Ihr Weg zur PV-Anlage

Eine Photovoltaikanlage bietet drei Vorteile. Sie können damit

  • Stromkosten sparen
  • sich unabhängiger von Ihrem Energieversorger machen und
  • etwas für die Umwelt tun

Gute Gründe also, auf Photovoltaik zu setzen. Wir erklären Ihnen, was Sie tun müssen, damit Sie bald Ihren eigenen Solarstrom nutzen können.

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Voraussetzungen prüfen

Drei Aspekte spielen hier eine Rolle:

1. Ist mein Haus grundsätzlich für den Bau einer PV-Anlage geeignet?

Das sogenannte Solarkataster gibt Ihnen eine erste Information, ob sich die Installation einer PV-Anlage auf Ihrem Hausdach lohnt. Der Standort entscheidet darüber, wie viel Strom Sie von Ihrem Dach gewinnen können. So ist im Süden der Ertrag pro Fläche aufgrund der höheren Strahlungsintensität der Sonne höher als im Norden.
Allgemein gilt die Südausrichtung eines Daches und eine Dachschräge von 30° als optimal für Photovoltaikanlagen, doch auch von anderen Dächern lässt sich gewinnbringend Solarstrom ernten. Ost-West-Anlagen, die vorrangig morgens und abends Strom produzieren sind z. B. eine gute Alternative. Auf Flachdächern werden die Module aufgeständert und nach Bedarf ausgerichtet.

Die Größe des Daches bestimmt, wie viele Module darauf installiert werden können. Die Anlage sollte so ausgelegt sein, dass sie theoretisch den Jahresbedarf des Haushaltes an Strom decken kann. Liegt der z.B. bei 3.500 kWh, sollte die Anlage mindestens 3,5 kWp Leistung bringen. In Deutschland kann man davon ausgehen, dass ein kWp etwa 1.000 kWh erzeugt.


Beachten Sie bitte:
Im Regelfall kann nicht die gesamte verfügbare Dachfläche für die Erzeugung von Solarstrom genutzt werden. So müssen bei der Montage der Solarmodule u. a. Mindestabstände zu den Dachrändern eingehalten werden. Aufbauten wie Gauben oder Schornsteine reduzieren die nutzbare Fläche ebenso wie Verschattungen durch Bäume oder Nachbargebäude.

2. Bietet mein Haus die baulichen Voraussetzungen für die Errichtung einer PV-Anlage?

Die Installation einer PV-Anlage hat zur Folge, dass zusätzliches Gewicht auf dem Dach und dem gesamten Haus lastet. Gerade bei älteren Gebäuden muss überprüft werden, ob die Konstruktion den zusätzlichen Lasten standhält. Dazu kommen weitere Flächenlasten durch Wind und Schnee, die das Bauwerk aushalten muss. Am besten, Sie beauftragen einen Gutachter damit, die statische Eignung Ihres Hauses zu prüfen. Manche Solarteure preisen diese Prüfung in ihr Angebot mit ein. Klären Sie bitte vorab, ob Ihr Handwerker diese Leistung mit anbietet. Unbedingt prüfen lassen sollten Sie zudem, ob die Elektrik Ihres Hauses auf dem aktuellen Stand ist.

Die Verkabelung der Photovoltaikanlage führt durch Ihr Haus. Eventuell sind Durchbrüche notwendig. Machen Sie sich bereits jetzt Gedanken über den Standort weiterer Komponenten, wie Generatoranschlusskasten, Einspeisezähler, Speicher und Wechselrichter. Insbesondere letzterer sollte so nahe wie möglich am Einspeisepunkt positioniert werden. Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.

Beachten Sie bitte: Das Anbringen von Solaranlagen auf asbesthaltigen Dächern ist in Deutschland verboten. Rechnen Sie in damit, dass die PV-Anlage 25 Jahre und länger auf Ihrem Dach bleibt. Alle notwendigen Sanierungsarbeiten sollten deshalb vor der Installation abgeschlossen sein, um unnötige Kosten zu vermeiden. Sparen können Sie z. B., indem Sie die Sanierung des Daches mit der Installation einer In-Dach-Anlage verbinden.

