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PV Speicher: Photovoltaikstrom auch Nachts nutzen
Stromspeicher für mehr Effizienz

In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach Stromspeichern für den privaten Gebrauch deutlich gestiegen, wie die Antragszahlen für das Speicherförderprogramm der KfW Bank zeigen. So wurden bis September 2015 bereits rund 14.000 Anträge genehmigt. Hauptgründe für diesen Trend sind der Wunsch nach niedrigeren Stromrechnungen und Unabhängigkeit sowie deutlich sinkende Preise.

Für Betreiber privater PV Anlagen ist es inzwischen günstiger, den Solarstrom selber zu verbrauchen, als ihn in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen und dafür die Einspeisevergütung zu erhalten. Seit 2011 liegt diese unter dem Strompreis. Dies hat zur Folge, dass die Nachfrage nach Speichermöglichkeiten deutlich gestiegen ist.

Stromspeicher ermöglichen die Optimierung des Eigenverbrauchs, so dass die Stromkosten nachhaltig gesenkt werden können!

 

Stromspeicher - Was steckt dahinter

Photovoltaikanlagen ohne Speicher produzieren Solar Strom, der sofort genutzt werden muss. Dies ist selten effektiv, da der Strom vor allem am Tag erzeugt wird. In dieser Zeit ist jedoch der Strombedarf der meisten Haushalte gering. In der Regel steigt der Bedarf in den Abendstunden deutlich an. Mit einem Speicher können Sie den tagsüber nicht benötigten Solarstrom dann nutzen, wenn Sie ihn wirklich brauchen.

Ohne dass Sie Ihre Gewohnheiten ändern müssen, erreichen Sie:

  • Die nachhaltige Verringerung Ihrer Stromrechnung und
  • Ihren persönlichen Beitrag zur Energiewende
  • Die Optimierung des Eigenverbrauchs und die Erhöhung der Unabhängigkeit vom Energieversorger.

 

Blei- oder Lithium-Ionen-Batterie - Eine Grundsatzentscheidung

Stromspeicher für den privaten Gebrauch sind entweder mit Blei-Säure-, Blei-Gel- oder Lithium-Ionen-Batterien ausgestattet. Blei-Säure-Batterien waren in der Vergangenheit am weitesten verbreitet, u.a. als Autobatterien. Aufgrund der deutlichen Vorteile von Lithium-Ionen-Batterien gegenüber Blei-Akkus setzen sich diese zunehmend durch und gelten auch im Bereich der Photovoltaik in den letzten Jahren als maßgebend.

Lebensdauer: Bei Lithium-Ionen-Batterien ist eine erwartete Lebensdauer von ca. 15 Jahren möglich, während diese bei Blei-Batterien bei Werten zwischen 5 und max. 10 Jahren liegt.

Wichtig: Blei-Akkus müssen zwingend in einem belüfteten Raum untergebracht werden, da die Batterien ausgasen. Bei Lithium-Ionen-Batterien ist dies nicht notwendig.


Entladetiefe: Lithium-Ionen-Batterien erreichen eine Entladetiefe von bis zu 100 %, hingegen können Blei-Batterien üblicherweise nur zu 50 % entladen werden, da sich eine tiefere Entladung negativ auf die Betriebsdauer auswirkt.

Systemwirkungsgrad: Der Systemwirkungsgrad bei Lithium-Ionen-Akkus erreicht über 90 %, bei Blei-Batterien sind ca. 70 % möglich. Photovoltaikanlagen mit Blei-Batterien müssen deshalb größer dimensioniert werden, wodurch unnötige Mehrkosten entstehen.

Unser Tipp: Wählen Sie einen Photovoltaikspeicher auf Basis einer Lithium-Ionen-Batterie.

 

Den geeigneten Photovoltaik Speicher finden - Darauf sollten Sie achten!

