrank
  • Netzanschluss
  • Anmeldung
  • Elektroarbeiten
  • Premium-Module
  • Hybridwechselrichter
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Kostenaufteilung und Kostenfaktoren für eine 10 kWp PV-Anlage mit Speicher?

0 % Mehrwertsteuer für private Photovoltaikanlagen

Seit Januar 2023 müssen Solaranlagen für private Wohnhäuser keine Umsatzsteuer mehr zahlen. Somit ist der Betrieb einer PV-Anlage für Privatbesitzer steuerlich um einiges unkomplizierter geworden.

Folgende Bedingungen sind zu erfüllen, um keine Einkommensteuer zu zahlen:

  • Privater Betrieb, nicht gewerblich
  • Installation auf einem Gebäude, nicht auf dem Boden
  • Maximal 100 kWp Bezug, bei mehreren Anlagen zusammen: maximal 200 kWp
  • Bei einem Einfamilienhaus eine Spitzenleistung von maximal 30 kWp, bei einem Mehrfamilienhaus maximal 15 kWp pro Wohneinheit

Allein die Solarmodule, die für das Betreiben einer 10 kWp Anlage benötigt werden, liegen preislich zwischen 4.000 und 7.000 €. Es werden vermutlich zwischen 25 und 30 Module benötigt. Die genaue Zahl ist abhängig von der Größe der Module, der Dachgröße und der Wattleistung der einzelnen Module.

Monokristalline Module sind dabei im Wirkungsgrad in der Regel leistungsfähiger als polykristalline Module, allerdings in der Anschaffung etwas teurer:

 

MerkmalMonokristalline ModulePolykristalline Module
Wirkungsgrad18–22 %15–17 %
Preis für 10 kWp6.000–9.000 €5.000–7.000 €
FlächeneffizienzHoch → weniger Fläche nötigGering → mehr Fläche nötig
Lebensdauer25–30 Jahre20–25 Jahre
EignungFür begrenzte DachflächeFür große Dächer, Budget

 

Egal für welche Art von Modul sich entschieden wird: 2 Jahre Garantie sind in der Regel gesetzlich gewährleistet. Durch die feste Verbauung auf dem Dach häufig sogar 5 Jahre, jedoch ist genau zu betrachten, was vertraglich festgehalten wird. Im Zweifelsfall lohnt sich eine Rechtsberatung.

Dabei gibt es zwei verschiedene Arten der Garantie: eine Produktgarantie und eine Leistungsgarantie.

 

Produktgarantie:

Die Produktgarantie umfasst alle Material- und Verarbeitungsfehler. Dazu gehören zum Beispiel Risse oder Korrosion. Üblicherweise geben Hersteller eine Garantie von 5 bis 10 Jahren, einige Hersteller jedoch sogar bis zu 15 Jahren. Interessant ist auch, dass bei Mängeln, die innerhalb des ersten Jahres auftreten, der Hersteller in der Pflicht ist, zu beweisen, dass die Schäden nicht auf Produktionsfehler zurückzuführen sind.

Nach einem Jahr ist der Käufer in der Pflicht, zu beweisen, dass es sich um einen Herstellungsfehler handelt und nicht um selbst verursachte Mängel. Kein Fall für diese Garantie sind zum Beispiel Schäden durch Verschmutzung, starke Stürme oder unsachgemäße Installation.

 

Leistungsgarantie:

Die Leistungsgarantie versichert, dass über einen Zeitraum eine gewisse Leistung aufrechterhalten wird, also dass die Degradation nicht zu rasant verläuft. Üblich ist eine Garantie zwischen 20 und 25 Jahren, einige Hersteller bieten jedoch auch längere Zeiträume an. 

Die Angaben der Garantie könnten so aussehen, dass nach 10 Jahren noch mindestens 90% der Nennleistung vorhanden sind, und nach 20 Jahren 80%. Oder aber, dass über einen bestimmten Zeitraum jährlich mit einem Leistungsverlust von X Prozent zu rechnen ist.

Wechselrichter bewegen sich preislich etwa zwischen 1.500 und 3.500 €. Dabei sind Standard Wechselrichter (ca. 1.500–2.200 €) meist günstiger als Hybridwechselrichter (2.200 bis 3.500 €). Die höheren Kosten bei einem Hybridwechselrichter sind vor allem durch die direkte Speicheranbindung gegeben. 