3. Muss ich die Installation meiner Photovoltaikanlage genehmigen lassen?

Im Allgemeinen sind keine Baugenehmigungen für PV-Anlagen mehr notwendig, egal, ob es sich um eine Auf-Dach-, In-Dach- oder Fassadenanlage handelt. Da diese Regelungen jedoch von Bundesland zu Bundesland verschieden sind, ist es sinnvoll, sich vorab zu informieren und im Zweifelsfalle die örtliche Baubehörde zu fragen. Insbesondere gilt das, wenn die Landesbauordnung eine örtliche Bauordnung zulässt. Die zuständige Kommune kann dann im Zuge einer Bebauungsregelung auch eine Genehmigungspflicht von Photovoltaikanlagen oder bei Verglasungen im Überkopfbereich beschließen. Bei Solar-Carports empfiehlt es sich immer, vorab die Frage der Genehmigung zu klären. Besondere Regeln gelten bei denkmalgeschützten Gebäuden aber auch, im Zuge des Ensembleschutzes, für deren Umgebung. Hier ist eine Stellungnahme der zuständigen Denkmalschutzbehörde einzuholen.

Das sollten Sie noch wissen

  • Bei Anlagen über 30 kWp erfolgt die Einspeisung nicht direkt ins Netz, sondern in einen Einspeisepunkt des Netzbetreibers. Hierfür müssen unter Umständen Kabel über ein Nachbargrundstück gezogen werden. Dazu ist der Abschluss eines Gestattungsvertrages notwendig.
  • Die meisten PV-Anlagen sind netzgekoppelte Anlagen, d. h., sie speisen überschüssigen Solarstrom in das Netz des Energieversorgers ein. Von „Inselanlagen“ spricht man dort, wo die Einspeisung nicht möglich oder gewollt ist. In der Praxis kommen Inselanlagen meist bei kleineren Gebäuden wie einem Gartenhaus oder bei mobiler Nutzung, z. B. bei einem Wohnwagen zum Einsatz. Inselanlagen benötigen zwingend einen Laderegler und einen Speicher. Der Aufwand zur Auslegung ist daher meist höher.

Wirtschaftlichkeit abschätzen

Was kostet eine PV-Anlage?

Eine allgemeingültige Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Der Endpreis ist von einer Reihe an Faktoren abhängig:

  • Dimensionierung der PV-Anlage Die Anzahl der notwendigen Module richtet sich danach, welche Leistung die PV-Anlage erzielen soll. Module sind in verschiedenen Leistungsklassen erhältlich. Je größer die Leistung des einzelnen Moduls, desto mehr Leistung erzielt die Gesamtanlage. Allerdings steigen im gleichen Zuge die Preise. Hier gilt es, ein Optimum aus verfügbarer Dachfläche, angestrebter Leistung und anfallenden Kosten zu finden. Ihr Solarteur hilft Ihnen gern bei der Abschätzung. Auch die Dimensionierung weiterer Bestandteile wie Wechselrichter und Speicher wird von der Größe der PV-Anlage bestimmt. *
  • Installationskosten

Ein wichtiger Teil der Gesamtkosten für eine Photovoltaikanlage entfällt auf die Installation. Wir empfehlen einen Fachbetrieb zu engagieren, denn nur so sind Sie hinsichtlich der Qualität der Installation auf der sicheren Seite. Einen ausführlichen Artikel zu Thema finden Sie hier.

Wie finanziere ich meine PV-Anlage?

  • Finanzierung
    Für Planung, Projektierung und Installation gewährt die Kreditanstalt für Wiederaufbau einen günstigen Kredit, der vor Vertragsabschluss beantragt werden muss (KfW-Programm 275). Auch andere Banken gewähren derartige Kredite unabhängig vom KfW-Programm.
  • Förderung
    Basis der staatlichen Förderung von PV-Anlagen ist die Einspeisevergütung. Pro ins Netz gelieferter kWh Solarstrom zahlt der Netzbetreiber einen festen Beitrag, der auf 20 Jahre lang festgeschrieben ist. Seit ihrer Einführung ist die Einspeisevergütung jedoch kontinuierlich gesunken, mittlerweile ist es sinnvoller den Solarstrom selbst zu verbrauchen (Eigenverbrauch). In jüngerer Vergangenheit haben die meisten Bundesländer, aber auch zahlreiche Kommunen, Förderprogramme für Stromspeicher initiiert. Einen ausführlichen Artikel zu Thema finden Sie hier.
  • Steuern
    Bereits ganz zu Beginn Ihres Projektes sollten Sie sich überlegen, wie Sie Ihre Photovoltaikanlage steuerlich behandeln wollen. Als Betreiber einer PV-Anlage gelten Sie als Unternehmer. Als solcher können Sie wählen zwischen einer Regelbesteuerung und der Kleinunternehmerregelung. Beide Varianten bieten Vor- und Nachteile. Wählen Sie die Regelbesteuerung, können Sie sich z. B. die Umsatzsteuer erstatten lassen, müssen aber auf der anderen Seite die Umsatzsteuer für eingespeisten Strom an das Finanzamt abführen. Einen ausführlichen Artikel zu Thema finden Sie hier.

