Photovoltaik Förderung im Überblick

Für die Installation von Photovoltaikanlagen auf Privathäusern stehen verschiedene Förderungen von Bund und Ländern zur Verfügung, die von der Einspeisevergütung über zinsgünstige Kredite bis zu Zuschüssen von Energieversorgern reichen. Wir haben Ihnen eine Übersicht der wichtigsten Programme zur Photovoltaik-Förderung zusammengestellt.

Die richtige Photovoltaik-Förderung finden: darauf kommt es an

Bei der Suche nach einer geeigneten Förderung für Photovoltaik sind folgende Punkte zu beachten:

  • Soll eine neue PV-Anlage installiert oder eine bestehende erweitert werden?
  • Wird die Anlage auf einem Firmengebäude oder einem Privathaus installiert?
    (Die Auflistung auf dieser Seite beinhaltet Förderungen, die für private Betreiber von Photovoltaikanlagen bis 10 kWp nutzbar sind.)
  • Welcher Anlagentyp soll installiert werden/wurde bereits installiert?

Je nach Anlagentyp, Neuinstallation oder Erweiterung und Haustyp unterschieden sich die angebotenen Förderungen für Photovoltaik.

Bitte beachten Sie: Die Förderung ist im Allgemeinen an bestimmte Rahmenbedingungen gebunden und Sie müssen in der Regel den Antrag bereits vor dem Kauf der PV-Anlage stellen. 

Einspeisevergütung 2017

PHotovoltaik Förderung: Lohnt sich die PV-Anlage auf dem Dach?

Die bekannteste Photovoltaik Förderung ist die Einspeisevergütung, die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt wird. Als Einspeisevergütung wird der Betrag bezeichnet, den die Netzbetreiber den Betreibern von Photovoltaikanlagen zahlen, wenn diese den Solarstrom in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Die Höhe der staatlich garantierten Einspeisevergütung verändert sich kontinuierlich und dient als Instrument der politischen Steuerung des Photovoltaikausbaus. 

Die Einspeisevergütung wird dem Betreiber der PV-Anlage als fester Vergütungssatz, abhängig von dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme, für einen Zeitraum von 20 Jahren gezahlt. Das heißt, wurde eine Photovoltaikanlage bis August 2018 in Betrieb genommen, erhält der Betreiber bis August 2038 eine Vergütung in Höhe von 12,20 ct/kWh. Zukünftig wird die Einspeisevergütung mit großer Wahrscheinlichkeit  weiter  gesenkt. Bestehende Anlagen sind von aktuellen Anpassungen aber grundsätzlich nicht betroffen. 

Diagramm_Einspeisevergtung-pro-Jahr
Entwicklung der Einspeisevergütung seit August 2014

Eigenverbrauch als indirekte Einnahmequelle

Da der Strompreis mit derzeit ca. 29 ct/kWh im Vergleich zur Einspeisevergütung mehr als doppelt so hoch ist, lohnt sich ein möglichst hoher Eigenverbrauch des selbsterzeugten Solarstroms. Je mehr Solarstrom selbst verbraucht wird, desto weniger Netzstrom wird benötigt. Dadurch sinken die Energiekosten und die Anlagenbetreiber sparen deutlich. Vor allem bei Kleinanlagen ist eine hohe Eigenverbrauchsquote interessant - der Eigenverbrauch wurde bislang nicht mit finanziellen Abgaben belegt. Nur Betreiber größerer PV-Anlagen (über 10 kWp) müssen auf eigenverbrauchten Strom zusätzlich eine EEG-Umlage entrichten.

Zu beachten ist, dass Betreiber von Photovoltaikanlagen nach dem EEG in der Fassung vom 1. Juli 2017 verpflichtet sind, die Stammdaten ihrer Anlage über das PV-Meldeportal in das sogenannte „Marktstammdatenregister“ einzutragen. Ohne diesen Eintrag entfällt der Anspruch auf Auszahlung der finanziellen Förderung nach EEG.

