Solarplatten

Das erste, das einem bei dem Gedanken an eine Photovoltaikanlage in den Sinn kommt, sind vermutlich Solarplatten auf dem Dach oder lange Reihen auf dem Boden für den industriellen Betrieb. Doch worauf kommt es bei einer Solaranlage an? Was gibt es für Unterschiede? Wo können Solarplatten gekauft werden? Und welche Platte ist für den eigenen Gebrauch am geeignetsten?
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    Das Wichtigste in Kürze

    • Unter einer Solarplatte wird in den allermeisten Kontexten ein Photovoltaik-Modul verstanden.
    • Verschiedene Technologien haben unterschiedliche Wirkungsgrade.
    • Die Wahl der Module sollte für hohe Effizienz perfekt an die Standortbedingungen und Flächengröße des Daches angepasst werden.

    Was sind Solarplatten?

    In den meisten Fällen sind mit dem Ausdruck Solarplatten Photovoltaikmodule gemeint. Allerdings können auch Solarthermie-Module für die Heizung oder Hybridformen der beiden Arten gemeint sein. Entscheidend ist hier der genannte Kontext. 

    Während die Wörter Solarmodul, Solarpanel und PV-Modul in der Regel synonym verwendet werden, kann der Begriff Solarplatte neben den klassischen PV-Modulen auch andere Solartechniken, wie solche zur Wärmespeicherung, meinen.

    Wie funktionieren Solarplatten? 

    Eine Solarplatte besteht aus mehreren Solarzellen. Sie sind also die kleinste funktionelle Einheit. Auf diese trifft das Sonnenlicht und dadurch entsteht ein elektrischer Ladungsträger. Der hier erzeugte Gleichstrom wird in einem weiteren Schritt zu Wechselstrom umgewandelt, sodass er auch im Haushalt verwendet werden kann.

    Solarzellen bestehen typischerweise aus Halbleitermaterial wie Silizium. Bei einfallendem Licht werden hier Elektronen angeregt, wodurch eine elektrische Spannung entsteht und Strom fließen kann.

    Einfach ausgedrückt:

    Die Solarplatten sind wohl der zentralste Teil einer Photovoltaikanlage, da sie als eine Art Sammelstelle für Strom fungieren. Ohne den hier aufgenommenen Gleichstrom könnte nichts weiterverarbeitet werden.

    Nahaufnahme einer Solarplatte

    Welche Arten von Solarpanels und Solarzellen gibt es?

    TechnologieAufbau eines Panels/PrinzipTypische EffizienzStärkenSchwächenTypische Einsatzbereiche
    MonokristallinEinkristallines SiliziumHochSehr effizient, wenig Platzbedarf, langlebigTeurerDächer mit wenig Fläche, hochwertige PV-Anlagen
    PolykristallinMehrere SiliziumkristalleMittelGünstiger, bewährtGeringere Effizienz, mehr FlächePreisorientierte Projekte, Bestandsanlagen
    DünnschichtDünne HalbleiterschichtenEher niedrig bis mittelLeicht, gut bei diffusem Licht, temperaturstabilMehr Fläche nötig, geringer FlächenertragGroßflächen, Fassaden, Sonderlösungen
    PERCRückseitig passivierte ZellenHochHöherer Wirkungsgrad als StandardzellenTechnisch nicht alleinige ModulklasseModerne Standardmodule, oft monokristallin
    BifazialNutzung von Vorder- und RückseiteHoch bis sehr hoch, standortabhängigZusätzlicher Ertrag durch ReflexionBraucht passende Montage und hellen UntergrundFreiflächen, Carports, Solarparks, helle Untergründe
    HalbzelleGeteilte Zellen, reduzierte VerlusteHochWeniger Widerstandsverluste, besser bei VerschattungKein eigener Zelltyp, eher KonstruktionsprinzipBreites Standardsegment moderner Module

     

    Monokristalline Solarplatten werden aus einem einzelnen, hochreinen Siliziumkristall hergestellt. Hieraus werden sogenannte Wafer hergestellt. Das sind kreisrunde, sehr dünne "Scheiben", die zu den eigentlichen Solarzellen weiterverarbeitet werden. Die dunkelblaue bis schwarze Farbe einer Solarplatte sorgt dabei für die beinahe vollständige Absorption des eintreffenden Sonnenlichts.