Da ein Hybridwechselrichter die Funktionen eines PV-Wechselrichters, eines Batteriewechselrichters und eines Ladereglers vereint, muss kein zusätzlicher Wechselrichter gekauft werden. Er vereinfacht die Systemsteuerung und intelligente Lastmanagementfunktionen können den Eigenverbrauch optimieren.

Hochwertige Wechselrichter haben im Normalfall einen höheren Wirkungsgrad als günstigere Modelle. Eine höhere Qualität führt also zu weniger Leistungsverlust und somit zu mehr Stromertrag im Jahr.

Je nach Art des Wechselrichters und Herstellers kann mit ca. 10 Jahren Garantie (+/– 5 Jahre) gerechnet werden. Zudem ist keine regelmäßige Wartung nötig und Updates können vorwiegend selbst installiert werden, sodass die Wartungskosten gering bis nicht existent sind. Lediglich ein Austausch nach der Garantiezeit könnte ein Kostenfaktor sein.

Auf lange Sicht ist es wirtschaftlich, ein Speichersystem für die erzeugte Energie zu haben. So muss weniger Strom in das Netz eingespeist werden und es kann mehr zum Eigenverbrauch genutzt werden. 

Wie groß der Speicher sein sollte, ist abhängig vom eigenen Verbrauch. Die meisten Haushalte mit 10 kWp PV-Anlage profitieren von einer Speichergröße zwischen 7,5 und 15 kWh.

 

SpeicherkapazitätBatteriekosten (brutto)Kosten pro kWhEignung für 10 kWp-Anlage
5 kWh5.000 € – 7.000 €1.000–1.400 €/kWhKleine Haushalte (3–4 Personen)
10 kWh7.000 € – 12.000 €700–1.200 €/kWhIdeal für 10 kWp (4–6 Personen)
15 kWh10.000 € – 15.000 €670–1.000 €/kWhHaushalte mit Wärmepumpe/E-Auto

 

Die meisten Batteriespeicher beruhen auf Lithium-Ionen Batterien. Sie sind in der Anschaffung etwas teurer als Budget-Optionen wie Modelle, die auf Blei basieren, allerdings rentiert sich die Anschaffung langfristig mehr durch einen weitaus höheren Wirkungsgrad und eine längere Lebensdauer.

 

MerkmalLithium-Ionen (Li-Ion)Blei-Säure / Blei-Gel
Lebensdauer (Zyklen)4.000–10.000500–1.500
Lebensdauer (Jahre)10–155–8
Wirkungsgrad90–95 %70–80 %
Preis pro kWh700–1.000 €/kWh300–500 €/kWh
Eignung für PVStandardNur für Budget/Nischen

 

Lithium-Ionen-Batteriesysteme haben eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren, oft wird dies auch in Entladungszyklen angegeben, zum Beispiel bis zu 6.000 Zyklen Lebensdauer, die etwa 10 Jahren entsprechen. Danach ist das System nicht vollständig funktionsunfähig, sondern hat zum Beispiel nur noch eine Leistung von 70 % im Vergleich zur Anschaffung. 

Der Austausch nach Ablauf der Garantie oder der Lebensdauer ist günstiger als die komplette Neuanschaffung und bewegt sich je nach Hersteller meist im Rahmen zwischen 3.000 und 8.000 €.

Bei einer zusätzlichen Notstromfunktion ist mit weiteren Kosten von etwa 500 bis 2.000 € zu rechnen. Diese Funktion ermöglicht den Betrieb einiger selektiver Stromkreise bei Ausfällen. So könnte zum Beispiel der Kühl- und Gefrierschrank sowie der Internetrouter weiterbetrieben werden.

Die Montagekosten allein betragen zwischen 2.000 und 9.000 €. Hierbei sind besonders die Art des Daches und dessen Zugänglichkeit ausschlaggebende Faktoren für die Höhe der Kosten.