Photovoltaik-Förderung durch die KfW Bank

Träger des wichtigsten, bundesweiten Programms zur Photovoltaikförderung ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Um eine PV-Anlage durch die KfW fördern zu lassen, muss diese die Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes erfüllen, so zum Beispiel, dass eine Einspeisung des Solarstromes in das öffentliche Netz gewährleistet ist. Eine weitere wichtige Voraussetzung für die Förderung ist, dass das Gebäude auf dem die Anlage installiert werden soll, nicht zu Zwecken der Stromerzeugung errichtet wurde. Für Wohnhäuser trifft dies grundsätzlich zu.

Die KfW-Bank hat zur Förderung von Photovoltaikanlagen das Programm Erneuerbare Energie - Standard - Photovoltaik (270) aufgelegt.  Damit werden neben dem Anlagenkauf auch die Installationskosten und die Erweiterung von bestehenden Anlagen gefördert - das Programm gilt somit für Neu- und Bestandsanlagen auf Dächern, an Fassaden und auf Freiflächen. Das Programm 274 („Erneuerbare Energien – Standard – Photovoltaik“), speziell aufgelegt für Photovoltaikanlagen, wurde inzwischen in das Förderprogramm 270 integriert.

Seit Mai 2013 förderfähig sind Batteriespeicher für Photovoltaikanlagen (Programm 275), auch im Rahmen einer Nachrüstung. Voraussetzung ist auch hier, dass ein Teil des Solarstroms ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. 

Die Programme der KfW richten sich an Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen. Mit der Bank können Laufzeiten von 5, 10, 15 oder 20 Jahren und tilgungsfreie Anlaufjahre vereinbart werden. Die genauen Konditionen orientieren sich an Bonität und Sicherheiten der Antragsteller, für deren Ermittlung die Hausbank zuständig ist. Mit dieser wird ebenfalls der Kredit abgeschlossen.

Sie haben noch Fragen zur KfW-Förderung Ihrer Photovoltaikanlage? SOLARWATT arbeitet ausschließlich mit ausgewählten und qualifizierten Installateuren zusammen, die Sie bei der korrekten Beantragung unterstützen können. Bei der Suche nach einem Fachpartner in Ihrer Nähe helfen wir Ihnen gern weiter.

Finanzierungen der Photovoltaikanlage zu attraktiven Konditionen werden auch von anderen Kreditinstitutionen wie der Umweltbank angeboten, nicht zuletzt von der Hausbank. Die Konditionen für den Solarkredit sollten jedoch im Detail mit denen des KfW-Kredits verglichen werden!

Förderung von Photovoltaik durch Bundesländer

Neben der bundesweiten Förderung über die KfW-Bank bieten auch einige Bundesländer Förderprogramme für Photovoltaikanlagen an. Zu den möglichen Förderungen gehören Zuschüsse, Anschaffungshilfen, Übernahme von Erstberatungskosten und zinsverbilligten Darlehen. In jüngster Zeit hat sich der Schwerpunkt der Förderung hin zu Energiespeichern und Ladesäulen für die Elektromobilität verschoben. Auch wird vermehrt der Ersatz fossiler Brennstoffe durch regenerative Energien wie Solarstrom für das ressourcenschonende und CO2-neutrale Heizen gefördert. Aktuell spielt das Thema Mieterstrom eine zunehmend wichtige Rolle.

Achtung: Die meisten Förderprogramme laufen Ende 2018 aus. Wer von den aktuellen Konditionen profitieren will, sollte also schnell handeln. Ein Teil der Förderprogramme wird wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren fortgesetzt, erfahrungsgemäß verschlechtern sich aber die Konditionen!

Regionale Förderprogramme

Betreiber privater Photovoltaikanlagen können zudem von regionalen Förderprogrammen profitieren. U.a. fördern die Städte Prenzlau und Burghausen die Anschaffung von Solaranlagen durch ihre Einwohner; Burghausen beteiligt sich mit 500 Euro an den Kosten für Anschaffung, Installation und Inbetriebnahme. Da bei Programmen zur Photovoltaik-Förderung eine große Fluktuation herrscht, empfiehlt sich für Interessenten vor der Anschaffung immer ein Blick in die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie sowie in die Datenbank des BINE Informationsdienstes