     

    Wie ist der Wirkungsgrad von monokristallinen Solarplatten?

    Der Wirkungsgrad beschreibt, wie viel Prozent der einstrahlenden Sonnenenergie zu elektrischer Energie verwertet werden können. Monokristalline Module haben meist einen Wirkungsgrad zwischen 20 und 23%. Im Vergleich: Polykristalline Module hingegen haben einen etwas schwächeren Wirkungsgrad zwischen 16 und 19 %. 

     

    Vorteile von monokristallinen Solarplatten?

    Vorteilhaft an monokristallinen Solarplatten ist besonders, dass aufgrund des höheren Wirkungsgrades ein geringerer Platzbedarf herrscht. Zudem haben monokristalline Solarplatten meist eine lange Lebensdauer.

     

    Nachteile von monokristallinen Solarplatten?

    Nachteilig hingegen sind die höheren Anschaffungskosten. Dieser geht auf die aufwändigere Herstellung als bei polykristallinen Modulen und auf höhere Materialkosten zurück.

     

    Wann lohnen sich monokristalline Solarplatten?

    Besonders bei begrenzter Dachfläche oder einem sehr hohen Energiebedarf lohnt sich diese Art von Solarplatte.

    Auch polykristalline Solarplatten bestehen aus Silizium, allerdings wird hier ein Siliziumblock gewählt, der aus mehreren Kristallen besteht. Dieser wird gegossen und einfach in Wafer geschnitten.

     

    Vorteile?

    Die einfachere Herstellung bedeutete einen niedrigeren Kostenpunkt. Allerdings ist der Wirkungsgrad dafür nicht ganz so hoch wie bei monokristallinen Platten. Je nach Hersteller, Alter und Zellaufbau beträgt er zwischen 16 und 19 %. Neben dem guten Preis gelten auch polykristalline Module als sehr robust und langlebig. 

     

    Nachteile?

    Der geringere Wirkungsgrad bedeutet, dass mehr Fläche zum Aufstellen von Platten benötigt wird. Dazu kommt, dass der Preisunterschied zu monokristallinen Modulen heutzutage nicht mehr sehr groß ist. 

     

    Wann lohnen sich polykristalline Solarplatten?

    Da monokristalline Module auf lange Sicht gerechnet meist wirtschaftlicher als polykristalline Platten sind, werden immer weniger polykristalline Module installiert.

    Wie der Name es bereits verlauten lässt, besteht eine Dünnschicht-Solarplatte aus sehr dünnen Halbleiterschichten, statt aus einem dickeren Wafer. Diese werden direkt auf das Trägermaterial aufgetragen. Es wird weniger Rohmaterial benötigt und die Platten sind leichter und flexibler.

     

    Verschiedene Arten von Dünnschicht-Solarplatten:

    • CdTe: Cadmiumtellurid wird vor allem in großflächigen Anlagen verarbeitet
    • CIGS: Ist industriell anspruchsvoll, aber dafür sehr flexibel einsetzbar. Es besteht aus Kupfer, Indium, Gallium und Selen.
    • Amorphes Silizium: Wird häufig genutzt, wenn besondere Flexibilität gefragt ist. Die Siliziumkristalle bei dieser Technologie sind nicht speziell angeordnet.

    Da dünnschichtige Module so unterschiedlich gefertigt sind, kann kaum ein durchschnittlicher Wirkungsgrad genannt werden. In den meisten Fällen ist dieser jedoch geringer bei perfekten Sonnenbedingungen.

    Standortbedingt können Sie dennoch einen besseren Wirkungsgrad haben, da sie auch bei bewölktem Wetter oder hoher Hitze sehr gut arbeiten.

    Wer viel Fläche für die Installation von Solarplatten zur Verfügung hat, kann von dünnschichtigen Platten profitieren. Auch bei Dächern, die nicht so viel Gewicht tragen, oder an ungünstigen Standorten stehen, kann eine solche Platte in Erwägung gezogen werden.