 

DachtypMontagekosten (10 kWp)Aufwand/Besonderheiten
Schrägdach4.500 € – 5.500 €Standard: Aufdach-Montage, Ziegel, einfache Befestigung
Flachdach5.500 € – 7.000 €Aufständerung, Fundament nötig, mehr Material
Fassade6.000 € – 8.000 €Vertikale Montage, schwieriger, weniger Ertrag
Indach7.000 € – 9.000 €Module werden Teil der Dachhaut, höherer Aufwand, optisch ansprechend

 

Zudem werden je nach Firma und Region die Installateure unterschiedlich bezahlt. Neben den Montagekosten kann der Installationsaufwand schon mal schnell 2000 € ausmachen, wenn viele Besonderheiten beachtet werden müssen, oder wenn zusätzliche Ausstattung wie Smart Meter, Hybridwechselrichter oder Monitoringsysteme mit angeschlossen werden. 

 

Gut zu wissen:

Einige Anbieter berechnen zusätzlich noch die Netzanmeldung und die Inbetriebnahme, während dies bei anderen Anbietern gar nicht angeboten wird. Bei Altbauten muss häufig ein veralteter Zählerschrank ausgetauscht werden, auch das kann zwischen 500 und 1.500 € zur Gesamtsumme hinzufügen.

Wie bei vielen Produkten gibt es auch bei Photovoltaikanlagen günstige Alternativen und Premiumlösungen. Höherwertige Komponenten bieten meist bessere Leistungswerte, längere Garantien und eine längere Lebensdauer:

 

MerkmalTier-1-HerstellerGünstigere Alternativen
Preis für 10 kWp7.000–9.000 €5.000–7.000 €
Garantie25 Jahre Leistungsgarantie10–15 Jahre
Wirkungsgrad20–22 %16–18 %
Lebensdauer25–30 Jahre15–20 Jahre
Finanzierung akzeptiertJaOft nein

 

Wer überlegt, eine 10 kWp Anlage zu installieren, hat mit Sicherheit auch schon in Erwägung gezogen, eine kleinere Anlage zu installieren. Rein wirtschaftlich lohnt sich diese Entscheidung meist nicht, außer, es ist nicht genug Dachfläche vorhanden, um eine größere 10 kWp Anlage zu montieren. 

Die Montagekosten zum Beispiel bleiben beinahe gleich und es können häufig Standardmodule genutzt werden, die keine großen Anpassungen benötigen. Zudem reichen kleinere Anlagen in der Regel nicht aus, um einen heutigen 3–4-Personen-Haushalt zu versorgen, und es müsste langfristig dennoch mehr Strom aus dem Netz bezogen werden.

 

Komplettsets können Kosten sparen:

In der kompletten Neuanschaffung, wenn nicht bereits Teile eines PV-Systems installiert sind, lohnen sich für gewöhnlich auch Komplettsets von einem Anbieter. Nicht nur ist der Preis häufig sogar geringer, als alle Teile einzeln zu besorgen, auch spart sich der Verbraucher eine Menge Arbeit. 

Es besteht weniger Planungsarbeit, weil der Anbieter viel übernimmt, Produkte verschiedener Hersteller müssen nicht auf Kompatibilität geprüft werden, und bei Nachfragen und Garantiefragen gibt es nur einen Ansprechpartner. 

Ein Nachteil von Komplettsets wäre allerdings, dass das Set nicht sehr flexibel und individuell gestaltet ist. Verwinkelte Dächer zum Beispiel, oder Haushalte mit besonderem Stromverbrauch, wie extra viel Energieverbrauch im Außenbereich, profitieren gegebenenfalls dennoch von einem individuell zusammengestellten System.

 

Unterschiede in den Preisen können zudem durch den Wohnort beeinflusst werden:

 

RegionMontagekosten (10 kWp)Begründung
Süddeutschland6.000 € – 7.500 €Höhere Nachfrage, mehr Wettbewerb
Norddeutschland5.000 € – 6.000 €Geringere Nachfrage, weniger Anbieter
Städtisch (Ballungsräume)6.500 € – 8.000 €Höhere Lohnkosten, mehr Aufwand
Ländlich5.000 € – 6.000 €Geringere Lohnkosten, weniger Aufwand

Mögliche Zusatzkosten können entstehen durch Extrafeatures, die dem eigenen Bedarf gerecht werden. Einige Beispiele dafür sind:

  • Wallbox: Eine Wallbox ist eine Ladestation für Elektroautos, die schneller lädt als eine normale Steckdose. Sie ist fest installiert und nutzt nur überschüssige Energie aus der PV-Anlage.
  • Energiemanagementsystem: Ein Energiemanagementsystem umfasst Hardware und Software. Es koordiniert und überwacht den erzeugten Strom, den Speicher und den Verbrauch. Das Ziel ist, den Eigenverbrauch zu maximieren und so wenig Strom wie möglich aus dem Netz beziehen zu müssen.
  • Cloud-Abonnement: Häufig erfordern Monitoring- und Fernzugriffsoftwares des Anlagenbetreibers eine Monatsgebühr. Diese Monitoringsoftwares sind meistens ein Teil des Energiemanagementsystems.
  • Smart Meter: Ebenfalls ein Teil des Energiemanagementsystems. Ein Smart Meter liefert Echtzeitdaten zum Verbrauch und zur Einspeisung des Stroms.
  • Notstrom: Benötigt einen Hybridwechselrichter. Notstrom sorgt dafür, dass die wichtigsten Geräte wie der Kühlschrank auch bei einem Stromausfall im Netz weiterhin durch Solarenergie betrieben werden. Hierfür werden einige Schaltkreise über andere priorisiert.
  • Erweiterter Zählerschrank: Zusätzlich zu den herkömmlichen Stromzählern eines Hauses sind hier Zähler und Sicherungen für Wallbox, Energiemanagement und Wechselrichter enthalten.
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Wie hoch sind die Kosteneinsparungen durch Batteriespeicher?

Ohne Speicher könnten bei einer 10 kWp Anlage nur etwa 30 bis 35 % des erzeugten Stroms für den Eigenverbrauch genutzt werden. Tagsüber, wenn die Sonne scheint, könnte die Energie genutzt werden, der Rest würde ins Netz eingespeist und bei Nacht und hohem Verbrauch müsste Strom aus dem Netz bezogen werden. 

Mit einem guten Energiemanagement und Speichersystem können etwa 60–80 % der generierten Energie für den Eigenverbrauch genutzt werden. Durchschnittlich ist in Deutschland mit einer Ertragserwartung von etwa 9.000 bis 10.500 kWh pro Jahr bei einer 10 kWp Anlage zu rechnen.

Bei einem Strompreis von etwa 30 bis 33 Cent pro kWh aus dem Netz, im Gegensatz zu etwa 10 bis 15 Cent Erzeugungskosten bei einer Solaranlage pro kWh, ist mit etwa 15 bis 23 Cent pro kWh Ersparnis bei Nutzung einer PV-Anlage zu rechnen. 

Das bedeutet:

Mit Speicher und je nachdem, wie viel Strom verbraucht wird (zum Beispiel durch zusätzliches Betreiben einer Wärmepumpe oder das Laden eines E-Autos), sind so Einsparungen von 1.800 bis 2.800 € pro Jahr realistisch. Je höher der Preis des Strombezuges aus dem Netz wird, desto eher rentiert sich der Bezug selbst generierten Stroms.

Zwar kann eine geringe Vergütung von etwa 8 bis 10 Cent pro kWh für die Einspeisung ins Netz erhalten werden, allerdings rentiert sich meist das Speichern des Stroms. Dadurch wird zwar weniger Strom eingespeist, doch der Eigenbezug aus dem Netz zu Zeiten ohne Sonneneinwirkung ist deutlich teurer als der Verdienst der Einspeisung. 

Ohne Speicher kann im Jahr nur durch die Einspeisung ins Netz mit einem Verdienst von etwa 450 bis 650 € gerechnet werden, mit Speicher etwa 320 bis 470 €.

Amortisationszeit und Rendite einer 10 kWp PV-Anlage mit Speicher?

Die Amortisationszeit beschreibt die Zeit, die benötigt wird, bis sich eine ursprüngliche Investition durch folgende Einsparnisse wirtschaftlich rentiert. 

 

SzenarioInvestition (€)Eigenverbrauch (%)Jahresersparnis (€)Amortisation (Jahre)
10 kWp ohne Speicher12.000–15.00030–35 %800–1.00012–15 Jahre
10 kWp + 10 kWh Speicher20.000–28.00045–60 %1.200–1.50015–20 Jahre
10 kWp + 15 kWh Speicher25.000–35.000+50–65 %1.300–1.60017–22 Jahre

 

Bei einer 10 kWp-Anlage mit 10 kWh Speicher könnte zum Beispiel von einer ursprünglichen Investition von 25.000 € ausgegangen werden. Bei jährlichen Einsparungen von etwa 1.800 € würden nach 30 Jahren allein durch den Strombezug 54.000 € gespart werden. 