Haben Sie die Grundsatzentscheidung Lithium-Ionen- oder Blei -Batterie getroffen, sind weitere Kriterien für die Auswahl des passenden Stromspeichers entscheidend:

Speicherkapazität

Die Speichergröße bzw. Speicherkapazität wird an den jeweiligen Bedarf angepasst. Grundlegend sollte der Speicher groß genug sein, einen Haushalt vom Abend bis zum nächsten Morgen mit Solarstrom zu versorgen. Für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresstromverbrauch von ca. 4.500 Kilowattstunden (kWh) ist meist eine Größe von 4 bis 6 kWh ausreichend. Wird das Gerät jedoch zu klein oder zu groß dimensioniert, entstehen unnötige Mehrkosten, wie die folgende Beispielrechnung zeigt:

Ist das Speichersystem zu klein, kann nicht genug Energie gespeichert werden, um den Bedarf zu decken. Der Zukauf von Netzstrom wird notwendig. Werden 300 kWh Strom mehr benötigt als gespeichert, ergeben sich Mehrkosten von ca. 84 € (bezogen auf einen Strompreis von 0,28 €/kWh).

Bei einem zu großen Speicher wird hingegen der nicht benötigte Solar Strom dauerhaft gespeichert. Die Netzeinspeisung und somit die Vergütung entfallen. Ausgehend von 12,4 ct/kWh für die Einspeisung bedeuten 500 kWh nicht eingespeister Solarstrom Einbußen in Höhe von ca. 62 €.

Entladetiefe

Die Entladetiefe gibt an, wie viel Prozent der gespeicherten Energie überhaupt aus dem Gerät entnommen werden kann. Um Schäden zu verhindern, braucht ein Großteil der Energiespeicher für Strom eine Restladung. Marktüblich sind Entladetiefen zwischen 50 % bei Blei-Akkus und bis zu 100 % bei Lithium-Ionen-Akkus wie dem Stromspeicher SOLARWATT MyReserve 500.

Laut Bundesverband Solarwirtschaft e. V. sollte die Entladungstiefe eines Stromspeichers nie unterschritten werden, da sich dadurch die Lebensdauer der Batterie deutlich verringert.


Eigenstrombedarf

Für die Wahl der richtigen Speichergröße empfiehlt sich die möglichst genaue Ermittlung des Strombedarfs Ihres Haushalts. Dazu können Sie sich die Jahresstromverbräuche der vergangenen 5 Jahre als Grundlage anschauen oder Sie lassen den Bedarf durch einen Fachmann ermitteln.

Als Faustformeln für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt gelten:

Der Strombedarf (ca. 4.500 kWh) kann von einer Photovoltaikanlage mit 4 bis 6 Kilowattpeak (kWp) gedeckt werden.

Ein Stromspeicher sollte eine nutzbare Speicherkapazität von 4 bis 6 kWh aufweisen. Die genaue Kapazität berechnet sich aus dem jeweiligen Kilowattstunden Bedarf.

Der im Komplettpaket Store enthaltene Photovoltaik Speicher MyReserve 500 verfügt über eine Kapazität von 4,4 kWh bei einem Gesamtwirkungsgrad von 93 % und kann in der erweiterten Version die benötigte Strommenge eines Vier-Personen-Haushalts erzeugen.

Wirkungsgrad des Systems

Während des Speicherprozesses ergeben sich Umwandlungsverluste, d.h. ein Teil der Energie wird bspw. in Wärme umgewandelt. Der Gesamtwirkungsgrad gibt an, wie viel Prozent der im System gespeicherten Energie tatsächlich genutzt werden. Marktüblich sind Schwankungen zwischen 70 % und 95 %.

Unser Tipp: Entscheiden Sie sich für einen Speicher mit einem Gesamtwirkungsgrad von über 90 %.

Bitte beachten Sie, dass Wirkungsgrad der Batterie und Gesamtwirkungsgrad unterschiedliche Angaben sind. Der Gesamtwirkungsgrad bezieht sich nicht nur auf die Batterie, sondern auf den kompletten Speicher. Aufgrund von Umwandlungsverlusten ist der Gesamtwirkungsgrad meist deutlich geringer als der Batterie-Wirkungsgrad und wird von den meisten Anbietern verschwiegen.

MyReserve arbeitet vor dem Wechselrichter. Das heißt, die Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom entfällt. Deshalb treten nur geringe Umwandlungsverluste auf. Die Stromumwandlung erfolgt erst, wenn der Strom in das Hausnetz eingespeist wird. MyReserve speichert direkt den Gleichstrom aus der Solaranlage und erreicht deshalb einen Batterie-Wirkungsgrad von 99,2 % und einen Gesamtwirkungsgrad von 93 %. Der gute Gesamtwirkungsgrad ergibt sich auch aus den perfekt aufeinander abgestimmten Systemkomponenten.