    PERC steht für "Passivated Emitter and Rear Cell". PERC-Solarplatten nutzen eine zusätzliche Passivierungsschicht auf der Rückseite der Solarzelle. Die Schicht sorgt dafür, dass Licht, das nicht direkt in Strom umgewandelt wird, zurück in die Solarzelle reflektiert wird. Dadurch können mehr Sonnenstrahlen genutzt werden. Das erhöht den Wirkungsgrad und ermöglicht mehr Leistung bei gleicher Modulgröße.

    PERC hat sich bei modernen Solarplatten als wichtige Zelltechnologie etabliert. Sie wird heute häufig mit weiteren Technologien kombiniert, zum Beispiel mit der Halbzellentechnologie. Auch wenn inzwischen neuere Zelltechnologien an Bedeutung gewinnen, bleibt PERC eine wichtige Grundlage für viele effiziente Solarmodule.

    Das Besondere an bifazialen Solarplatten ist, dass sowohl die Vorder- als auch die Rückseite des Moduls Strom verwertet. Die Vorderseite ist genau wie herkömmliche Module aufgebaut und hat dieselbe Funktionsweise, die Rückseite verwertet dabei zusätzlich reflektiertes Licht.

    Hierbei lohnt es sich besonders, wenn die Module auf hellem Untergrund stehen, da diese nach dem Albedo-Effekt besonders gut Licht reflektieren. Dieses reflektierte Licht wird auf der Rückseite weiterverwendet.

    Die Ertragssteigerung durch bifaziale Solarplatten ist stark abhängig von Standort und Installation. Bei ungünstigen Gegebenheiten wie einem dunklen oder unebenen Untergrund ist kaum ein Unterschied bemerkbar. Ein idealer Standort kann die Amortisationszeit um einiges verkürzen.

     

    Was ist ein idealer Standort für bifaziale Solarplatten?

    Ein idealer Standort ist nicht von Schatten bedeckt, hat ein Dach, auf dem genügend Paneele in einem günstigen Winkel montiert werden können, und liegt in einer Region mit sonnigem, aber nicht zu heißem Wetter.

     

    Wann lohnen sich bifaziale Solarplatten?

    Dafür gilt es zu berechnen, ob der zu erwartende Mehrertrag die höheren Anschaffungskosten während der Lebenszeit der Solarplatten ausgleicht und übersteigt.

    Bei Solarplatten mit Halbzellentechnologie werden die einzelnen Solarzellen in zwei kleinere Zellen geteilt. Dadurch fließt weniger Strom durch jede Zellhälfte. Das senkt elektrische Verluste und kann die Leistung des Solarmoduls verbessern.

    Ein weiterer Vorteil: Halbzellenmodule reagieren oft besser auf Teilverschattung. Wenn zum Beispiel ein Bereich des Moduls durch Schmutz, Laub oder Schatten weniger Licht bekommt, kann der andere Bereich weiterhin Strom erzeugen. Dadurch arbeitet das Modul insgesamt stabiler.

    Halbzellen sind kein eigenes Solarmaterial, sondern eine bestimmte Bauweise des Moduls. Deshalb lässt sich die Technologie gut mit anderen Zelltechnologien kombinieren, etwa mit PERC oder bifazialen Solarplatten. Bei modernen Solarmodulen ist die Halbzellentechnologie inzwischen weit verbreitet.

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    Wie gut sind Solarplatten?

    Der Wirkungsgrad beschreibt die Effizienz eines Moduls. Je höher der Wirkungsgrad, desto effizienter wandelt die Solarplatte Sonnenlicht in verwendbare Energie um.

