Heizen mit Solarstrom

Kosten senken durch die Kombination von PV-Anlage und Wärmepumpe

Die Heizung ist ein Bereich im Haus, bei dem fossile Energieträger noch eine wichtige Rolle spielen. Doch die Kosten für Öl und Gas steigen ständig. Doch nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen suchen immer mehr Menschen nach Alternativen: Mit knapp 2.800 kg freigesetzem CO2 pro 8 MWh erzeugter Wärme sind Ölheizungen eine besonders klimaschädliche Art zu heizen. Zum Vergleich: Die CO2-Emissionen einer Ölheizung liegen etwa fünfmal so hoch wie die einer Wärmepumpe, die einer Gasheizung noch ca. viermal so hoch.

 

Solarstrom für die Elektroheizung

Überschüssigen Solarstrom „zu verheizen“, also die Elektroheizung direkt damit zu betreiben, ist zwar möglich, es sprechen aber einige Argumente dagegen. Zum einen, dass die Spitzen der Stromerzeugung und des Stromverbrauches im Laufe des Tages nur selten zusammenfallen. Zudem stellt die Photovoltaikanlage in der Heizperiode tendenziell eher zu wenig Strom zur Verfügung. Zum anderen ist die Nennleistung einer Elektroheizung so hoch, dass eine typisch dimensionierte Photovoltaikanlage diesen Bedarf kaum decken kann. Berücksichtigt man weitere Verbraucher wie Licht, Haushaltsgeräte oder Klimaanlage, dann kommt die Solarstromerzeugung schnell an ihre Grenzen. Abhilfe kann hier nur ein zusätzlicher Speicher schaffen.

Effektiv: Photovoltaik speist Wärmepumpe

Eine sinnvolle Alternative zur Elektroheizung, insbesondere aber zur Öl- und Gasheizung, stellt die Wärmepumpe dar. Diese nutzt den gleichen physikalischen Effekt wie ein Kühlschrank: Wärme wird der Umgebung entzogen und an das Heizsystem abgegeben. Im Sommer lässt sich der Effekt umkehren und die Wärmepumpe kann zum Kühlen genutzt werden.

Elektrisch betriebene Wärmepumpen gehören zu den großen Stromverbrauchern im Haushalt. Ein vollständiger Betrieb mit Solarstrom ist kaum möglich. Trotzdem ist es sinnvoll, den gewonnenen Solarstrom bevorzugt der Wärmepumpe zur Verfügung zu stellen. Dafür spricht die hohe Ausbeute an Nutzwärme pro eingesetztem Watt. Ein zusätzlicher Speicher in Verbindung mit intelligentem Energie­management­ sorgt auch bei der Kombination von PV-Anlage und Wärmepumpe dafür, den Eigenverbrauch zu optimieren.

Der Einsatz von Solarstrom für die Wärmepumpe verringert nicht nur die CO2-Emissionen im Vergleich zur konventionellen Stromherstellung oder zur Heizung mit fossilen Energieträgern. Er senkt auch die Heizungskosten des Haushaltes und erhöht dessen Unabhängigkeit vom Energieversorger.

Einsparung bei den Heizkosten durch Photovoltaikanlage und Energymanager
Nutzt die Wärmepumpe überschüssigen Solarstrom, lassen sich 10 % der Heizkosten sparen. In Kombination mit einem EnergyManager ist eine Senkung der Heizkosten von bis zu 25 % möglich.

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