Lebensdauer

Die erwartete Lebensdauer von Stromspeichern variiert zwischen 5 und 15 Jahren je nach Modell und Hersteller. Bei MyReserve liegt diese bei ca. 15 Jahren, eine Leistungsgarantie über mindestens 80 % Kapazität des Batteriemoduls für 10 Jahre ist ebenfalls enthalten.

Unser Tipp: Wählen Sie ein Photovoltaik Speichersystem mit einer Garantie von 10 Jahren.

 

So funktionieren Stromspeicher

Der Zweck von Stromspeichern ist klar: Sie stellen Solarstrom genau dann zur Verfügung, wenn Sie ihn brauchen - meist in den Abend- und Nachtstunden.

Dahinter verbirgt sich das folgende Prinzip:

Der in einer Photovoltaikanlage erzeugte Strom wird zunächst für den Eigenverbrauch genutzt. Das heißt, aktive Stromverbraucher, wie beispielsweise Kühltruhen oder andere Haushaltsgeräte, werden mit dem Strom betrieben. Steht jedoch mehr Strom als gebraucht zur Verfügung, fließt der überschüssige Solarstrom in die Batterie des Speichers - dieser wird geladen. Erst wenn der Speicher voll ist, gelangt der nicht benötigte Solar Strom ins Stromnetz.

Wird in den Abend- oder Nachtstunden dann der Solarstrom benötigt, steht der gespeicherte Strom zur Verfügung. Ist der Strombedarf tagsüber höher als die von der Photovoltaikanlage produzierte Menge Solarstrom, steht ebenfalls der gespeicherte Strom zur Verfügung - egal ob der Speicher vollständig oder nur teilgeladen ist. Erst wenn der gespeicherte Solarstrom ebenfalls nicht ausreicht, wird weiterer Strom vom Energieversorger bezogen.

Auf diese Weise ist es möglich, einen Großteil der benötigten Strommenge mit dem durch die Photovoltaikanlage erzeugten Strom abzudecken.

Wie kann ich einen PV Speicher in meine Anlage integrieren?

Ein Großteil der am Markt erhältlichen Stromspeicher lässt sich nicht ohne weiteres in Bestandsanlagen integrieren. Meist sind technische Veränderungen, wie der Austausch des Wechselrichters oder Zusatzarbeiten notwendig. Ein hohes Gewicht und teilweise enorme Abmessungen vieler Energiespeicher für Strom schränken die Abstellmöglichkeiten ein und bringen einen großen Installationsaufwand mit sich: In der Regel sind mehrere Installateure mind. einen Tag beschäftigt.

Hingegen ist bei MyReserve 500 eine einfache und schnelle Plug&Play Installation möglich. Das geringe Gewicht und die kompakten Abmessungen ermöglichen zudem eine Ein-Mann-Montage. Der Speicher wird vor dem Wechselrichter installiert und speichert direkt den Gleichstrom aus der Anlage. Die Umwandlung in den erforderlichen Wechselstrom erfolgt erst bei der Abgabe an das Hausstromnetz. Dadurch  werden Umwandlungsverluste vermieden und ein Gesamtwirkungsgrad von 93 % beim Laden und Entladen erreicht. Der Stromspeicher ist außerdem zu allen gängigen Photovoltaik Wechselrichtern kompatibel und kann deshalb problemlos nachgerüstet werden.

Unser Tipp: Gehen Sie auf Nummer sicher und lassen Sie einen Photovoltaik Speicher immer von einem zertifizierten Fachmann installieren.

Für wen lohnt sich ein Photovoltaik Speicher?

Beim Neukauf einer Photovoltaikanlage lohnt sich die Investition in einen Stromspeicher auf jeden Fall. Er ermöglicht Ihnen einen Großteil des Solarstroms selbst zu verbrauchen, wodurch sich die Strommenge, die Sie vom Energieversorger beziehen, deutlich verringert. Mit dem SOLARWATT Komplettpaket Store erhalten Sie ein optimal aufeinander abgestimmtes Paket mit Solaranlage und Stromspeicher MyReserve.

