Anwendungen des EnergyManagers

Intelligente Steuerung für alle Fälle

Der SOLARWATT EnergyManager überwacht, steuert und reguliert sämtliche Energieflüsse im Haushalt. Das Energiemanagementsystem bietet Möglichkeiten für die verschiedensten Anwendungsfälle. Darüber hinaus ist der EnergyManager der ideale Partner für MyReserve. Sie sehen jederzeit, ob der Stromspeicher lädt und wie viel Energie noch vorrätig ist.

 

Verbraucher über Funksteckdose schalten

intelligente myStrom Steckdose
Bild: © myStrom AG

Die Möglichkeiten des EnergyManagers wachsen mit der Menge an Verbrauchern, die mit dem System verbunden sind. Auch wenn das „Internet der Dinge“ bereits in aller Munde ist, lassen sich viele Haushaltsgeräte noch nicht direkt „fernsteuern“. Diese Lücke schließen Funksteckdosen.

Lampen, Waschmaschine oder Poolpumpe: Nahezu jeder Verbraucher lässt sich über eine Funksteckdose ein- und ausschalten. Über das EnergyManager Portal funktioniert das auch von unterwegs aus. 

Die intelligenten Steckdosen können auf verschiedene Weise mit dem EnergyManager gekoppelt werden, über die Anmeldung im WLAN, über die WPS Funktion des Routers oder manuell über eine App. Voraussetzung für eine erfolgreiche Einbindung ist lediglich, dass sich EnergyManager und Steckdose im gleichen Netzwerk befinden und das Netzwerk per WLAN erreichbar ist. Die Einbindung im EnergyManager erfolgt im lokalen Netzwerk über dessen Konfigurationsoberfläche im Bereich Smart Setup.

Schalt- bzw. Betriebszeiten für die einzelnen intelligenten Steckdosen können im EnergyManager unter der Applikation "Schalten" oder per App definiert werden. Theoretisch lässt sich eine unbegrenzte Menge an solchen „Switches einsetzen“.

Ego Heizstab - Warmwasser bereiten mit Solarstrom
Bild: © E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH

Solarstrom als Warmwasser speichern

Wer zusätzlich zu einem Stromspeicher noch Alternativen sucht, dem bietet sich die Speicherung von Solarstrom in Form von Warmwasser an. Das spart Heizkosten und senkt bei Öl- oder Gasheizungen zusätzlich die CO2-Emissionen.

Dazu bedarf es beispielsweise eines Heizstabes, der sich über den EnergyManager zeitgebunden oder solaroptimiert ansteuern lässt. Die meisten Heizstäbe benötigen ein Minimum an überschüssiger Energie, um arbeiten zu können. Danach lässt sich die Leistung kontinuierlich oder stufenweise regeln.

Heizkosten senken

Überschüssiger Solarstrom kann auch für den Betrieb einer Wärmepumpe verwendet werden. Das nach dem Prinzip eines Kühlschrankes arbeitende Gerät entzieht der Umgebung Wärme und gibt diese an das Heizsystem ab. Im Sommer kann dieser Effekt umgekehrt und zum Kühlen verwendet werden.

Wird die Wärmepumpe über den EnergyManager eingebunden, stellt dieser dem Gerät überschüssigen Solarstrom bevorzugt zur Verfügung. Dadurch wird weniger Netzstrom verbraucht und die Heizkosten sinken. Ersetzt die Wärmepumpe Öl- und Gasheizungen, kommt noch die CO2-Ersparnis hinzu.

Keba Wallbox - Ladestation fürs Elektroauto
Bild: © KEBA AG

Elektro-Fahrzeug aufladen

Die eigene, mit selbst produziertem Solarstrom betriebene Ladestation ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch: Mit Kosten von etwas über 2 € pro 100 km wird Mobilität deutlich günstiger als mit fossilen Treibstoffen oder Strom vom Energieversorger.