Ist die Investition in eine PV-Anlage wirtschaftlich sinnvoll?

Grundsätzlich lässt sich diese Frage auch angesichts ständig steigender Strompreise mit „Ja“ beantworten. Wann sich Ihre Anlage rentiert bzw. wie hoch die Rendite ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Anschaffungs- und Installationskosten
  • Finanzierungskonditionen
  • Zuschüsse aus Förderungen
  • Steuerliche Behandlung

Neben diesen finanziellen Aspekten spielt hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit insbesondere die Lebensdauer der Photovoltaikmodule eine zentrale Rolle. Diese entscheidet darüber, wie viel Strom für die einmal investierten Kosten erzeugt und wie viel Gewinn erwirtschaftet werden kann. Es ist daher sinnvoll, bei den technischen Komponenten auf Qualität zu achten, auch weil dadurch Folgekosten für Reparatur oder Austausch von Komponenten sinken. Geringfügig höhere Ausgaben bei der Anschaffung machen sich langfristig bezahlt.

Bitte beachten Sie: Unter 3 kWp sind die Installationskosten für netzgebundene Photovoltaikanlagen verhältnismäßig hoch, sodass die Wirtschaftlichkeit hier nicht der entscheidende Faktor sein kann.

Auslegung PV-Anlage

Auslegung einer PV-Anlage

Grundsätzlich gibt es zwei Ansätze für die Auslegung einer PV-Anlage: Die Anlage wird so ausgeführt, dass sie möglichst kostengünstig Ihre derzeitigen Bedürfnisse abbildet. Oder das Dach wird mit Modulen “vollgepackt“. Die Grundidee hinter diesem Ansatz ist, dass der Strombedarf der Haushalte ständig steigt, z. B. durch die Anschaffung eines Elektroautos. Sie schaffen somit die Voraussetzungen dafür, auch in Zukunft Ihren Energiebedarf mit PV-Strom decken zu können. Besonders sinnvoll ist das in Verbindung mit einem Stromspeicher, der auch nachts oder bei schlechtem Wetter PV-Strom verfügbar macht. Kann der selbst erzeugte Strom nicht verbraucht werden, wird er ins Netz eingespeist und erwirtschaftet Dank der Einspeisevergütung noch knapp 10 Cent pro kWh.

Vorbereitungsphase

Angebote einholen, Förderung beantragen, Anlage anmelden

Nachdem Sie die Machbarkeit geprüft und eine Abschätzung der Wirtschaftlichkeit vorgenommen haben, beginnt die arbeitsintensive Phase. Lassen Sie sich Angebote für die Installation Ihrer PV-Anlage unterbreiten. Bedenken Sie, dass Ihnen ein Installateur nur nach einem Ortstermin einen seriösen Preis nennen kann. Erst nach Besichtigung Ihres Objektes kann er das notwendige Material und den Umfang der Arbeiten zuverlässig abschätzen.

Jetzt ist auch der Zeitpunkt gekommen, die Förderunterlagen einzureichen. Bedenken Sie, dass Sie den Auftrag erst unterschreiben dürfen, wenn Sie den Förderbescheid vorliegen haben.

Zeitgleich können Sie sich bereits bei Ihrem Netzbetreiber anmelden. Denken Sie daran, dass es manchmal mehrere Wochen dauert, bis Ihnen die notwendigen Unterlagen zugestellt werden.

Haben Sie sich nach ausführlicher Prüfung für ein Angebot entschieden, können Sie einen Termin für die Installation vereinbaren. Reichen Sie beim Netzbetreiber die Anfrage auf Netzanschluss ein und stellen Sie den Antrag auf Zählersetzung. Meist nimmt Ihnen der beauftragte Solarteur diese Aufgabe ab, wenn Sie ihm eine Vollmacht dafür ausstellen.

Sobald alle Unterlagen vollständig eingegangen und bearbeitet sind, organisiert der Netzbetreiber den Zählerwechsel. Das kann 2-3 Wochen dauern. Der alte Zähler wird gegen einen neuen Zähler getauscht, der den aus dem Netz bezogenen und den ins Netz eingespeisten Strom getrennt voneinander erfasst. Nach dem Zählerwechsel kann die Anlage ans Netz gehen.