Für Anlagen, die nach 2011 in Betrieb genommen wurden, ist die Nachrüstung mit einem Stromspeicher lohnenswert. Seitdem liegt der Strompreis über der Einspeisevergütung - die Einspeisung von Strom in das öffentliche Stromnetz ist wirtschaftlich nicht sinnvoll. Bei früherer Inbetriebnahme sollte individuell geprüft werden, ob sich ein Stromspeicher lohnt.

Anlagenbetreiber, die zwischen 2009 und 2011 eine extra Vergütung für eigenverbrauchten solaren Strom erhalten haben, sollten ihre Solaranlage mit einem Batteriespeicher erweitern.

Unser Tipp: Bitte berücksichtigen Sie bei der Entscheidung für einen Speicher auch die zukünftige Entwicklung. Ist bereits absehbar, dass sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen zeitnah ändern oder Ihre Solaranlage aus einem anderen Grund weniger Profit abwirft, dann sollten Sie einen PV Speicher nachrüsten.

Kosten für einen PV Speicher - Damit müssen Sie rechnen

Mehr als 300 verschiedene Stromspeicher von über 44 unterschiedlichen Herstellern sind aktuell auf dem deutschen Speichermarkt zu finden. Die Speicher Kosten liegen bei ca. 5.000 bis 30.000 €. Die Preisgestaltung hängt u.a. davon ab, welche Kapazität die Speicher haben, ob Lithium-Ionen- oder Blei-Batterien verwendet werden und welche Komponenten verbaut sind.

Aufgrund der großen Preisschwankungen ist es ratsam, sich die technischen Daten bzw. Kennzahlen von Stromspeichern anzuschauen und abzuwägen, worauf Sie Wert legen.

Anhand dieser Angaben können Sie die Liste der in Frage kommenden Photovoltaik Speicher einschränken und anschließend die Kosten vergleichen. Bitte beachten Sie, dass die meisten Preise Nettopreise (also zuzüglich Mehrwertsteuer) sind. Hinzu kommen die Kosten für die Montage.

Ein Großteil der am Markt erhältlichen Speichersysteme rechnet sich erst durch Förderungen. Bei MyReserve ist das anders: Er ist der erste, auch ohne Förderungen wirtschaftliche Stromspeicher mit einem Preis ab UVP 5.499 € inklusive Mehrwertsteuer (zzgl. Montagekosten).

 

Speicherförderung – Ein Überblick

Im Vorfeld des Speicherkaufs können Sie sich über Fördermöglichkeiten informieren. Beispielweise gewährt die KfW Bank verschiedene Förderungen, über die ein Stromspeicher mit finanziert werden könnte.

Das bislang verfügbare Förderprogramm Erneuerbare Energien - Speicher (275) der KfW Bank ist zum 31.12.2015 ausgelaufen. Nach einer zweimonatigen Pause wird das Programm am 01.03.2016 mit verschärften Rahmenbedingungen weitergeführt. Die Neuauflage der Speicherförderung für Batteriespeicher bei Photovoltaikanlagen endet am 31.12.2018.

Zusätzlich haben Interessenten die Möglichkeit, einen Photovoltaik Speicher über die KfW Förderprogramme Erneuerbare Energien 270 und 274 sowie Energieeffizient Bauen 153 mitzufinanzieren. Genauere Informationen dazu finden Sie hier.

Unser Tipp: Entscheiden Sie sich für einen Stromspeicher, der auch ohne Förderprogramm wirtschaftlich ist. So gehen Sie auf Nummer sicher.

 

Wertvollen Solarstrom selber nutzen

Mit einem Stromspeicher können Sie den Solarstrom Ihrer Solaranlage nutzen, wenn Sie ihn wirklich benötigen und reduzieren dadurch nachhaltig Ihre Stromrechnung. Ausgereifte Technologie, hohe Lebensdauer und ein günstiger Preis machen PV Speicher zu einer lohnenswerten Investition - sowohl für neue als auch für bestehende Solaranlagen. Haben Sie Fragen zum Thema oder zu unserem Stromspeicher MyReserve helfen wir Ihnen gern weiter.