Wärmepumpe 2026: Jetzt handeln, bevor die Förderung weiter sinkt

14.08.2026
Seit Juli gelten neue Förderregeln für Wärmepumpen. Ab Februar 2027 sinken wichtige Zuschüsse erneut. Warum sich die Nachrüstung gerade für PV-Besitzer jetzt besonders lohnen kann.
Schwarze Wärmepumpe von STIEBEL ELTRON

Aktuell sind weiterhin attraktive Zuschüsse für Wärmepumpen möglich. Doch das Zeitfenster ist begrenzt: Ab Februar 2027 werden wichtige Förderbestandteile erneut reduziert. 

Wer ohnehin über den Austausch seiner Heizung nachdenkt, sollte deshalb nicht unnötig warten. Gerade mit einer bestehenden Photovoltaikanlage lässt sich eine Wärmepumpe besonders sinnvoll in das eigene Energiesystem integrieren.

Neue Förderung seit Juli: Warum Abwarten teurer werden kann

Für Anträge seit dem 21. Juli 2026 gelten folgende neue Förderbedingungen: Die Grundförderung bleibt bei 30 %. Der Effizienzbonus und der Emissionsminderungszuschlag sind entfallen. Gleichzeitig steht bereits fest: Ab dem 1. Februar 2027 wird die Förderung erneut reduziert.

 

 Bis 20. Juli 2026Seit 21. Juli 2026Ab 1. Februar 2027
Grundförderung30 %30 %30 %
Klimageschwindigkeitsbonus20 %16 %12 %
Förderfähige Kosten, 1. Wohneinheit30.000 €28.000 €27.250 €
Einkommensbonus30 %110 bis 40 %10 bis 40 %
Effizienzbonus für Wärmepumpen5 %entfälltentfällt
Maximale Gesamtförderung70 %bis zu 80 %2abhängig von Voraussetzungen

1Bis 20. Juli 2026: 30 % bei einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen bis 40.000 € für selbst genutzte Wohneinheiten.
2Grundsätzlich beträgt die Förderobergrenze 70 %. Für bestimmte selbstnutzende Eigentümer sind bis zu 80 % möglich.

 

Die Entwicklung ist klar: Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt bereits zum 1. Februar 2027 von 16 auf 12 %. Gleichzeitig reduziert sich der maximal förderfähige Kostenbetrag um weitere 750 €. Anschließend werden beide Werte alle sechs Monate weiter reduziert.

Mit Blick auf die bevorstehenden Änderungen lohnt es sich, die Planung jetzt anzustoßen und die aktuellen Fördermöglichkeiten zu sichern.

Ihre PV-Anlage macht die Wärmepumpe besonders wirtschaftlich

Einfamilienhaus mit PV-Anlage, Wärmepumpe und Wallbox

Ihre PV-Anlage macht die Wärmepumpe besonders wirtschaftlich

Viele Hausbesitzer fragen sich, ob sich eine Wärmepumpe rechnet. Für PV-Besitzer ist die Ausgangslage besonders interessant: Ein Teil des benötigten Stroms wird bereits auf dem eigenen Dach erzeugt.

Dadurch können Sie mehr Ihrer selbst erzeugten Energie direkt im eigenen Haus nutzen, statt sie ins Netz einzuspeisen. Ihre PV-Anlage liefert damit nicht nur Strom für Haushaltsgeräte, sondern kann auch Heizung und Warmwasser unterstützen.

Was kann das finanziell bedeuten?

Ihr EnergiesystemJährliche Einsparung*
PV-Anlageüber 2.100 €
PV-Anlage + Wärmepumpeüber 3.800 €
Zusätzlich durch die Wärmepumpeüber 1.600 €

*Beispielrechnung für ein typisches Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche. Individuelle Werte können abweichen. Die Einsparung mit PV-Anlage liegt bei rund 2.121 € pro Jahr. Das Szenario PV-Anlage plus Wärmepumpe erreicht rund 3.800 € Gesamteinsparung pro Jahr

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Mehr Eigenverbrauch statt Netzeinspeisung
  • Weniger Abhängigkeit von Gas und Öl
  • Niedrigere laufende Energiekosten
  • Bestehende PV-Anlage sinnvoll erweitern

Die Wärmepumpe ist dabei kein komplett neues Energiesystem, sondern die logische Erweiterung Ihrer vorhandenen PV-Anlage.

Gerade jetzt im Sommer ist der richtige Zeitpunkt

Eine Heizung modernisiert man am besten, wenn man sie gerade nicht dringend braucht. Genau deshalb ist der Sommer ideal, um die Wärmepumpe zu planen.

Wer jetzt startet, kann die nächsten Monate nutzen, um:

  • die Eignung des Gebäudes prüfen zu lassen
  • die passende Wärmepumpe zu planen
  • die Förderung rechtzeitig zu beantragen
  • die Installation vor der nächsten Heizsaison vorzubereiten

Wer dagegen erst handelt, wenn die Heizung im Herbst oder Winter Probleme macht, hat deutlich weniger Planungsspielraum.

Nicht irgendeine Wärmepumpe. Sondern die passende Lösung.

Eine Wärmepumpe sollte zu Ihrem Haus, Ihrem Energiebedarf und Ihrer bestehenden PV-Anlage passen. Entscheidend sind deshalb nicht nur Gerät und Preis, sondern vor allem die richtige Planung und Dimensionierung.

Bei Solarwatt betrachten wir Ihre Energieversorgung als Gesamtsystem. PV-Anlage, Wärmepumpe, Speicher und Energiemanagement können zusammenspielen, damit Sie möglichst viel Ihrer selbst erzeugten Energie sinnvoll nutzen.

Dabei geht es nicht darum, Ihre bestehende Anlage neu aufzubauen. Es geht darum, sie gezielt um einen weiteren Baustein zu ergänzen.

Mehr Unabhängigkeit von Gas- und Ölpreisen

Eine Wärmepumpe nutzt neben Strom auch kostenlose Umweltwärme. Dadurch kann sie aus einer Kilowattstunde Strom mehrere Kilowattstunden Wärme erzeugen.

Wenn ein Teil des benötigten Stroms aus Ihrer eigenen PV-Anlage kommt, können Sie zusätzlich Ihre Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und deren Preisentwicklung reduzieren. 

Das macht die Kombination aus PV und Wärmepumpe nicht nur heute interessant, sondern auch für die langfristige Energieversorgung Ihres Hauses.

Unverbindlich prüfen lassen

Jetzt prüfen, ob sich eine Wärmepumpe für Ihr Zuhause lohnt

Die Förderung wird ab 2027 schrittweise reduziert. Nutzen Sie die aktuell geltenden Bedingungen und lassen Sie prüfen, welche Wärmepumpenlösung zu Ihrem Zuhause und Ihrer bestehenden PV-Anlage passt.