Photovoltaikanlage als Liebhaberei – Wichtige Frist für Post-EEG-Anlagen

21.12.2021
Seit kurzem können sich auch Betreiber von Post-EEG-Anlagen die Einkommenssteuer-Erklärung vereinfachen, indem Sie auf "Liebhaberei" optieren. Für die ersten läuft die Frist aber bereits Ende des Jahres aus.

Prinzipiell sind für Betreiber von PV-Anlage zwei Steuern relevant: die Umsatzsteuer und die Einkommenssteuer (die Form der Ertragssteuer auf das Einkommen natürlicher Personen).  

Seit langem können PV-Anlagen-Betreiber wählen, ob die Umsatzsteuer regulär veranlagt wird oder Sie sich im Zuge der Kleinunternehmerregelung vom Zahlen der Umsatzsteuer befreien lassen wollen. Einzige Voraussetzung: Der Umsatz darf nicht mehr als 22.000 € pro Steuerjahr (bis 2020: 17.500€) betragen. Bei der Kleinunternehmerregelung entfallen die Verpflichtung zu einer monatlichen Umsatzsteuer-Voranmeldung sowie der Umsatzsteuer-Jahresabschluss. 

Steuer für Photovoltaikanlage

Wahlmöglichkeit bei Einkommensteuer 

Lange mussten Anlagenbetreiber für die Berechnung der Einkommenssteuer eine Wirtschaftlichkeitsprognose über den Abschreibungszeitraum vorlegen und so nachweisen, dass keine Gewinnerzielungsabsicht besteht. Dann lag es im Ermessen der Steuerbehörde, festzustellen, ob der Betrieb der PV-Anlage als steuerliche Liebhaberei zu werten sei oder nicht. 

Seit Juni dieses Jahres wird Betreibern von PV-Anlagen die Möglichkeit eingeräumt, sich auch bei der Einkommenssteuer gegen eine Veranlagung zu entscheiden. Wichtigster Vorteil: Der bürokratische Aufwand wird deutlich reduziert.  

Um in den Genuss der Befreiung zu kommen, ist nur ein schriftlicher formloser Antrag zum „Verzicht auf die einkommenssteuerliche Behandlung der PV-Anlage“ beim zuständigen Finanzamt zu stellen. Voraussetzungen für die Bewilligung sind: 

  • Die Anlage darf maximal 10 kWp groß sein. 
  • Das Gebäude, auf dem die Anlage errichtet wurde, muss vom Antragsteller selbst zu Wohnzwecken genutzt werden.  

Außerdem musste die PV-Anlage nach dem 31.12.2003 in Betrieb genommen worden sein. Ende Oktober wurden diese Voraussetzungen so angepasst, dass die Regelung auch auf PV-Anlagen angewandt werden kann, die vor dem 01.01.2004 ans Netz gegangen sind.  

Frist nicht verpassen!

Von der Neuregelung können also auch Post-EEG-Anlagen profitieren. Allerdings gibt es dabei einen kleinen Haken: Der Antrag für den Verzicht auf die einkommenssteuerliche Behandlung der PV-Anlage muss im Folgejahr des Auslaufens der EEG-Förderung gestellt werden. Das heißt, wer bis Ende 2020 eine Einspeisevergütung erhalten hat, kann nur noch bis zum 31.12.2021 die Freistellung beantragen.  

 

Mehr Informationen 

 

Tipp: Sie suchen Hilfe bei der steuerlichen Behandlung Ihrer PV-Anlage? Solarwatt empfiehlt Ihnen dafür unseren kompetenten Steuerservice.

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