     

    TechnologieartWirkungsgrad (grobe Schätzung)
    Monokristallinca. 20 bis 23 %
    Polykristallinca. 15 bis 18 %
    Dünnschichtca. 5 bis 17 %

     

    Neben der eingesetzten Technologie gibt es auch weitere Einflussfaktoren auf den Wirkungsgrad. Der Wirkungsgrad einer Solarplatte ist nicht jeden Tag zu jeder Zeit gleich:

    • Temperatur: Ähnlich wie ein überhitzter Computer sinkt auch bei Solarmodulen die Leistung mit steigender Hitze. Auch wenn im Hochsommer besonders viel Sonneneinstrahlung auf das Modul wirkt, ist mit einigen Einbußen zu rechnen.
    • Verschattung: Eingeschränkte UV-Verfügbarkeit durch Teilverschattungen wie Schornsteinen, Bäumen oder Wolken mindern den Energieertrag ebenfalls.
    • Verschmutzung: Dasselbe gilt bei Verschmutzungen, beispielsweise durch Staub, Pollen, Laub oder Vogelkot.
    Wichtig zu wissen:

    Der angegebene Wirkungsgrad einer Solarplatte ist meist ein Laborwert. Er wird unter optimalen Testbedingungen gemessen. Im Alltag kann der tatsächliche Ertrag niedriger ausfallen, zum Beispiel durch Hitze, Schatten, Verschmutzung oder eine ungünstige Ausrichtung des Moduls.

    Wie viel Leistung haben Solarplatten?

    Die Leistung einer Solarplatte wird in Wp oder kWp angegeben. Wp steht für "Watt-Peak" und beschreibt die maximale Nennleistung eines Moduls unter standardisierten Testbedingungen. Diese Werte werden im Labor bei 1.000 W/m² Einstrahlung, 25 °C Zelltemperatur und einem festgelegten Lichtspektrum gemessen. 

    Moderne Solarmodule für Hausdächer liegen häufig bei etwa 400 bis 470 Wp. Leistungsstärkere Module erreichen oft 470 bis 550 Wp. Sehr große Module, die eher auf Freiflächen oder großen Gewerbedächern eingesetzt werden, können auch deutlich höhere Werte erreichen.

    Welche Leistung sinnvoll ist, hängt vor allem vom Energiebedarf, der verfügbaren Dachfläche und dem gewünschten Ertrag ab. Bei wenig Platz sind Module mit hoher Leistung pro Quadratmeter besonders interessant. Für Balkonkraftwerke gelten zusätzlich eigene technische und rechtliche Anforderungen.

    Wie oben bereits erwähnt, mindert eine Temperatur über 25 °C die Leistung, da die Zellspannung sinkt. Was bedeutet, dass der reale Ertrag an besonders warmen Tagen trotz starker Sonneneinwirkung unter dem Laborwert liegen kann.

    Besonders deutlich wird dieser Unterschied bei kristallinen Modulen. Dünnschichtige Solarplatten haben hier in der Regel geringere Einbußen.

    In der Praxis bedeutet das, dass ausreichend Abstand zum Dach für eine gute Hinterlüftung wichtig ist. Besonders gefährdet von diesem Leistungsverlust aufgrund von zu hoher Hitze sind Anlagen, die auf flachen oder dunklen Dächern installiert wurden, oder wo die Module aufgrund von Platzmangel zu nah aneinander stehen.

    Unter Degradation versteht man den Leistungsverlust, der im Laufe der Zeit eintritt. Ursachen sind meist Materialverschleiß durch Alterung, UV-Belastung, Feuchtigkeit und Temperaturwechsel.

    Bei jeder Solarplatte ist mit einem gewissen Leistungsschwund über die Jahre zu rechnen. Wie schnell dieser eintritt und wie viel Leistung eingebüßt wird, hängt jedoch von Qualität und Art der Technologie ab.

     

    TechnologieTypische jährliche Degradation (nach Initialphase)Initialdegradation (12 Jahre)Leistung nach ca. 25 Jahren
    Monokristallin0,3–0,5 %1–2 %80–85 %
    Polykristallin0,1–0,2 %1–2 %85–90 %
    Dünnschicht CIGSca. 0,5 %1–2 %ca. 87–90 %
    Dünnschicht CdTe0,24–0,42 %1–2 %88–92 %
    Dünnschicht a-Si0,5–2 %20–25 %60–75 %

    Wie groß sind Solarplatten?

    Es gibt keine genormte Solarmodulgröße, aber häufig liegen die Maße grob bei 1.700 x 1.000 mm. Die meisten Solarmodule haben eine Fläche zwischen 1,6 und 2 m². Dabei hat eine Solarplatte oft 60 Solarzellen.