Melden Sie Ihre PV-Anlage möglichst zeitnah nach der Beauftragung auch gleich beim Finanzamt an, denn die Fertigmeldung beim Netzbetreiber kann nur mit vorhandener Steuernummer abgeschlossen werden.

Installation der PV-Anlage

Bevor die Arbeiten beginnen können, muss meist ein Gerüst durch einen Fachbetrieb errichtet werden. Sie sollten auf keinen Fall selbst Hand anlegen, um Geld zu sparen. Sie übernehmen sonst die volle Haftung.

Für die Installation der PV-Anlage benötigt der Installateur nur wenige Tage. Der erste Schritt ist das Setzen der Dachhaken, die als Halterung für das Montagesystem dienen. Auf die Haken werden die Montageschienen aufgeschraubt. In den so geschaffenen Rahmen setzen die Installateure dann die Module ein und verkabeln diese. Zum Schluss werden die Schienen mit Endstücken versehen, um die Module seitlich zu fixieren. In der Folge werden weitere Bestandteile der Anlage wie Wechselrichter oder Speicher an ihrem Aufstellungsort installiert und untereinander und mit dem Zähler verkabelt. Auch ein Anschluss an den Blitzschutz sollte erfolgen.

Inbetriebnahme / Übergabe der Anlage

Ist die Anlage fertiggestellt und der Netzbetreiber hat die Freigabe erteilt, kann die Inbetriebnahme erfolgen. In Beisein eines Vertreters des örtlichen Energieversorgers prüft der Installateur die Funktion der PV-Anlage. Die Prüfergebnisse werden ebenso wie die verbaute Anlagentechnik gründlich dokumentiert. Anschließend

  • weist der Installateur Sie in den Betrieb der Anlage ein
  • informiert Sie zu Kontrollmöglichkeiten
  • erklärt Ihnen, was Sie tun müssen, wenn die Anlage ausfällt
  • zeigt Ihnen den Einspeisezähler
  • belehrt Sie zum Verhalten im Brandfall etc.

Mit dem Inbetriebnahme-Protokoll bestätigen Sie die erfolgte Einweisung. Das Dokument dient Ihnen auch als Nachweis für den Zeitpunkt der Inbetriebnahme, was z. B. für steuerliche Fragen von Belang ist. Das Schriftstück sollten Sie unbedingt aufbewahren.

Zu guter Letzt sind nur noch zwei Dinge zu erledigen: die Fertigmeldung beim Netzbetreiber und die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur (Marktstammdatenregister). Für diesen Vorgang benötigen Sie die Steuernummer vom Finanzamt.

Die Anlage ist fertig, was kommt jetzt?

Auch die beste PV-Anlage benötigt regelmäßige Wartung. Aus Versicherungsgründen sollten Sie diese den Experten überlassen. Am besten, Sie schließen einen Wartungsvertrag mit dem Fachbetrieb ab, der Ihre Anlage installiert hat. Neben dem Reinigen der Module wird dann auch die Funktionsfähigkeit der einzelnen Komponenten geprüft, damit Ihre Anlage langfristig hohe Erträge erzielen kann.Mehr zum Thema erfahren Sie hier. 

In Zeiten des Klimawandels und zunehmender Wetterextreme empfehlen wir Ihnen, eine Versicherung für Ihre Anlage abzuschließen, die Unwetterschäden ebenso abdeckt wie Ertragsausfall oder Diebstahl und Vandalismus. Erfahren Sie mehr zu unserem KomplettSchutz-Angebot

Gerade im Bereich erneuerbarer Energien schreitet die Technikentwicklung schnell voran. Das Thema der Zukunft heißt Sektorenkopplung. Hinter diesem Begriff verbirgt sich die Nutzbarmachung von elektrischer Energie für die Bereiche Wärme und Verkehr. So lässt sich überschüssiger Solarstrom zum Beispiel für den Betrieb einer Wärmepumpe und damit für Heizung und Kühlung Ihres Hauses nutzen. Oder zum Aufladen Ihres Elektroautos, mit dem Sie dann CO2-neutral mobil sind. Voraussetzung für diese Anwendungen ist ein intelligentes System für das Energiemanagement, das den überschüssigen Strom den Verbrauchern zur Verfügung stellt, die ihn benötigen. Erfahren Sie hier mehr über unseren EnergyManager, der Bestandteil jeder SOLARWATT-Photovoltaikanlage ist.

 

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