Die Ladestation oder Wallbox wird über den EnergyManager in das heimische Netzwerk eingebunden.  Das E-Fahrzeug wird dann bevorzugt mit überschüssigem Solarstrom so aufgeladen, dass der Akku zur gewünschten Abfahrtszeit garantiert vollgeladen ist. Im EnergyManager-Portal lassen sich die Leistungsdaten überwachen: durchschnittliche Ladeleistung, durchschnittliche Produktion an Solarstrom sowie Anzahl der Kilometer, die im aktuellen Ladezustand gefahren werden können.

Intelligent laden – sicher fahren

Im Bereich „Schalten“ im EnergyManager-Portal wird das Ladervorgang für die Wallbox exakt festgelegt. Neben dem „solaroptimierten“ Laden von überschüssigem Solarstrom lassen sich zusätzliche Ladezeiten programmieren, so z. B. ein „Sicherheitsladen“ nach der Heimkehr von der Arbeit, so dass zuverlässig die Fahrbereitschaft für eine vorgegebene Zahl an Kilometern garantiert ist. Der EnergyManager sorgt dafür, dass der Strom aus der PV-Anlage bzw. aus dem Speicher genutzt wird. Ein zusätzlicher Zähler vor der Wallbox ist nicht mehr notwendig.

Für das sichere Aufladen des E-Autos bieten sich zudem günstige Nachttarife der Energieversorger an. Der Solaroptimierer ist dabei so konfiguriert, dass die mit der entsprechenden Ladung verbundene Reichweite angezeigt wird. Das macht es für Endkunden leichter, die passende Lademenge zu wählen.

Schaltregimes für Verbraucher festlegen

EnergyManager Portal - Schalten-Oberfläche

Die Schaltprogramme aller Verbraucher können im EnergyManager Portal über die übersichtliche und intuitiv zu bedienende Oberfläche „Schalten“ gesteuert werden. Der Betrieb jedes einzelnen Verbrauchers kann solaroptimiert (Symbol: Sonne) und zeitgesteuert (Symbol: Uhr) erfolgen. Beim aktiven Modus wird das Symbol in Orange angezeigt, beim inaktiven Modus ist das Symbol ausgegraut.

Einfach Schalten

Unter „Schalten“ werden alle verbundenen Geräte untereinander gelistet: zuerst die solaroptimierten, dann die zeitgesteuerten. Umso weiter oben ein Gerät in der Liste steht, umso höher ist seine Priorität. Das heißt, dass das weiter oben gelistete Gerät bei Stromüberschuss zuerst eingeschaltet bzw. geladen wird und erst danach die anderen.

Neu angeschlossene Geräte werden vom EnergyManager während eines kurzen Setups automatisch erkannt und in der Liste aufgeführt. Alternativ lassen sich weitere Verbraucher über eine „Hinzufügen“-Schaltfläche einbinden.

Schaltvorgänge können stufenlos gesteuert werden, z. B. bei einer kompatiblen Ladesäule. Aber auch die Steuerung über eine Schaltschwelle ist möglich, z. B. für SGready Wärmepumpen und Kleinverbraucher.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Feststehende Programmieren lassen sich vorübergehend überschreiben. Nach einer vorgegebenen Dauer fällt das Programm wieder in die Automatik zurück. So wird z. B. bei einer Teichpumpe vermieden, dass diese dauerhaft ausgeschaltet bleibt.

Bei Funksteckdosen, die auch über einen physischen Schalter verfügen, ermöglicht das Setting „frei“ das manuelle An- und Ausgeschalten. Außerhalb des dafür definierten Zeitfensters greift das vorgegebene Programm, also z. B. die Solaroptimierung. Dieses Programm lässt sich zudem durch Einstellungen wie minimale oder vorgegebene Laufzeit oder minimale Ruhezeit anpassen. Anwendungsbeispiele für diese Funktion sind Luftentfeuchter oder Teichpumpen.

Noch mehr Funktionen

Typische Schaltprogramme können in Profilen zusammenfasst werden. So ist es z. B. sinnvoll, für die Heizungssteuerung zu den Jahreszeiten passende Steuerschemata festzulegen.

Ergänzt werden die umfangreichen Funktionalitäten des EnergyManager Portals durch ein Help Center, in dem Nutzer die Antwort auf viele ihrer Fragen finden.

Informationen & Service