    Werden Solarmodule derselben Technologie und Herstellung verglichen, bedeutet eine größere Fläche eine größere Leistung, da mehr UV-Strahlen erfasst werden können. Solarplatten verschiedener Technologien und Hersteller wiegen unterschiedlich viel. 

    Typischerweise kann bei einem Haushalt mit bis zu einer Tonne Gewicht gerechnet werden, die auf dem Dach verbaut wird. Es ist also immer zu bedenken, ob das eigene Dach diesem Gewicht standhält. 

    Bei weniger belastbaren Dächern kann es effektiver sein, weniger Module zu installieren, die dafür eine größere Fläche haben, da diese in Summe bei gleicher Leistungserwartung häufig weniger wiegen.

     

    Anlagengröße (kWp)Flächenbedarf monokristallin (ca. m²)Flächenbedarf polykristallin (ca. m²)
    1 kWp5–5,5 m²7–10 m²
    3 kWp15–17 m²21–30 m²
    5 kWp25–28 m²35–50 m²
    10 kWp50–55 m²70–100 m²
    20 kWp100–110 m²140–200 m²
    50 kWp250–275 m²350–500 m²
    100 kWp500–550 m²700–1.000 m²
    Solarteur trägt Solarmodul

    Wie wähle ich die richtige Solarplattengröße aus?

    Für die Planung einer PV-Anlage sollte zuerst der eigene Strombedarf ermittelt werden. Als Orientierung gilt: Die Anlage sollte möglichst gut zum jährlichen Stromverbrauch passen. Wie viele Module dafür benötigt werden, hängt von Leistung, Größe und Hersteller der Solarplatten ab. Grob kann man bei modernen Modulen mit etwa 2 bis 3 Modulen pro 1 kWp Anlagenleistung rechnen.

    Es lohnt sich, mehrere Angebote einzuholen und miteinander zu vergleichen. Neben dem Preis sollten auch Modulqualität, Wechselrichter, Speicheroptionen, Montage, Garantien und Service berücksichtigt werden. Im letzten Schritt wird die Anlage fachgerecht installiert, angemeldet und in Betrieb genommen.

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    Wie teuer sind Solarplatten?

    TechnologieTypische Leistung (Wp)Preis per ModulPreis pro Wp
    Monokristallin400–470 Wpca. 45–55 €ca. 0,11–0,14 €/Wp
    Polykristallin300–360 Wpca. 35–45 €ca. 0,12–0,15 €/Wp
    Dünnschicht CIGS200–300 Wpca. 30–40 €ca. 0,15–0,18 €/Wp
    Dünnschicht CdTe200–350 Wpca. 30–42 €ca. 0,15–0,17 €/Wp
    Dünnschicht a-Si100–200 Wpca. 15–25 €ca. 0,15–0,20 €/Wp

     

    Die Gesamtkosten einer Photovoltaikanlage variieren stark, je nach Zubehör und Leistung. Die meisten Privathaushalte verwenden eine 10-kWp-Anlage; bei einer solchen ist mit Montage und Wechselrichter mit mindestens 12.000€ zu rechnen.

    Auch wenn die Kosten für eine komplett neue Anschaffung noch immer hoch sind, zeigt der Trend, dass die Investition immer geringer wird:

     

    JahrPreis pro kWpVeränderung
    2006ca. 5.000 €/kWpBasis
    2010ca. 2.800 €/kWp-44%
    2015ca. 1.800 €/kWp-36%
    2020ca. 1.400 €/kWp-22%
    2021ca. 1.300 €/kWp-7%
    2024ca. 1.200 €/kWp-8%
    2026ca. 1.100–1.400 €/kWpStabil bis +10–15 % (Module)
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    Ab wann lohnen sich Solarplatten?

    Die Amortisationszeit beschreibt die Zeit, die es bedarf, bis die Erträge einer Investition den ursprünglichen Anschaffungspreis übersteigen und somit Gewinn erzielt wird. Sie wird wie folgt berechnet:

    Amortisationszeit = Gesamtinvestitionskosten ÷ jährliche Nettoerträge (Eigenverbrauch + Einspeisevergütung − Betriebskosten).