Rechnet man nun dieses Ersparnis minus die ursprüngliche Investition von 25.000 €, sind noch immer 29.000 € Ersparnisse vorhanden. Wartungskosten müssen hiervon noch abgezogen werden. Diese sind jedoch sehr individuell.

Bei steigenden Strompreisen erhöht sich zudem der eingesparte Betrag stetig.

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Optimale Speicherkapazität für eine 10 kWp PV-Anlage?

Die optimale Speichergröße liegt zwischen 5 und 10 kWh bei einer 10 kWp Photovoltaikanlage. Die Größe des Speichers, die gewählt werden soll, ist besonders davon abhängig, wie viel Strom im Haushalt genutzt wird und, ob dieser Strom eher tagsüber benötigt wird, wenn die Sonne scheint, oder nachts oder besonders oft bei Regen oder anderen Wettergegebenheiten ohne Sonne. 

Die Faustregel zur Entscheidung für einen Speicher ist jedoch 1 kWh Speicherkapazität pro 1 kWp erzeugten Strom. Somit tendieren die meisten Käufer bei einer 10 kWp Anlage zu einem 10 kWh Speicher.

Nach derzeitigem Stand sieht es so aus, als würden die Preise für Batteriespeicher weiterhin sinken. Dies liegt zum einen an der erhöhten Nachfrage und dem damit einhergehenden Wettbewerb, zum anderen aber auch an den immer effizienteren und wirtschaftlicheren Technologien und Produktionsmöglichkeiten. 

Die initialen Investitionskosten werden also vermutlich in Zukunft sinken, weshalb die Amortisationszeit (die Zeit, bis sich eine ursprüngliche Aufgabe wirtschaftlich rentiert) ebenfalls sinken wird.

FAQ: Kosten einer 10 kWp PV-Anlage mit Speicher

Die Kosten sind abhängig von vielen Faktoren wie den häuslichen Gegebenheiten, der Speichergröße und der Art der Montage. 

Bei den meisten 10 kWp Anlagen mit Speicher und Montage muss jedoch mit Kosten zwischen 16.000 € und 22.000 € gerechnet werden.

Auch hier variiert der Preis. Ohne Montage kann mit 7.000 € bis 10.000 € gerechnet werden. Inklusive Montage eher mit 13.000 € bis 16.000 €.

Es gibt viele Gründe, weshalb die Preise bei verschiedenen Anbietern und Herstellern variieren können. Unterschiedlicher Montageaufwand, verschiedene Leitungsverlegung oder regionale Vorgaben sind einige Faktoren. 

Doch auch, ob bei der Montage zum Beispiel ein Gerüst, die Anmeldung und Ähnliches enthalten sind, variiert.

Voraussetzung ist natürlich eine ausreichend große Dachfläche. Wenn diese gegeben ist, profitieren besonders Einfamilienhäuser mit einem vergleichsweise hohen Jahresstromverbrauch von etwa 4.000 bis 5.000 kWh.

Wie viel Energie eine 10 kWp-Anlage im Winter produziert, ist abhängig von der Lage, der Dachausrichtung und der Anzahl der sonnigen Tage im Winter. 

Meist erreichen in Deutschland PV-Anlagen etwa 20 bis 30 % der Leistung, die im Sommer erreicht wird. Somit ist größtenteils mit etwa 200 bis 300 kWh im Monat zu rechnen.

Auch das ist standort- und ausrichtungsabhängig. Grob kann mit 10.000 kWh jährlich gerechnet werden. Die Spanne kann realistisch allerdings auch von 9.000 bis 11.000 kWh pro Jahr reichen.

Je nach Modell kostet der eigentliche Speicher meist zwischen 5.500 € und 9.500 €. Inklusive Installation sollten zwischen 8.000 und 12.000 € eingeplant werden. 

Abhängig ist der Preis hier vor allem davon, welche Speichertechnik genutzt wird und was für ein Wechselrichter verwendet wird.