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Söders Sonnenland

Bayrische Regierung will stärker auf Sonnenenergie setzen
Bayern setzt auf Photovoltaik

Weil in Bayern mehr Sonnen- als Windenergie zur Verfügung steht, kündigte Ministerpräsident Markus Söder Anfang des Monats an, dass der Freistaat die solaren Ressourcen künftig stärker nutzen will. 

In einer der größten Solaroffensiven der letzten Jahre will Bayern nun verstärkt auf Sonnenergie setzen. 2018 lag der Anteil von Solarstrom an der Bruttostromerzeugung des Bundeslandes bei knapp 16 Prozent, bezogen auf erneuerbare Energieträger wird ein Drittel des Stroms mittels Photovoltaik erzeugt. Die Offensive soll zusätzlichen Schwung in die Energiewende bringen und zum Klimaschutz beitragen . Konkrete Ziele, auf welcher Anteil  des Strombedarfs zukünftig durch die Photovoltaik gedeckt werden soll, wurden noch nicht bekannt.

Der Trend zur Sonnenenergie ist jedoch eindeutig: Vor Kurzem erst hatte die bayrische Staatsregierung die jährliche Höchstgrenze für Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Acker- und Grünflächen von 70 auf 200 Stück pro Jahr erhöht. Und künftig soll laut  Söder auf jedem Neubau in Bayern eine Photovoltaik-Anlage errichtet werden. Diese Regelung wird ab 2021 zunächst für gewerbliche Bauten gelten. Ab 2022 könnte sie verpflichtend für alle Neubauten, also auch im privaten Sektor, sein.   

Damit Hausbauer dann nicht über Gebühr belastet werden, plant der Freistaat, auch die Fördermöglichkeiten für Solarenergie auszuweiten. Wie genau diese Förderung aussehen wird, steht ebenfalls noch nicht fest.