    Beeinflusst wird diese Zeit von der Höhe des Ertrags, den die Anlage bringt (zu beachten ist ein womöglich verminderter Wirkungsgrad durch den Standort oder Witterungsumstände), der Höhe des Eigenverbrauchs, den aktuellen Strompreisen und den Kosten für die ursprüngliche Investition. 

     

    Anlagengröße & AusstattungTypische Amortisationszeit in Deutschland
    7 kWp ohne Speicher8–14 Jahre
    7 kWp mit Speicher9–15 Jahre
    10 kWp mit E-Auto, ohne Speicher6–12 Jahre
    10 kWp Dachanlage ohne Speicher10–12 Jahre
    Typische Amortisation allgemein8–14 Jahre

     

    Für die meisten Solarplatten lohnt sich ein Betrieb von etwa 25 Jahren, danach ist es in vielen Fällen wirtschaftlicher, über einen Austausch der Platten nachzudenken, da die Degeneration zu diesem Zeitpunkt schon recht fortgeschritten ist.

    Wie Solarplatten ausrichten?

    Um über den Tag hinweg den größtmöglichen Ertrag zu generieren, sollten die Solarplatten in Richtung Süden ausgerichtet werden. Das rentiert sich besonders für Anlagen mit Stromspeicher. Wer keinen Speicher besitzt und einen höheren Eigenverbrauch, aber dafür weniger Maximalertrag pro Tag nutzen möchte, sollte die Platten in Ost-West-Richtung planen. 

    Der individuell beste Neigungswinkel der Platten sollte am besten von Experten vor Ort bestimmt werden. Allgemein sind Paneele der Photovoltaikanlage in Südausrichtung etwas stärker aufgestellt (zwischen 30 und 40 °) und Platten in Ost-West-Ausrichtung etwas flacher (10–20°). Allerdings gibt es auch Unterschiede zwischen Nord- und Süddeutschland, und durch umliegende Berge oder Wälder.

    Solarmodule auf einem Einfamilienhaus

    Welche Solarplatten sind die besten?

    Die Qualität von Solarplatten ist maßgeblich für die Langlebigkeit und Robustheit. Je besser die Qualität, desto geringer sind die Einbußen durch Reparaturen und Degeneration. 

    An einigen Kriterien kann die Qualität eines Solarpanels erkannt werden:

    • Materialien: Das verarbeitete Silizium sollte hochwertig sein, zudem sollte der Rahmen möglichst stabil, aber leicht sein und die Auflage möglichst dünn.
    • Verarbeitung: Die Kontaktierung muss langlebig sein, und sich nicht nach kurzer Zeit schon lösen. Auch Verschweißungen müssen sauber und genau sein.
    • Zertifikate: Die Leistung und Haltbarkeit werden durch IEC 61215 zertifiziert, die Sicherheit durch IEC 61730. Sie sind Pflichtzertifikate für Solarmodule. Zusätzliche vertrauenswürdige Prüfzertifikate sind TÜV, VDE und CS
    KategorieAsiatische Hersteller (China, Korea, Indien, Singapur)Europäische Hersteller (Deutschland, Österreich, Frankreich)Amerikanische Hersteller (USA)
    PreisMeist günstiger, hohe Preis-LeistungHöherSehr hoch
    Qualitätvariiert starkhäufig Premium-Qualität, hohe Standards, TÜVHigh-End, technologiegetrieben, zuverlässig
    ProduktionskapazitätSehr hoch (Millionen Module pro Jahr)Begrenzt, häufig lokal produziertMittel, hoch spezialisiert
    StärkeSkalierung, Preis-Leistung, InnovationQualität, Garantie, Datenschutz, lokale ProduktionTechnologie, Effizienz, Forschung
    Top 5 Hersteller

    1. Jinko Solar

    2. LONGi Green Energy

    3. JA Solar

    4. Trina Solar

    5. Canadian Solar

    1. Solarwatt 

    2. Luxor Solar 

    3. Q-Cells / Hanwha 

    4. Meyer Burger

    5. Heliatek 

    1. First Solar 

    2. Maxeon Solar Technologies 

    3. Enlight Renewables

    4. Mission Solar Energy

    5. SunPower 

     

    FAQ: Solarplatten

    Umgangssprachlich ja. Meist werden Solarmodule als PV-Module gemeint, wenn von Solarplatten die Rede ist. Allerdings könnten in einigen Ausnahmefällen auch Solarthermie-Module gemeint sein. Diese erzeugen keine elektrische Energie, sondern nutzen die Sonne direkt für den Einsatz von Wärmeenergie.