Indirekte Förderung durch steuerliche Abschreibung

Mit der Einspeisung Ihres Solarstromes ins öffentliche Netz werden Sie theoretisch zu einem gewerblichen Stromproduzenten und müssen auf Einspeisevergütung und Eigenbedarf bzw. Eigenverbrauch Umsatzsteuer zahlen. Diese Pflicht entfällt im Rahmen der sogenannten Kleinunternehmerregelung, wenn Ihre jährlichen Einnahmen (Umsatz) 17.500 Euro nicht übersteigen. Doch es kann sich lohnen, auf diese steuerliche Regelung, an die Sie fünf Jahre gebunden sind, zu verzichten. Als Betreiber privater Photovoltaikanlagen können Sie die Kosten für Anschaffung, Wartung und Reparatur von PV-Anlagen, Kosten, die sich aus der Installation ergeben (z.B. notwendige Dachumbauten) sowie Betriebskosten steuerlich geltend machen. Auch bekommen Sie die gezahlte Umsatzsteuer auf Wartung und Reparatur zurück. 

Die steuerliche Optimierung ist allerdings mit einigem Aufwand verbunden. So verlangt das Finanzamt regelmäßige Umsatzsteuervoranmeldungen. Als Betreiber der Photovoltaikanlage müssen Sie dem Netzbetreiber die Umsatzsteuer für die Einspeisevergütung in Rechnung stellen und die entsprechenden Beträge an das Finanzamt weiterleiten. Für den Betrieb der Photovoltaikanlage ist zudem eine Gewinn- und Verlustrechnung aufzustellen. Gewinne müssen versteuert werden (Einkommenssteuer), Verluste wirken steuermindernd.  

Weitere Steuertipps stellt der Bund der Energieverbraucher zur Verfügung.

Übersicht der Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten

Eine umfassende Übersicht der aktuellen Photovoltaik-Förderungen finden Sie hier!

Photovoltaikförderung in Österreich 

Bei der Installation von Photovoltaikanlagen und der Nachrüstung von Batteriespeichern können auch Österreicher sparen. Grund ist ein bundesweites Förderprogramm, das den Ausbau des Solarsektors in Österreich ab 2018 ankurbeln soll. Zuwachsraten von 25 % werden erwartet. Neu ist, dass auch Solar-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern gefördert werden. Dies soll vor allem im urbanen Raum den Ausbau der Erneuerbaren Energien vorantreiben.

Für 2018 und 2019 umfassen die Fördermittel für den Photovoltaikbereich insgesamt 30 Mio. Euro.

Gefördert werden Photovoltaikanalgen und Gemeinschaftsanlagen mit einer Förderpauschale von 275 Euro/kW für freistehende Einzelanlagen und Aufdachanlagen sowie 375 Euro/kW für gebäudeintegrierte Anlagen. Die Zuschüsse für Gemeinschaftsanlagen fallen mit 200 bzw. 300 Euro/kW etwas geringer aus. Die Förderung ist bis maximal 5kWp möglich, die Anlage kann aber selbstverständlich größer sein. Die Registrierung muss bis spätestens zum 30.11.2018 erfolgen. Die Registrierung ist 12 Wochen gültig; in dieser Zeit muss die PV-Anlage fertiggestellt und abgerechnet werden. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach Prüfung durch das die Maßnahme tragende Kreditinstitut Kommunalkredit Austria AG.

Gefördert werden neben Photovoltaik-Anlagen auch Stromspeicher. Einzige Bedingung: Ein Jahr nach Bewilligung müssen die Anlagen in Betrieb gehen. So tun Sie nicht nur Gutes für die Umwelt, mit unseren prämierten und qualitativ hochwertigen Produkten sparen Sie kräftig.  

Neben dieser bundesweiten Förderung bieten Bundesländer wie Wien, Tirol oder das Burgenland länderspezifische Programme an. 

Informationen finden Sie unter pvaustria.de

Soalranlage auf dem Dach Dank Photovoltaik-Förderung

 

Ihre Vorteile im Überblick:

  • staatliche Zuschüsse bis zu 500 Euro pro kWh
  • bis zu 45 % der Anschaffungskosten einsparen
  • mit Stromspeichern den Eigenverbrauch erhöhen - Solarstrom auch abends und nachts nutzen
  • Umwelt-Plus: Verbesserung des eigenen CO2-Fußabdrucks
  • Förderung von Photovoltaik jetzt auch in Mehrparteienhäusern

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