    Die dunklen Platten verwenden das Licht der Sonne. Sonnenlicht trifft auf die Solarzellen, wodurch eine elektrische Ladung entsteht. Das Modul erzeugt hieraus Gleichstrom und ein Wechselrichter wandelt diesen zu Wechselstrom für den Einsatz im Haushalt um.

    Die gängigsten Solarplatten zur Erzeugung elektrischer Energie sind monokristalline Module, polykristalline Module und Dünnschichtmodule. Dünnschichtmodule haben von diesen 3 Arten oft die niedrigste Leistung, dafür sind sie flexibler. 

    Polykristalline Module sind überwiegend preiswerter als monokristalline Module, allerdings haben sie auch eine geringere Leistung. Am effizientesten und heute am häufigsten eingesetzt sind monokristalline Module.

    Die Leistung ist abhängig von der Größe, der Technik, dem Hersteller und dem Wetter. Im Privatgebrauch haben die meisten Solarplatten eine Leistung zwischen 350 und 450 Watt Peak. 

    High-End Module können sogar bis zu 600 Watt Peak erreichen, sind jedoch noch nicht weit verbreitet und für den Privatgebrauch häufig nicht wirtschaftlich.

    Häufig muss pro Panel mit einem Preis zwischen 40 und 90 € gerechnet werden. Je nach Hersteller und Art des Moduls sind etwa 10 bis 20 Cent pro Wattpeak eine Faustregel, mit der eine ganz grobe Überschlagung der Kosten gestartet werden kann. 

    Die reinen Modulkosten einer 10-kWp-Anlage (ohne Installation, Gerüst, oder sonstiges Zubehör) belaufen sich oft auf etwa 2.000 bis 2.500 €.

    Je nach den eigenen Bedürfnissen, Gegebenheiten des Daches und klimatischen Einflüssen des Standortes sind unterschiedliche Solarpaneele ideal. 

    Für Privatpersonen mit relativ kleiner Dachfläche (verglichen mit Industriestandorten) bieten monokristalline Module meist den besten Mix aus Wirkungsgrad, Fläche und Haltbarkeit.

    Für die grobe Reinigung reicht häufig schon ein starker Regen aus. Dieser entfernt Staub, Sand und gelandete Blätter. 

    Sollte die Verschmutzung dennoch zum Beispiel durch Pollen, hartnäckiges Laub oder Vogelkot die Leistung zu sehr einschränken, können ein weiches Tuch oder ein weicher Schwamm und weiches Wasser genutzt werden. 

    Auf aggressive Reiniger oder Bürsten sollte verzichtet werden.

    Für den privaten Gebrauch ist es vermutlich nicht zielführend, einzelne Solarzellen zu kaufen. Solarzellen sind ein Bestandteil der eher üblichen Solarpaneele. 

    Wer über die Anschaffung einer Photovoltaikanlage nachdenkt, sollte in fertige Solarmodule bzw. Paneele investieren. Einzelne Solarzellen zu kaufen, rentiert sich für Bastler, die eigene Projekte verfolgen.

    Das eine schließt das andere nicht aus. Eine Wärmepumpe nutzt Wärme aus der Umgebung (zum Beispiel der Luft, oder dem Grundwasser) und bringt diese unter Nutzung elektrischer Energie auf ein höheres Temperaturniveau, welches zum Heizen genutzt werden kann. 

    Eine Solaranlage ist also eine gute Möglichkeit, dem erhöhten Strombedarf durch eine Wärmepumpe entgegenzuwirken.